
Delaware plant neue Regeln für THC-Hanfprodukte und Verkaufsstellen
Delaware berät über neue Gesetze zur Regulierung von THC-Produkten aus Hanf, die klare Verkaufs- und Lizenzvorgaben schaffen sollen.
Key Points
- 1Vier Gesetzesentwürfe konkurrieren um die Regulierung von THC-Hanfprodukten in Delaware.
- 2Ein Entwurf will THC-Produkte in das Marihuana-Lizenzsystem integrieren mit strengeren Grenzwerten und Kontrollen.
- 3Ein anderer Entwurf schlägt eine separate Lizenzierung für Hanf-THC-Händler vor, mit niedrigeren THC-Grenzen und Steuern.
- 4Die Behörden haben bereits zahlreiche Unterlassungsaufforderungen gegen unlizenzierte THC-Händler verschickt.
- 5Die Gesetzgebung zielt auf Verbraucherschutz, Alterskontrollen und Rechtssicherheit für den Markt ab.
In Delaware stehen derzeit mehrere Gesetzesentwürfe zur Debatte, die die Regulierung von THC-haltigen Hanfprodukten neu ordnen sollen. Die Produkte, darunter Gummibärchen, Vape-Produkte und Getränke mit THC, sind außerhalb des regulierten Marihuana-Marktes weit verbreitet und sorgen für Rechtsunsicherheiten.
Ein Entwurf sieht vor, diese Produkte in das bestehende Lizenzsystem für Marihuana-Händler zu integrieren. Damit dürften THC-Produkte nur noch in lizenzierten Marihuana-Shops verkauft werden, um einheitliche Kontrollen bei Testung, Kennzeichnung und Altersbeschränkungen sicherzustellen. Zudem soll die THC-Grenze für Endprodukte auf 0,4 Milligramm festgelegt werden, was der neuen bundesstaatlichen Regelung entspricht.
Ein konkurrierender Vorschlag will für Hanf-THC-Produkte eine separate Lizenzierung schaffen, die speziell für bestehende Hanfhändler gilt und den Verkauf von Produkten mit maximal 10 Milligramm THC an Erwachsene ab 21 Jahren erlaubt. Dieser Ansatz lehnt eine vollständige Integration in den Marihuana-Markt ab und sieht niedrigere Steuern und weniger strenge Auflagen vor.
Die Debatte zeigt einen Konflikt zwischen etablierten Marihuana-Lizenznehmern und Hanfhändlern, die sich durch die neuen Regelungen in ihrer Existenz bedroht sehen. Marihuana-Vertreter betonen die Notwendigkeit einheitlicher Standards, um Verbraucher zu schützen und illegale Praktiken zu verhindern. So fasst Joshua Sanderlin, Leiter der Marihuana-Kommission, zusammen: „Es ist THC, es ist kein Hanf. Es ist Marihuana.“
Die Behörden reagieren bereits mit Durchsetzungsmaßnahmen gegen unlizenzierte Händler und haben über 70 Unterlassungsaufforderungen versandt. Die Gesetzgebung soll Klarheit schaffen und damit sowohl den Konsumentenschutz als auch die Rechtssicherheit für Händler in Delaware stärken.


