Einzeldosis Psilocybin mit Therapie zeigt vielversprechende Wirkung bei Kokainabhängigkeit
Marijuana MomentTom Angell

Einzeldosis Psilocybin mit Therapie zeigt vielversprechende Wirkung bei Kokainabhängigkeit

Eine neue Studie der American Medical Association zeigt, dass eine einzelne Psilocybin-Dosis in Kombination mit Therapie Kokainabhängigkeit sicher und effektiv behandeln kann, insbesondere bei unterrepräsentierten Gruppen

Key Points

  • 1Eine klinische Studie zeigte, dass Psilocybin mit Therapie die Abstinenz bei Menschen mit Kokaingebrauchsstörung deutlich verbesserte
  • 2Die Studie schloss Schwarze und sozioökonomisch benachteiligte Teilnehmer ein und schließt damit eine Lücke in der psychedelischen Forschung
  • 3Forscher beobachteten höhere Abstinenzraten und weniger Rückfälle in der Psilocybin-Gruppe im Vergleich zu Placebo
  • 4Bundesbehörden haben die Finanzierung für Forschung zu psychedelisch unterstützten Behandlungen bei Abhängigkeiten erhöht
  • 5Weitere Studien sind notwendig, um diese vielversprechenden Ergebnisse zu replizieren und auszubauen

Eine bahnbrechende klinische Studie, veröffentlicht von der American Medical Association (AMA), hat ergeben, dass eine einzelne Dosis Psilocybin, verabreicht zusammen mit Psychotherapie, sowohl sicher als auch wirksam bei der Behandlung von Kokaingebrauchsstörung (CUD) sein kann. Die Studie, durchgeführt von Forschern der University of Alabama, Johns Hopkins University und dem Karolinska Institut, bietet Hoffnung für eine Erkrankung mit historisch begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Wie in der Veröffentlichung hervorgehoben wird, „haben keine Medikamente sich als wirksam erwiesen“ für CUD, was diese Ergebnisse besonders bedeutsam macht

Die streng konzipierte Studie umfasste 36 Teilnehmer, die die diagnostischen Kriterien für Kokaingebrauchsstörung erfüllten. Jeder erhielt eine Psychotherapie basierend auf kognitiv-behavioraler Behandlung sowohl vor als auch nach einer ganztägigen Sitzung mit dem Prüfpräparat. Die Teilnehmer wurden zufällig entweder einem Placebo oder einer Psilocybin-Dosis zugeteilt, die nach Körpergewicht berechnet wurde. Die Abstinenz wurde durch Urinanalyse bestätigt, und die Ergebnisse zeigten, dass die Psilocybin-Gruppe signifikant mehr kokainfreie Tage und höhere Raten vollständiger Abstinenz erreichte als die Placebo-Gruppe

Die Forscher betonten die weiterreichenden Implikationen ihrer Ergebnisse und hoben die Einbeziehung von Schwarzen und sozioökonomisch benachteiligten Personen hervor – eine demografische Gruppe, die in der psychedelischen Forschung oft unterrepräsentiert ist. „Die vorliegende Studie zeigt, dass eine Psilocybin-Behandlung bei Schwarzen und sozioökonomisch benachteiligten Personen, die anfällig für die negativen Auswirkungen von CUD sind, aber in der psychedelischen Forschung unterstudiert wurden, praktikabel umgesetzt werden kann“, schrieben die Autoren. Dieser Fokus auf Diversität stärkt die Relevanz und Anwendbarkeit der Studienergebnisse

Die Forschung trägt zu einer wachsenden Evidenzbasis bei, die das therapeutische Potenzial von Psychedelika für verschiedene Substanzgebrauchsstörungen nahelegt. Laut der Studie „scheint Psilocybin sicher und wirksam bei der Behandlung der Kokaingebrauchsstörung bei Personen aus unterrepräsentierten und vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu sein“, wobei die Autoren jedoch darauf hinweisen, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen und zu erweitern. Parallelstudien haben zudem die Wirksamkeit von Psilocybin bei der Reduktion des Alkoholkonsums und der Unterstützung bei der Rauchentwöhnung hervorgehoben, wie in anderen aktuellen AMA-Veröffentlichungen und bundesstaatlichen Forschungsinitiativen berichtet

Das Interesse an psychedelischen Therapien steigt vor dem Hintergrund gesetzgeberischer Reformbemühungen in den USA, befeuert durch Studien, die eine Zunahme von Mikrodosierungen und breiterem Gebrauch von Substanzen wie Psilocybin zeigen. Dennoch stellen bundesstaatliche Beschränkungen weiterhin Hürden für Forschung und klinische Anwendung dar, da Psilocybin weiterhin als Substanz der Liste I eingestuft ist. Trotz dieser Herausforderungen haben Agenturen wie die National Institutes of Health kürzlich erhebliche Mittel bereitgestellt, um psychedelisch unterstützte Behandlungen für verschiedene Abhängigkeiten, einschließlich Methamphetamin-Gebrauchsstörung, zu erforschen

Aus der Perspektive der Redaktion von OG Lab markiert diese Studie einen Wendepunkt in der Forschung zur Behandlung von Abhängigkeiten und signalisiert, dass psychedelisch unterstützte Therapien bald eine größere Rolle bei der Bewältigung ungedeckter medizinischer Bedürfnisse spielen könnten. Die Repräsentation vulnerabler Bevölkerungsgruppen und die robusten klinischen Ergebnisse setzen einen neuen Standard für zukünftige Studien. Während sich regulatorische Rahmenbedingungen weiterentwickeln und das Interesse an alternativen Behandlungen wächst, sollten die globale Cannabis- und Psychedelika-Industrie diese Entwicklungen genau beobachten, da sie das Potenzial haben, die Suchtbehandlung grundlegend zu verändern

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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