Musa × paradisiaca (Banane)

Banane — kein Baum, sondern ein Riesengewächs aus Südostasien. Der Scheinstamm besteht aus eng gerollten Blattscheiden; jede Pflanze blüht einmal, stirbt dann ab.

Musa × paradisiaca (Banane)

Herkunft

Musa × paradisiaca ist ein in Südostasien aus den Wildarten Musa acuminata und Musa balbisiana gezüchteter Hybridkultivar. Heute wird er in allen tropischen Regionen angebaut; Thailand gehört zu den weltgrößten Produzenten.

Kein Baum — ein Riesenkraut

Trotz einer Wuchshöhe von bis zu 9 m ist die Banane ein monokotyles Riesenkraut der Familie Musaceae. Der scheinbare „Stamm" ist ein Scheinstamm: eng übereinanderliegende Blattscheiden. Der echte Stamm (Rhizom) liegt unter der Erde.

Einmalige Blüte, dann Absterben

Jeder Scheinstamm blüht einmal; nach der Fruchtreife stirbt die Pflanze ab. Die Plantage wird durch Ausläufer (Schösslinge) vom unterirdischen Rhizom erhalten. Die kommerzielle Produktion läuft vollständig vegetativ — Kultivarsfrüchte sind samenlos (Parthenocarpie).

Wild- und Kulturbananen

Wildbananen enthalten harte schwarze Samen und sind kaum essbar. Dessertbananen (z.B. Cavendish) und Kochbananen (Plantains) sind genetisch verwandt, unterscheiden sich aber deutlich in Stärkegehalt, Textur und Geschmack.

Im Botanischen Garten

In unserer Sammlung veranschaulicht die Banane die einzigartige Botanik der Musaceae — ein lebendiges Beispiel dafür, wie jahrtausendelange Volksauslese bescheidene Wildarten in eine der wichtigsten Nahrungspflanzen der Menschheit verwandelt hat.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information.

Quick Answer

Musa × paradisiaca ist ein hybrides Kraut (Musaceae) aus Südostasien. Scheinstamm aus Blattscheiden; jede Pflanze blüht einmal; samenlose Früchte — Parthenocarpie.

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