Alkoholindustrie setzt sich für bundesweite Regulierung von Hanf-THC-Getränken ein, um Marktzugang zu sichern
High TimesBig Alcohol’s Push to Save Hemp THC Drinks Comes With a Catch

Alkoholindustrie setzt sich für bundesweite Regulierung von Hanf-THC-Getränken ein, um Marktzugang zu sichern

Große Verbände der Alkoholindustrie setzen sich für eine bundesweite Regulierung von Hanf-THC-Getränken ein, um deren Legalität zu erhalten, jedoch unter einem alkoholähnlichen System, das den Wettbewerb verändern könnte

Key Points

  • 1Die Wine & Spirits Wholesalers of America setzt sich für eine bundesweite Regulierung von Hanf-THC-Getränken nach dem Vorbild der Alkoholgesetze ein
  • 2Ein bundesweites Verbot berauschender Hanfgetränke soll am 12. November 2026 in Kraft treten, sofern keine neuen Regelungen verabschiedet werden
  • 3Der von der WSWA vorgeschlagene Rahmen umfasst bundesweite Lizenzen, Besteuerung, Produkttests und staatliche Kontrolle des Verkaufs
  • 4Jüngste Bundesgesetze legen eine THC-Grenze von 0,4 Milligramm pro Behälter fest, was die meisten aktuellen Hanfgetränke bedroht
  • 5Das Interesse der Alkoholindustrie signalisiert sowohl Unterstützung für die Kategorie als auch den Versuch, deren regulatorische Zukunft zu beeinflussen oder zu kontrollieren

Während die Bundesregierung ein Verbot von Hanf-THC-Getränken vorbereitet, kämpfen große Branchenverbände der Alkoholindustrie aktiv dafür, diese Produkte legal zu halten – unter einem Regelsystem, das der Alkoholregulierung stark ähnelt. Die Wine & Spirits Wholesalers of America (WSWA) hat eine hochkarätige Kampagne gestartet, in der sie den Kongress auffordert, einen bundesweiten Rahmen zu schaffen, der berauschende Hanfgetränke mit der gleichen Strenge wie alkoholische Getränke reguliert. Dieser Vorstoß erfolgt, während der aktuelle Markt für Hanfgetränke rasant wächst und zunehmend in den traditionellen Alkoholverkauf eindringt, was etablierte Akteure dazu veranlasst, sich eine Rolle bei der Gestaltung der Zukunft dieser Kategorie zu sichern

Der Vorschlag der WSWA geht über eine bloße Ablehnung eines Verbots hinaus. Laut High Times setzt sich die Gruppe für eine umfassende Regulierungsstruktur ein, die bundesweite Lizenzen für Lieferanten und Händler, Besteuerung, verpflichtende Tests, Regeln für Handelspraktiken und staatliche Kontrolle des Einzelhandelszugangs umfasst. „Es geht darum, ob Hanfgetränke als eigenständige, cannabisnahe Kategorie überleben oder ob sie in ein alkoholähnliches System eingegliedert werden, das große Distributoren, große Einzelhändler und Unternehmen mit den finanziellen Mitteln bevorzugt, um bundesweite Lizenzen, Steuerkonformität und staatliche Zugangsregelungen zu bewältigen“, heißt es in dem Artikel. Dieser Ansatz würde wahrscheinlich großen Alkoholunternehmen zugutekommen, die über die Ressourcen verfügen, komplexe Vorschriften einzuhalten, und kleinere Hanfgetränkemarken potenziell an den Rand drängen

Die Dringlichkeit des Engagements der Alkoholbranche wird teilweise durch jüngste Gesetzesänderungen befeuert. Im vergangenen Jahr wurde ein Bundesgesetz verabschiedet, das eine strikte Grenze von 0,4 Milligramm Gesamt-THC pro Behälter für hanfbasiertes Verbrauchermaterial festlegt – ein Schwellenwert, der die meisten aktuellen Hanfgetränke vom Markt verdrängen würde. Da THC-angereicherte Getränke im Einzelhandel an Bedeutung gewannen, erkannten Alkoholunternehmen sie sowohl als Wettbewerbsbedrohung als auch als kommerzielle Chance, was zu verstärkten Lobbybemühungen von Firmen wie Total Wine & More führte

Bundesstaatliche und lokale Regierungen in den USA ringen mit der Frage, wie sie auf den Aufstieg berauschender Hanfgetränke reagieren sollen. Im Februar legte Chicagos Bürgermeister Brandon Johnson ein geplantes stadtweites Verbot dieser Produkte ein und erklärte, der Schritt sei ohne einen umfassenden landesweiten Rahmen verfrüht. Andere Gebiete haben sich für strengere Beschränkungen entschieden oder beginnen, eigene Regulierungsstrukturen zu entwickeln, was die fragmentierte und sich schnell entwickelnde Rechtslage für Hanf-THC-Getränke verdeutlicht

Für Hersteller von Hanfgetränken bringt dieses sich wandelnde Umfeld sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Während die Unterstützung durch mächtige Alkoholinteressen ein vollständiges Verbot verhindern und einen Weg zur Regulierung ebnen könnte, weckt sie auch Befürchtungen hinsichtlich einer Marktdominanz etablierter Akteure. Wie High Times feststellt: „Unterstützung ist Unterstützung, und in einem Moment wie diesem zählt sie. Aber es gibt einen Unterschied zwischen dem Schutz einer Kategorie und dem Bestreben, sie zu dominieren.“

Aus Sicht der Redaktion von OG Lab ist der Vorstoß der Alkohol-Lobby, die Regulierung von Hanf-THC-Getränken mitzugestalten, eine entscheidende Entwicklung für den cannabisnahen Getränkesektor. Er signalisiert, dass Akteure der Mainstream-Industrie ein ernsthaftes Potenzial in diesem Markt sehen und bereit sind, für dessen Fortbestehen zu kämpfen – aber auch dessen Zukunft zu lenken. Branchenbeteiligte sollten genau beobachten, wie sich bundesstaatliche und staatliche Vorschriften entwickeln, da das Ergebnis darüber entscheiden wird, ob Hanfgetränke zugänglich und vielfältig bleiben oder zu einer weiteren streng kontrollierten Erweiterung der Alkoholindustrie werden

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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