Anti-Cannabis-Befürworter profitieren trotz widerlegter Vorhersagen weiter
High TimesThey Said Weed Would Destroy America. They Were Wrong. They’re Still Cashing In.

Anti-Cannabis-Befürworter profitieren trotz widerlegter Vorhersagen weiter

Trotz weitverbreiteter Cannabislegalisierung und sinkender Kriminalitätsraten profitieren Anti-Cannabis-Befürworter wie Alex Berenson weiterhin und beeinflussen die Debatte, obwohl ihre Vorhersagen durch jahrelange Beweise widerlegt sind

Key Points

  • 1Alex Berenson sagte voraus, dass die Legalisierung von Cannabis zu einem Anstieg von Gewaltverbrechen und psychischen Krisen führen würde, doch sechs Jahre Daten stützen diese Behauptungen nicht
  • 2Das FBI meldete von 2023 bis 2024 einen Rückgang der Gewaltverbrechen um 4,5 % und der Morde um 14,9 %, was katastrophale Prognosen widerlegt
  • 3Berensons Newsletter Unreported Truths hat über 236.000 Abonnenten und generiert trotz widerlegter Vorhersagen erhebliche Einnahmen
  • 4Akademische Experten und Forscher haben Berensons Behauptungen öffentlich bestritten und als Fehlinterpretationen wissenschaftlicher Belege bezeichnet
  • 5Die Legalisierung führte zu erheblichen Rückgängen bei Festnahmen wegen Cannabisbesitzes und verringerte somit die Auswirkungen der Strafverfolgung im Bereich Marihuana

Das Fortbestehen der Anti-Cannabis-Bewegung in den Vereinigten Staaten zeigt ein komplexes Zusammenspiel von wirtschaftlichen Anreizen, Medieneinfluss und narrativer Widerstandsfähigkeit. Trotz düsterer Prognosen, dass die Legalisierung von Cannabis zu einem Anstieg von Gewaltverbrechen und psychischen Krisen führen würde, haben umfangreiche Daten der letzten sechs Jahre diese Befürchtungen nicht bestätigt. Laut High Times illustriert der Fall des Autors Alex Berenson, wie prohibitionistische Narrative auch nach empirischer Widerlegung weiterhin profitabel bleiben können. Berenson, einst Reporter der New York Times, veröffentlichte 2019 sein Buch „Tell Your Children“, in dem er vor cannabisinduzierter Psychose und Gewalt warnte, während die Legalisierung auf 24 Bundesstaaten ausgeweitet wurde, ohne dass eine entsprechende Katastrophe eintrat

Berensons Vorhersagen eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs traten nicht ein, da die Kriminalitätsraten in den Legalisierungsstaaten nicht anstiegen und nationale Daten einen Rückgang der Gewaltkriminalität zeigten. Das FBI berichtete von einem Rückgang der Gewaltverbrechen um 4,5 % und einem Rückgang von Mord und nicht fahrlässiger Tötung um 14,9 % zwischen 2023 und 2024. Zudem zeigen bundesweite Umfragen, dass der Marihuanakonsum bei Jugendlichen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten niedrig bleibt. Statt der vorhergesagten psychischen Gesundheitskatastrophe fanden Gesundheitsstudien nur eng definierte Anstiege bei psychosebezogenen Notfällen, vor allem bei Männern im Alter von 25–34 Jahren in Staaten mit schwacher Regulierung hochpotenter THC-Produkte. „Zu sagen, wir hätten festgestellt, dass Cannabis Schizophrenie verursacht, ist einfach falsch – und soll Angst schüren“, erklärte Dr. Ziva Cooper, Mitglied eines National Academies-Komitees

Trotz der Widersprüche durch Daten und Experten im Bereich der öffentlichen Gesundheit bleiben Berensons Medienpräsenz und Einnahmequellen robust. Sein Substack-Newsletter Unreported Truths zählt über 236.000 Abonnenten, wobei kostenpflichtige Stufen geschätzte Einnahmen im unteren bis mittleren sechsstelligen Bereich jährlich generieren. Berensons fortwährende Auftritte auf großen Plattformen wie Fox News und seine Vortragsauftritte tragen zu seiner finanziellen Nachhaltigkeit bei. Hochkarätige Medienberichterstattung, darunter gleichzeitige Beiträge in The New York Times, The Wall Street Journal und The New Yorker, festigten seinen Status als führende Gegenstimme und beeinflussten kurzzeitig politische Debatten, während die Legalisierung in Staaten wie Illinois voranschritt

Die wissenschaftliche und akademische Gemeinschaft hat Berensons Interpretationen konsequent herausgefordert, wobei mehrere Wissenschaftler und Kliniker seine Behauptungen öffentlich als Fehlinterpretationen der Forschung bezeichneten. Offene Briefe von Experten renommierter Institutionen wie Columbia, Harvard und NYU kritisierten seine Arbeit als „auf einer zutiefst ungenauen Fehlinterpretation der Wissenschaft basierend“. Während einige Studien die Notwendigkeit einer Regulierung hochpotenter Cannabisprodukte hervorheben, deutet die Mehrheit der Belege auf die Bedeutung von Marktgestaltung und Produktkontrollen statt auf ein Verbot hin. Forschungen legen nahe, dass medizinisch regulierte Modelle mit besseren psychischen Gesundheitsresultaten korrelieren, und die Legalisierung führte zu deutlichen Rückgängen bei cannabisbezogenen Festnahmen – oft um 40–80 % – wodurch die Auswirkungen der Strafverfolgung im Bereich Marihuana schrumpften

Berensons Weigerung, seine Position trotz zunehmender Evidenz anzupassen, unterstreicht die Rolle finanzieller Anreize bei der Aufrechterhaltung veralteter Narrative. Wie er in einem Interview 2025 erklärte: „Ich denke, das Buch ist der beste Beweis.“ Laut High Times verdeutlicht dies einen breiteren Trend in abonnentenbasierten Medien, bei dem die Pflege der Zuhörerschaft oft wichtiger ist als die Aktualisierung von Positionen auf Basis von Fakten. Für die globale Cannabisbranche signalisiert diese Entwicklung die anhaltende Macht von Narrativen gegenüber Daten im öffentlichen Diskurs. OG Lab merkt an, dass mit dem Fortschreiten der Legalisierung und der Zunahme empirischer Belege Branchenakteure wachsam bleiben sollten gegenüber dem Fortbestehen einflussreicher, aber unbelegter Behauptungen, die Politik und öffentliche Wahrnehmung prägen

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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https://www.oglab.com/de/news/anti-cannabis-befurworter-profitieren-trotz-widerlegter-vorhersagen-weiter-8e445769

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