
Argentinische Züchter stellen die Tradition des Cannabis-Lichtzyklus mit innovativen Superzyklus-Experimenten in Frage
Argentinische Züchter stellen die Normen des Cannabisanbaus in Frage, indem sie mit verlängerten Lichtzyklen experimentieren, was die Innenlandwirtschaft potenziell revolutionieren könnte
Key Points
- 1Argentinische Züchter unter der Leitung von Iván stellen den 12–12-Cannabis-Lichtzyklus in Frage
- 2Superzyklus-Experimente verlängern Lichtzyklen über 24 Stunden hinaus
- 3Experimente deuten darauf hin, dass die Uhren der Pflanzen flexibler sein könnten als angenommen
- 4Das Projekt hat weltweit über 2.000 Teilnehmer angezogen
- 5Potenzial zur Revolutionierung des Cannabisanbaus und der Innenlandwirtschaft
In einem bahnbrechenden Schritt stellt eine Gruppe argentinischer Cannabiszüchter und Forscher unter der Leitung von Iván den seit langem bestehenden Glauben an den 12–12-Lichtzyklus für die Blüte von Cannabis in Frage. Dieser traditionelle Zyklus, der 12 Stunden Licht gefolgt von 12 Stunden Dunkelheit umfasst, ist seit Jahrzehnten der Branchenstandard. Iván und sein Team führen jedoch 'Superzyklus'-Experimente durch, die den Zyklus über 24 Stunden hinaus verlängern und die Frage aufwerfen, ob die innere Uhr der Pflanze so starr ist, wie bisher angenommen
Der 12–12-Lichtzyklus wurde zur Norm aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Kompatibilität mit menschlichen Zeitplänen, nicht unbedingt weil es die optimale Methode für die Pflanzen selbst war. Iváns Experimente beinhalten Zyklen wie 13–13 und 16–16, die gezeigt haben, dass Cannabis-Pflanzen außerhalb des traditionellen Zyklus blühen können, was darauf hindeutet, dass die inneren Rhythmen der Pflanze flexibler sein könnten als angenommen. Diese Erkenntnis könnte erhebliche Auswirkungen auf die Innenlandwirtschaft haben und möglicherweise zu effizienteren Anbaumethoden führen
Iváns Reise in die Cannabiszucht begann in der Hacker-Community von Buenos Aires in den späten 1980er Jahren, wo er ein Talent dafür entwickelte, Systeme zu zerlegen, um deren innere Funktionsweise zu verstehen. Dieser Hintergrund im Hacking hat seinen Ansatz zur Cannabiszucht geprägt, indem er den 12–12-Zyklus als ein System betrachtet, das getestet und möglicherweise neu definiert werden kann. 'Warum behandeln wir zwölf Stunden Licht, als wäre es eine Art göttliches Gesetz?' fragte Iván und hob die kulturelle statt biologischen Grundlage für den Zyklus hervor
Die Auswirkungen dieser Experimente sind enorm, nicht nur für den Cannabisanbau, sondern auch für landwirtschaftliche Praktiken im Allgemeinen. Indem Pflanzen von den Zwängen menschlicher Zeitpläne befreit werden, können Züchter neue evolutionäre Wege erkunden und möglicherweise die Produktion steigern. Iván und sein Partner Alien haben sogar mit anderen Pflanzen wie Erdbeeren und Kirschtomaten experimentiert und festgestellt, dass verlängerte Lichtzyklen zu Hyperproduktion führen können
Mit Blick auf die Zukunft hat Iváns Arbeit bereits eine Gemeinschaft von über 2.000 registrierten Teilnehmern angezogen, von denen etwa 300 aktiv Experimente durchführen. Dieses dezentrale Forschungsnetzwerk fungiert wie ein kollektiver Supercomputer, der Daten und Erkenntnisse austauscht, die die Branche revolutionieren könnten. Wenn diese Superzyklus-Experimente erfolgreich sind, könnten sie die Grundlagen des modernen Cannabisanbaus neu definieren und den Fokus von genetischer Modifikation auf innovative Lichtzyklusmanipulation verlagern