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Balkanländer zeigen wachsendes Interesse an der Legalisierung von medizinischem Cannabis
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Balkanländer zeigen wachsendes Interesse an der Legalisierung von medizinischem Cannabis

Die Balkanregion nimmt zunehmend medizinisches Cannabis an, wobei Kroatien den Weg weist und Slowenien sowie Bosnien-Herzegowina folgen

Key Points

  • 1Kroatien war das erste Balkanland, das 2015 medizinisches Cannabis legalisierte
  • 2MGC Pharmaceuticals arbeitet mit Balkanländern zusammen, um Cannabisprodukte bereitzustellen
  • 3In Slowenien ist die Nutzung von medizinischem Cannabis nach der Legalisierung gestiegen
  • 4Der Wandel der Balkanländer hin zu medizinischem Cannabis spiegelt einen breiteren europäischen Trend wider
  • 5Zukünftige Entwicklungen könnten das wirtschaftliche Wachstum und die Gesundheitsversorgung in der Region beeinflussen

Die Balkanregion entwickelt sich zu einem bedeutenden Akteur im Sektor des medizinischen Cannabis, nachdem Polen und Griechenland kürzlich Schritte unternommen haben, um diese aufstrebende Branche zu unterstützen. Länder auf dem Balkan, wie Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina, erkunden die potenziellen Vorteile von medizinischem Cannabis, wobei Kroatien 2015 als erstes Balkanland die Legalisierung vornahm. Dieser Schritt ermöglicht es kroatischen Ärzten, Cannabis an Patienten zu verschreiben, obwohl der Anbau weiterhin verboten ist, was zu Versorgungsherausforderungen führt

Der Pionierschritt Kroatiens hat den Weg für weitere Entwicklungen in der Region geebnet. Das australische Unternehmen MGC Pharmaceuticals arbeitet daran, Vereinbarungen mit Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina zu treffen, um therapeutische Produkte aus Cannabis bereitzustellen. Die Zusammenarbeit umfasst die Bereitstellung von aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffen (APIs) aus Phytocannabinoiden an diese Länder, die mit etwa 60 Euro pro Gramm bepreist sind. Während Slowenien bereits medizinisches Cannabis legalisiert hat, befindet sich Bosnien-Herzegowina noch im Prozess der Formalisierung seines Ansatzes

Die slowenische Regierung genehmigte Anfang dieses Jahres medizinisches Cannabis, was zu einem signifikanten Anstieg der Patientenzahlen führte, die Cannabis zur Behandlung nutzen. Viele slowenische Patienten hatten bereits potente Cannabisextrakte verwendet, die durch den kanadischen Cannabisbefürworter Rick Simpson populär wurden. Dr. Milan Krek vom Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit Sloweniens äußerte Vertrauen in den regulatorischen Rahmen und erklärte, dass Cannabis seinen Platz in der medizinischen Versorgung sichern wird

Der breitere europäische Kontext zeigt einen Trend hin zu einer zunehmenden Akzeptanz von medizinischem Cannabis. Die Balkanstaaten, mit ihren unterschiedlichen politischen Landschaften, passen sich allmählich diesem Trend an. Griechenland wird beispielsweise voraussichtlich seine Bemühungen um eine kontrollierte Regulierung von Cannabis in den kommenden Jahren fortsetzen. Dieser regionale Wandel spiegelt eine größere globale Bewegung wider, die die therapeutischen Vorteile von Cannabis anerkennt

In Zukunft könnte das Engagement der Balkanländer im Bereich des medizinischen Cannabis erhebliche wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen haben. Durch die Annahme von medizinischem Cannabis könnten diese Nationen Verbesserungen bei den Patientenergebnissen und wirtschaftliches Wachstum durch neue Branchenmöglichkeiten erleben. Die laufenden Entwicklungen auf dem Balkan werden voraussichtlich auch benachbarte Regionen beeinflussen und möglicherweise zu einer einheitlicheren europäischen Haltung gegenüber medizinischem Cannabis führen

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