Berliner Museumsexperten identifizieren potenzielles 56 Millionen Jahre altes Cannabis-Fossil
High TimesWorld’s Oldest Cannabis Plant May Have Been Found in a Berlin Museum — and It’s 56 Million Years Old

Berliner Museumsexperten identifizieren potenzielles 56 Millionen Jahre altes Cannabis-Fossil

Wissenschaftler am Berliner Museum für Naturkunde haben ein fossiles Blatt identifiziert, das das älteste Cannabis-Exemplar der Welt sein könnte und die bisherige Zeitlinie der Cannabis-Gattung verdoppelt sowie deren bekannte Ursprünge infrage stellt

Key Points

  • 1Ein 56 Millionen Jahre altes fossiles Blatt, in Deutschland gefunden, könnte das älteste bekannte Cannabis-Exemplar sein
  • 2Das Fossil wurde erstmals 1883 beschrieben, aber erst kürzlich von Forschern detailliert analysiert
  • 3Die Morphologie des Blattes ähnelt modernen Cannabisblättern stark, doch fehlen mikroskopische Trichome, was eine eindeutige Klassifizierung verhindert
  • 4Bei Bestätigung könnte der Fund aktuelle Theorien, die die Ursprünge von Cannabis in Zentralasien verorten, infrage stellen
  • 5Weitere Untersuchungen im Berliner Museum für Naturkunde laufen, um die Identität des Fossils zu bestätigen

Ein fossiler Blatteindruck, der nahe Eisleben in Deutschland entdeckt wurde und im Berliner Museum für Naturkunde aufbewahrt wird, könnte laut aktueller Forschung das älteste bekannte Cannabis-Exemplar überhaupt darstellen. Wissenschaftler datieren das Fossil in die untere Eozän-Epoche, vor etwa 56 Millionen Jahren, was das bisher akzeptierte Alter der Cannabis-Gattung verdoppeln könnte. Sollte sich dies bestätigen, würde dieser Fund nicht nur die botanische Geschichte der Pflanze neu gestalten, sondern auch langjährige Theorien über ihre geografischen Ursprünge infrage stellen

Ursprünglich im Jahr 1883 von dem Wissenschaftler Paul Friedrich als Cannabis oligocaenica beschrieben, war das Fossil in der Museumssammlung fast 140 Jahre lang weitgehend unbeachtet geblieben. Erst nach einer jüngsten Neubewertung erkannten Forscher die potenzielle Bedeutung des Exemplars. Der Blatteindruck, der in versteinertem Schlamm erhalten ist, weist eine auffallende morphologische Ähnlichkeit mit modernen Cannabispflanzen auf, insbesondere in der Form und Blattaderung

Ludwig Luthardt, Forscher am Museum für Naturkunde Berlin, betonte die Ähnlichkeiten: „Die morphologischen Ähnlichkeiten mit heutigen Cannabisblättern sind auffallend. Nicht nur die Gesamtmorphologie oder die Umrisse der Blätter sind nahezu identisch, sondern auch das Muster der Blattaderung.“ Allerdings fehlen dem Fossil die mikroskopischen Trichome – haarähnliche Strukturen auf Cannabisblättern, die THC enthalten –, was eine eindeutige Zuordnung zur Cannabis-Gattung erschwert. Wie das Museum in einer Pressemitteilung erklärte: „Weitere Untersuchungen sind nun im Gange, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um das mit Abstand älteste bekannte Exemplar der Cannabis-Gattung handelt.“

Diese Entdeckung könnte die weit verbreitete Annahme erschüttern, dass Cannabis seinen Ursprung in Zentralasien hat, insbesondere auf dem Tibetischen Plateau und im Nordwesten Chinas. Frühere Belege, wie Pollenproben aus dem Miozän und molekulare Datierungen moderner Pflanzendna, datierten die Gattung auf 20 bis 28 Millionen Jahre und führten ihre Wurzeln in diese Region zurück. Das deutsche Fossil deutet jedoch auf eine viel ältere und möglicherweise geografisch vielfältigere Geschichte von Cannabis und seinen Verwandten in der Familie der Cannabaceae hin

Forscher warnen, dass die 56-Millionen-Jahre-Datierung vorläufig bleibt, bis weitere Analysen abgeschlossen sind. Dennoch eröffnet der Fund neue Forschungsansätze zu den evolutionären Anpassungen der Pflanze, ihrem historischen Verbreitungsgebiet und sogar den frühesten Interaktionen zwischen Cannabis und Menschen. Luthardt spekulierte, dass noch ältere Cannabis-Vorfahren in wenig erforschten Fossilienfundstellen im Himalaya und Zentralasien auf ihre Entdeckung warten könnten, und sagte: „Fossilienfundstellen sind kaum zugänglich und der Forschungsschwerpunkt auf Floren dieses Alters ist gering.“

Aus Sicht der Redaktion von OG Lab könnte dieser potenzielle Durchbruch das globale Verständnis der Cannabis-Evolution und -Migration grundlegend verändern. Sollte die Identität des Fossils durch weitere Forschung bestätigt werden, müssten Wissenschaftler und Branchenakteure die Herkunftsgeschichte der Pflanze, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Rolle in antiken Ökosystemen neu überdenken. Diese Entdeckung unterstreicht die Bedeutung der Neubewertung historischer Sammlungen und der Ausweitung paläobotanischer Forschung, um die vollständige Geschichte von Cannabis und seinen Platz in der Naturgeschichte zu enthüllen

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