Bermuda steht vor britischem Hindernis, während Grenada Cannabisreform in der Karibik vorantreibt
High TimesThe Caribbean’s Cannabis Domino Effect Has a British Tripwire

Bermuda steht vor britischem Hindernis, während Grenada Cannabisreform in der Karibik vorantreibt

Bermudas Bestrebungen zur Legalisierung von Cannabis stoßen auf ein Veto des Vereinigten Königreichs, im Gegensatz zu Grenadas erfolgreicher Reform, was tiefe politische und regulatorische Gräben in der Karibik offenbart

Key Points

  • 1Grenada entkriminalisierte Cannabis und setzte das gesetzliche Mindestalter auf 21 Jahre, was regionalen Reformschwung signalisiert
  • 2Bermudas Legalisierungsbemühungen stoßen aufgrund internationaler Vertragsverpflichtungen auf ein Veto des Vereinigten Königreichs
  • 3Premierminister Burt warnte, dass fortgesetzte Einmischung des Vereinigten Königreichs die Beziehungen zu Bermuda schädigen könnte
  • 4Die Green Framework Foundation und CariGenetics treiben die Forschung zum Cannabismetabolismus bei karibischen Bevölkerungsgruppen voran
  • 5OG Lab sieht Bermudas Kampf als wichtigen Testfall für Souveränität und internationale Regulierung in der Cannabispolitik

Der jüngste Schritt Grenadas zur Entkriminalisierung von Cannabis hat neuen Schwung in eine wachsende Welle von Drogenpolitikreformen in der Karibik gebracht, doch Bermudas Weg zur Legalisierung bleibt von politischen und rechtlichen Hürden geprägt. Grenada setzte das gesetzliche Mindestalter für Cannabiskonsum auf 21 Jahre und leitete die Löschung geringfügiger Verstöße ein, was eine progressive Veränderung der regionalen Einstellung signalisiert. Diese Entwicklung veranlasste Befürworter dazu, Bermuda als möglichen nächsten Dominostein in der Cannabis-Politiktransformation der Region zu betrachten

Bermuda befindet sich jedoch in einer einzigartigen Position als britisches Überseegebiet, wodurch seine legislativen Ambitionen der Zustimmung des Vereinigten Königreichs unterliegen. Medizinisches Cannabis wurde 2016 auf Bermuda eingeführt, gefolgt von der Entkriminalisierung des Besitzes von bis zu sieben Gramm im Jahr 2017. Dennoch sind Bemühungen, einen umfassenden Regulierungsrahmen zu etablieren, wiederholt ins Stocken geraten, insbesondere mit dem Cannabis Licensing Act von 2022, der von britischen Beamten mit Verweis auf Konflikte mit internationalen Drogenkontrollverträgen blockiert wurde

Die Pattsituation erreichte einen kritischen Punkt, als Rena Lalgie, damals Gouverneurin von Bermuda, bekannt gab, sie sei vom britischen Außenminister „beauftragt“ worden, die königliche Zustimmung zum Cannabis-Legalisierungsgesetz der Progressive Labour Party zu verweigern. Sie erklärte, die Gesetzgebung sei „nicht mit den Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs und Bermudas gemäß dem Einheitsübereinkommen über Suchtstoffe von 1961 und dem Übereinkommen über psychotrope Substanzen von 1971 vereinbar.“ Premierminister Burt reagierte energisch und warnte, dass eine solche Einmischung „die Beziehung, die wir mit dem Vereinigten Königreich hatten, zerstören könnte“, was die sich vertiefenden verfassungsrechtlichen Spannungen unterstreicht

Trotz dieser Rückschläge bleiben lokale Akteure auf Bermuda entschlossen, die Cannabisreform voranzutreiben. Die Green Framework Foundation (GFF) arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Biotech-Startup CariGenetics an der Erforschung genetischer Faktoren, die den Cannabismetabolismus beeinflussen, insbesondere bei Menschen karibischer Abstammung. „Wir arbeiten mit CariGenetics zusammen, um den Menschen zu helfen, zu verstehen, wie Individuen Cannabis metabolisieren“, sagte Kim Nicole Casey, CEO der GFF, und betonte die Notwendigkeit präziser Medizin im medizinischen Cannabisprogramm der Insel. Dr. Carika Weldon, CEO von CariGenetics, ergänzte: „85 % der vielfältigen Weltbevölkerung sind nicht in Wirksamkeits- und Sicherheitstests von Medikamenten eingeschlossen. Die meisten Daten basieren auf europäischen Männern.“

Die Bemühungen Bermudas fanden auch in der lokalen Gemeinschaft Anklang, was sich in den Texten des Musikers Collie Buddz widerspiegelt, der fragt: „When dem a go legalize?“ Die PLP bekräftigte ihr Engagement für die Cannabisgesetzgebung in ihrem Parteiprogramm für 2025, was signalisiert, dass die Reform weiterhin eine politische Priorität darstellt. Mit dem Fortschritt Grenadas als regionalem Vorbild hoffen Befürworter, dass Bermuda seine verfassungsrechtlichen Hindernisse überwinden und eine regulierte Industrie schaffen kann, die sowohl medizinischen Bedürfnissen als auch sozialer Gerechtigkeit Rechnung trägt

Aus Sicht von OG Lab verdeutlicht der Kampf Bermudas das komplexe Zusammenspiel zwischen kolonialer Verwaltung, internationalen Verträgen und lokalen Bestrebungen nach Cannabisreformen. Die anhaltende Pattsituation mit dem Vereinigten Königreich könnte einen Präzedenzfall für andere Territorien schaffen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Während karibische Länder weiterhin progressive Cannabispolitiken vorantreiben, wird das Ergebnis in Bermuda als Prüfstein für die Balance zwischen Souveränität, öffentlicher Gesundheit und internationalem Recht genau beobachtet

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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