
Beschäftigte in Missouris Cannabisbranche erzielen erste Tarifverträge nach Bundesentscheidung
Nach einer entscheidenden Bundesentscheidung konnten Beschäftigte in Missouris Cannabisbranche erstmals Tarifverträge abschließen und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen.
Key Points
- 1Erste Tarifverträge für Cannabisbeschäftigte in Missouri nach Bundesgerichtsurteil
- 2Gewerkschaft UFCW Local 655 unterstützt Organisation und Verhandlungen
- 3Erfolgreiche Gewerkschaftswahlen in Dispensaries und Produktionsbetrieben
- 4Verbesserungen bei Löhnen, Urlaub, Arbeitssicherheit und Altersvorsorge gefordert
- 5Unternehmen zeigen Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Gewerkschaften
In Missouri haben Mitarbeiter von Cannabisunternehmen nach einer wegweisenden Entscheidung der National Labor Relations Board (NLRB) erstmals Tarifverträge abgeschlossen. Die Arbeitnehmer in Columbia sicherten sich durch eine einhellige Abstimmung im High Profile Cannabis-Dispensary höhere Löhne und bezahlten Urlaub. "Jetzt fühlen die Beschäftigten erstmals den Vertragshöhepunkt!", kommentierte die Gewerkschaft UFCW Local 655 auf Facebook.
Die jüngsten Erfolge in Missouri zeigen, wie Beschäftigte in der Cannabisbranche zunehmend ihre Rechte organisieren und durchsetzen. Nach der Legalisierung von Freizeit-Cannabis 2023 stiegen die Arbeitsplätze stark an, was eine Welle von Organisierungskampagnen auslöste. Sean Shannon, Organizing-Direktor bei UFCW Local 655, berichtet: "Die Beschäftigten dachten zunächst, es sei unmöglich, gegen die Unternehmen zu gewinnen, doch jetzt sind sie erfolgreich."
Parallel zu den Dispensary-Mitarbeitern in Columbia haben auch Beschäftigte in Produktions- und Verarbeitungsbereichen von Unternehmen wie Proper Brands und Vibe Cannabis Gewerkschaftswahlen durchgesetzt oder bereiten diese vor. Die Anerkennung als tariffähige Arbeitnehmer wurde durch ein Urteil der NLRB bestätigt, das Post-Harvest-Mitarbeiter von Cannabisunternehmen als schutzberechtigte Arbeitnehmer einstufte.
Die Tarifverträge zielen auf bessere Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze und gerechte Entlohnung ab. Eine Mitarbeiterin von Proper Brands beschreibt die Tarifwahl als "Sieg für eine Stimme am Verhandlungstisch". Der Geschäftsführer von Proper Brands betont die Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft, um eine produktive Arbeitsumgebung zu schaffen.
Neben den Tarifverträgen engagieren sich Beschäftigte auch für bessere Sicherheit und gesundheitliche Standards am Arbeitsplatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vibe Cannabis fordern beispielsweise verbesserte Schutzmaßnahmen gegen Hitze und Atemwegsbelastungen sowie betriebliche Altersvorsorgeoptionen. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Betrieben soll die Effektivität der Organisation weiter stärken.


