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Cannabis Entourage-Effekt gewinnt Anerkennung zur Steigerung des therapeutischen Potenzials
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Cannabis Entourage-Effekt gewinnt Anerkennung zur Steigerung des therapeutischen Potenzials

Der Entourage-Effekt von Cannabisverbindungen verändert die medizinische und Freizeitnutzung, indem er therapeutische Vorteile durch synergetische Wechselwirkungen verstärkt

Key Points

  • 1Cannabisverbindungen interagieren synergetisch und erzeugen den Entourage-Effekt
  • 2Vollspektrumprodukte bieten stärkere Effekte als isoliertes CBD
  • 3Forschung hebt die Rolle der Terpene bei der Verstärkung der Cannabinoideffekte hervor
  • 4Genetische Vielfalt im Cannabis führt zu unterschiedlichen therapeutischen Potenzialen
  • 5Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Replikation des Entourage-Effekts in der Pharmazie

Die Cannabispflanze beherbergt eine Vielzahl von Verbindungen, einschließlich Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden, die zusammen den 'Entourage-Effekt' erzeugen. Dieses Phänomen beschreibt die synergetische Wechselwirkung dieser Verbindungen, die die therapeutischen und psychoaktiven Effekte von Cannabis verstärkt. Da Studien zunehmend die Kraft dieses Effekts demonstrieren, verändert er sowohl die medizinische als auch die Freizeitnutzung von Cannabis

Historisch gesehen konzentrierten sich Cannabisprodukte auf isolierte Cannabinoide wie CBD. Der Anstieg von Vollspektrumprodukten in Fachgeschäften hebt jedoch einen Wandel hervor, der darauf abzielt, den Entourage-Effekt zu nutzen. Diese Produkte, die reich an verschiedenen Cannabinoiden und Terpenen sind, bieten stärkere Effekte als isoliertes CBD. Dieser Wandel unterstreicht die Bedeutung des Verständnisses der komplexen Wechselwirkungen innerhalb von Cannabis, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen

Der israelische Forscher Raphael Mechoulam theoretisierte erstmals 1999 den Entourage-Effekt und schlug vor, dass Terpene die positiven Effekte von THC verstärken und gleichzeitig dessen angstinduzierende Eigenschaften mildern könnten. Der amerikanische Neurologe Ethan B. Russo erweiterte dies und zeigte, wie sekundäre Verbindungen die Effekte von Cannabinoiden verstärken oder abschwächen können. Selbst kleine Mengen von Terpenen haben einen signifikanten Einfluss auf die Gesamtwirkung von Cannabis, was die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes betont

Die genetische Vielfalt von Cannabissorten führt zu unterschiedlichen Profilen von Cannabinoiden und Terpenen, was zu verschiedenen psychoaktiven Effekten führt. Zum Beispiel können spezifische Terpene wie Myrcen die Reaktion des Gehirns auf Cannabinoide verstärken, während andere wie Pinen die Nebenwirkungen von THC ausgleichen können. Diese Vielfalt beeinflusst nicht nur das therapeutische Potenzial der Pflanze, sondern leitet auch die Entwicklung gezielter Behandlungen für Erkrankungen wie Angstzustände und Infektionen

Trotz der wachsenden Evidenz, die den Entourage-Effekt unterstützt, bleiben Herausforderungen bestehen, diese komplexen Wechselwirkungen in pharmazeutischen Produkten zu isolieren und zu reproduzieren. Aktuelle cannabinoidbasierte Medikamente wie Epidiolex und Sativex kratzen nur an der Oberfläche dessen, was der Entourage-Effekt bieten kann. Fortgesetzte Forschung und strategische Investitionen sind entscheidend für die Entwicklung verfeinerter cannabisbasierter Therapien, die das Potenzial der Pflanze vollständig ausschöpfen

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