
Cannabis-Steuern in Cleveland: So profitieren Nachbarschaften jetzt konkret davon
Clevelands Stadtrat will Cannabissteuereinnahmen gezielt in Nachbarschaftsprojekte investieren – was deutsche Touristen über die transparente Nutzung von Cannabissteuergeldern wissen sollten.
Key Points
- 1Clevelands Cannabissteuereinnahmen fließen künftig zu 50 % in lokale Bezirksbudgets.
- 2Jeder der 15 Bezirke erhält rund 21.675 US-Dollar zusätzlich für Projekte vor Ort.
- 3Die Gelder werden für Parks, Polizeiausrüstung und soziale Unterstützung verwendet.
- 4Die Stadtverwaltung prüft den Vorschlag noch, es gab aber bereits ähnliche Debatten bei Glücksspielsteuern.
- 5Transparente und faire Mittelverwendung soll lokale Bevölkerung direkt unterstützen.
In Cleveland sorgt ein neuer Vorschlag des Stadtrats für Bewegung: Ein Teil der Einnahmen aus der Cannabissteuer soll direkt in Projekte der Stadtviertel fließen. Richard Starr, Stadtrat des 5. Bezirks, fordert, dass die Hälfte der städtischen Cannabissteuereinnahmen in sogenannte Neighborhood Equity Funds fließt – Budgets, mit denen Ratsmitglieder gezielt lokale Verbesserungen realisieren können.
Diese Mittel wurden in der Vergangenheit bereits für die Aufwertung von Parks, die Ausstattung von Polizeisportprogrammen und den Kauf von Lebensmittelgutscheinen genutzt. Starr betont: „Legalization created opportunity. This ordinance ensures that this opportunity is shared, shared fairly, shared transparently and shared with the residents who made it possible.“ Damit sollen gerade die Bevölkerungsgruppen profitieren, die die Legalisierung erst ermöglicht haben.
Die Einnahmen aus der Cannabissteuer sind mit rund 650.000 US-Dollar im Jahr 2025 zwar vergleichsweise gering, doch die geplante Umverteilung würde jedem der 15 Bezirke etwa 21.675 US-Dollar zusätzlich für eigene Projekte ermöglichen. Diese Mittel ergänzen bereits bestehende Budgets der Bezirksräte, die für lokale Infrastruktur und soziale Maßnahmen verwendet werden.
Der Vorschlag stößt auf unterschiedliche Reaktionen: Die Stadtverwaltung von Bürgermeister Justin Bibb prüft die Initiative noch, während es in der Vergangenheit bei ähnlichen Forderungen nach mehr Geld aus Glücksspielsteuern Widerstand gab. Starr sieht die Umverteilung jedoch nicht als Konkurrenz zum Bürgermeisteramt, sondern als eine „faire Teilhabe an den Chancen, die die Legalisierung geschaffen hat.“
Diese Entwicklung zeigt, wie Cannabissteuern in Städten wie Cleveland konkret zur Verbesserung des Lebensumfelds vor Ort eingesetzt werden können. Für deutsche Touristen, die sich mit den Regulierungen und Entwicklungen in der Cannabisbranche beschäftigen, ist dies ein Beispiel, wie Steuereinnahmen aus legalen Cannabisverkäufen transparent und bürgernah eingesetzt werden können. OG Lab – eine lizenzierte Farm und Apotheke auf Koh Samui – steht für eine ähnliche Professionalität und Regelkonformität in Thailand.


