
Der Stopp des Cannabisgebrauchs führt zu intensiven Träumen und Schlafstörungen
Der Verzicht auf Cannabis kann zu intensiven Träumen und Schlafstörungen führen, während die Forschung seine Auswirkungen auf den REM-Schlaf und die Toleranz untersucht
Key Points
- 1Der Verzicht auf Cannabis kann zu intensiven Träumen und Albträumen führen
- 2Cannabiskonsum verändert die REM-Phase und beeinflusst die Traumintensität
- 3Toleranz gegenüber Cannabis kann beim Absetzen zu einem Wiederaufleben von Symptomen führen
- 4Die Forschung zu Cannabis und Schlaf entwickelt sich weiterhin
- 5Gute Schlafhygiene kann helfen, Entzugseffekte zu mildern
Wenn regelmäßige Cannabisnutzer beschließen, aufzuhören, können sie signifikante Veränderungen in ihren Schlafmustern erleben, einschließlich intensiverer Träume und potenzieller Albträume. Laut dem Biologen Diego Golombek kann der Konsum von Cannabis die REM-Phase des Schlafs verändern, die entscheidend für lebhafte Träume ist. Diese Veränderung kann dazu führen, dass während des Cannabisgebrauchs weniger Träume auftreten, aber sobald der Gebrauch eingestellt wird, können die Träume mit erhöhter Intensität zurückkehren
Die wissenschaftliche Gemeinschaft untersucht weiterhin die Auswirkungen von Cannabis auf den Schlaf, wobei aktuelle Forschungen darauf hinweisen, dass Cannabis den Schlaf für einige verbessern kann, jedoch auch die Schlafqualität im Laufe der Zeit beeinträchtigen kann. Golombek erklärt, dass jeder pharmakologisch induzierte Schlaf, einschließlich des durch Cannabis beeinflussten, die Schlafarchitektur stören kann, was zu häufigem Erwachen und veränderten Schlafphasen führt
Es wurde gezeigt, dass Cannabis den Schlaf fördert, indem es die Aktivität von schlafanregenden Neurotransmittern wie Adenosin erhöht. Langfristiger Gebrauch kann jedoch zu einer Toleranz führen, was bedeutet, dass der Körper sich an die Substanz gewöhnt und sie verlangt, wenn sie nicht mehr verfügbar ist. Dies kann zu einem Wiederaufleben von Symptomen führen, einschließlich lebhafterer Träume, sobald der Cannabisgebrauch eingestellt wird
Trotz der anekdotischen Beweise und der laufenden Forschung gibt es noch viel zu lernen, wie Cannabis den Schlaf beeinflusst. High Times führte eine Umfrage durch, bei der 76 % der Befragten angaben, während einer Cannabis-Entgiftung intensivere Träume zu erleben. Golombek rät denjenigen, die mit Cannabis aufhören, gängige Schlafhygienepraktiken zu befolgen, wie z. B. einen regelmäßigen Schlafrhythmus aufrechtzuerhalten und Stress zu reduzieren, um diese Effekte zu mildern