
Die Hanfindustrie bereitet sich auf eine bundesweite Neudefinition und mögliche Verbote vor
Die Hanfindustrie steht vor einem potenziellen Umbruch, da eine bundesweite Neudefinition viele THC-Produkte bis November 2026 verbieten könnte, was Unternehmen dazu zwingt, Strategien für das Überleben zu entwickeln
Key Points
- 1Die bundesweite Neudefinition von Hanf, die für November 2026 geplant ist, könnte viele THC-Produkte verbieten
- 2Branchenführer setzen sich während der Übergangsfrist für günstige Vorschriften ein
- 3Die FDA wird voraussichtlich bald neue Leitlinien zu zulässigen Cannabinoiden herausgeben
- 4Die Reaktionen auf staatlicher Ebene könnten variieren, wobei einige die Hanfvorschriften verschärfen
- 5Unternehmen bereiten sich darauf vor, sich an regulatorische Veränderungen anzupassen und zu pivotieren
Die Hanfindustrie steht vor einem kritischen Moment, da eine bundesweite Neudefinition von Hanf im November 2026 in Kraft treten soll, die viele THC-Produkte aus Hanf potenziell illegal machen könnte. Diese bevorstehende Veränderung hat Unternehmen wie The Georgia Hemp Co., geleitet von Joe Salome, dazu veranlasst, Strategien zu entwickeln, um mit dem drohenden Verbot umzugehen. Salome, der einst die Ambition hatte, seine THC-Getränkelinie in große Einzelhändler auszubauen, konzentriert sich nun darauf, den Umsatz zu maximieren, bevor die regulatorische Veränderung eintritt
Das Unternehmen von Salome war bereit für ein signifikantes Wachstum und nutzte seine Partnerschaft mit den Atlanta Braves der Major League Baseball als offiziellen CBD-Partner. Allerdings droht die bundesweite Neudefinition, die 28,3 Milliarden Dollar schwere nationale Hanfindustrie zu stören, da sie die durch das Farm Bill von 2018 geschaffene Gesetzeslücke schließen wird, die bestimmten THC-Produkten aus Hanf zum Aufblühen verhalf. Diese Veränderung hat die Expansionspläne vieler Unternehmen, einschließlich The Georgia Hemp Co., die eine Verteilung über große Lebensmittelketten ins Auge gefasst hatte, auf Eis gelegt
Führungskräfte und Befürworter der Branche geben nicht kampflos auf. Jake Bullock, CEO des auf niedrig dosierte Hanf-THC-Getränke spezialisierten Unternehmens Cann, sieht die Situation als Chance und nicht als Verbot. Bullock, der aktiv im Kongress lobbyiert, glaubt, dass die einjährige Übergangsfrist eine Gelegenheit ist, günstige Vorschriften zu etablieren, die es Hanfgetränken ermöglichen könnten, auf dem Markt zu bleiben. Er bleibt optimistisch, dass die Regeln zwischen niedrig dosierten Getränken und potenteren Produkten wie Super-Gummibärchen und THCA-Blüten unterscheiden werden
Die regulatorische Landschaft für Hanf ist komplex und mit Herausforderungen behaftet. Die U.S. Food and Drug Administration wird voraussichtlich innerhalb der nächsten drei Monate Leitlinien zu zulässigen Cannabinoiden veröffentlichen, die der Branche etwas Klarheit verschaffen könnten. Allerdings hat die Unsicherheit bereits dazu geführt, dass einige Bundesstaaten in Erwägung ziehen, ihre eigenen Hanfvorschriften zu verschärfen, wie man in Illinois sieht, wo Gouverneur JB Pritzker ein mögliches Verbot von berauschenden Hanfprodukten signalisiert hat
In die Zukunft blickend, bereitet sich die Hanfindustrie auf ein dynamisches Jahr der Anpassung und potenzieller Wendepunkte vor. Unternehmen wie The Georgia Hemp Co. ziehen verschiedene Strategien in Betracht, um rentabel zu bleiben, wie beispielsweise den Fokus auf Produkte zu verlagern, die unter den neuen Vorschriften möglicherweise legal bleiben. Vince Sliwoski, ein auf Cannabis spezialisierter Anwalt, schlägt vor, dass Unternehmen in Bundesstaaten mit regulierten Hanfindustrien eine bessere Überlebenschance haben könnten als solche, die online ohne staatliche Aufsicht tätig sind
Die umfassenderen Auswirkungen der bundesweiten Neudefinition sind noch im Gange, wobei viele in der Branche einen „abwarten und sehen“-Ansatz verfolgen. Während einige Betreiber sich auf das Schlimmste vorbereiten, sind andere optimistisch, dass die Advocacy-Bemühungen zu einem günstigeren regulatorischen Umfeld führen werden. Das Ergebnis wird von den Handlungen der Bundesregulierungsbehörden, der Staatsregierungen und der Hanfindustrie selbst abhängen, während sie durch diese Phase der Unsicherheit navigieren
Trotz der Herausforderungen bleiben Brancheninsider wie Salome vorsichtig optimistisch. Er glaubt, dass, während einige Marken möglicherweise die regulatorischen Änderungen nicht überstehen, die Hanfindustrie insgesamt sich anpassen und bestehen wird. Salome hat sein Unternehmen auf potenzielle Störungen vorbereitet, indem er Klauseln in Mietverträge und Verträge aufgenommen hat, die Flexibilität als Reaktion auf regulatorische Veränderungen ermöglichen. Diese strategische Voraussicht könnte entscheidend sein, während die Branche sich auf das vorbereitet, was vor ihr liegt