Back to news
Die neue Richtlinie des DOJ zu Cannabisverfolgungen wirft Fragen zu Bidens Ansatz auf
High TimesFeds Greenlight ‘Rigorous’ Low-Level Cannabis Prosecutions, Raising Questions Over Whether Biden’s Softer Approach Was Ever Real Policy

Die neue Richtlinie des DOJ zu Cannabisverfolgungen wirft Fragen zu Bidens Ansatz auf

Die jüngste Richtlinienänderung des Justizministeriums zu Cannabisverfolgungen wirft Fragen zur Haltung der Biden-Administration gegenüber niedrigstufigen Cannabisvergehen auf

Key Points

  • 1DOJ erlaubt Bundesstaatsanwälten, niedrigstufige Cannabisfälle erneut zu verfolgen
  • 2Wyomings US-Staatsanwalt plant die Durchsetzung von Cannabisgesetzen auf Bundesland
  • 3NORML fragt sich, ob Bidens sanfterer Cannabisansatz jemals formalisiert wurde
  • 4Reaktionen in Wyoming umfassen Kritik von Cannabisnutzern
  • 5Nationale Auswirkungen des Richtungswechsels des DOJ bleiben unklar

In einem bedeutenden Richtungswechsel hat das US-Justizministerium stillschweigend Bundesstaatsanwälten ermöglicht, niedrigstufige Cannabisfälle wieder zu verfolgen und damit frühere Richtlinien zur einfachen Marihuanabesitz aufzuheben. Diese Entwicklung wurde erstmals von der US-Anwaltskanzlei für den Distrikt Wyoming bekannt gegeben, die ihre Absicht ankündigte, den Cannabisbesitz auf Bundesland wie den Nationalparks Yellowstone und Grand Teton "rigoros zu verfolgen". Die Änderung folgt auf ein Memo vom 29. September des DOJ, obwohl das Dokument selbst nicht veröffentlicht wurde, was den Umfang und die Auswirkungen der Richtlinie etwas unklar lässt

Der US-Staatsanwalt Darin Smith, der Wyoming vertritt, hat sich lautstark für die Umsetzung der neuen Richtlinie ausgesprochen und betont, dass Marihuana-Vergehen auf Bundesland wieder nach Bundesrecht angeklagt werden. Smith wies darauf hin, dass die frühere Haltung der Biden-Administration die Verfolgung von Vergehen auf Bundesland eingeschränkt hatte, was auf einen bedeutenden Richtungswechsel in der Politik hindeutet. Weder das DOJ-Hauptquartier noch Smiths Büro haben jedoch das tatsächliche Memo oder die vorherige Richtlinie bereitgestellt, die angeblich aufgehoben wurde, was Fragen zur Transparenz und zu den wahren Absichten hinter dem Richtungswechsel aufwirft

Der Schritt hat die Aufmerksamkeit von Interessengruppen wie NORML auf sich gezogen, die in Frage stellten, ob die Biden-Administration jemals eine formalisierte Politik der Nachsicht gegenüber niedrigstufigen Cannabisvergehen eingeführt hat. Öffentliche Erklärungen und Massenbegnadigungen der Administration hatten einen sanfteren Ansatz angedeutet, aber ohne eine formelle schriftliche Richtlinie könnten diese Maßnahmen nicht so bindend gewesen sein, wie zuvor gedacht. NORML hat die Unsicherheit rund um den neuesten Schritt des DOJ hervorgehoben, insbesondere angesichts der Unklarheit darüber, ob andere Bezirke ähnliche Haltungen einnehmen werden

Die Reaktionen in Wyoming waren schnell, wobei Cannabisnutzer Unzufriedenheit über die erneuten Durchsetzungsbemühungen äußerten. Trotz der strengen Cannabisgesetze in Wyoming greifen viele Besucher auf legales Cannabis im benachbarten Montana zurück, bevor sie Bundesland wie Yellowstone betreten. US-Staatsanwalt Smith hat Marihuana als "Gefahr für die öffentliche Sicherheit" bezeichnet und besteht darauf, das Bundesrecht unabhängig von der staatlichen Legalität durchzusetzen, eine Haltung, die Cannabisnutzer davon abhalten könnte, Nationalparks zu besuchen

Die breiteren Auswirkungen des Richtungswechsels des DOJ bleiben ungewiss, da kein anderes US-Anwaltsbüro öffentlich Pläne angekündigt hat, die Verfolgung einfacher Besitzvergehen zu erhöhen. Die Cannabis Business Times deutet darauf hin, dass der Schritt des DOJ möglicherweise nicht darauf abzielt, eine schriftliche Richtlinie umzukehren, sondern vielmehr die Prioritäten unter der aktuellen Administration neu zu definieren. Bis das DOJ mehr Klarheit bietet oder andere Bezirke ihre Positionen bekannt geben, bleibt die nationale Auswirkung dieser Richtungsänderung spekulativ

Während sich diese Situation entfaltet, wirft das Fehlen eines formellen Memos der Biden-Administration zur Cannabisdurchsetzung Fragen über das Engagement der Administration zur Reform der bundesstaatlichen Cannabisrichtlinien auf. Historisch gesehen hat sich die bundesstaatliche Haltung zur Cannabisdurchsetzung verändert, wobei das Cole-Memo aus der Obama-Ära eine gewisse Nachsicht bot, nur um von der Trump-Administration aufgehoben zu werden. Beobachter und Interessengruppen verfolgen nun gespannt, wie sich diese neue Richtlinie auf Cannabisnutzer und den breiteren bundesstaatlichen Ansatz zur Cannabisregulierung auswirken wird

Share

https://oglab.com/de/news/die-neue-richtlinie-des-doj-zu-cannabisverfolgungen-wirft-fragen-zu-bidens-ansatz-auf-af8ce5aa

Want to read more?

Check out more articles and cannabis news