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Drogengesetze überdenken: Freude annehmen, um Schäden zu reduzieren
High TimesThe War on Drugs Failed Because It Never Understood Why People Use Drugs

Drogengesetze überdenken: Freude annehmen, um Schäden zu reduzieren

Neue Ansätze in der Drogenpolitik betonen das Freudemanagement, um Schäden zu reduzieren und die Gesundheitsresultate zu verbessern

Key Points

  • 1Traditionelle Drogenpolitiken konzentrieren sich auf Kosten und übersehen Freude als Motivator
  • 2Freudemanagement schlägt vor, Drogenpolitikanalysen mit den Motivationen der Nutzer zu beginnen
  • 3Forschung hebt vielfältige Motivationen für Drogenkonsum hervor, einschließlich Freude und Verbindung
  • 4Maßgeschneiderte Strategien zur Schadensminderung können Gesundheitsresultate verbessern und Kosten senken
  • 5Einige Regierungen beginnen, Freudemanagement in die Politik zu integrieren

Der traditionelle Ansatz der Drogenpolitik konzentriert sich stark auf die finanziellen und sozialen Kosten des Drogenkonsums, übersieht jedoch oft einen grundlegenden Grund, warum Menschen Drogen konsumieren: Freude. Laut dem National Institute on Drug Abuse gibt die US-amerikanische Regierung jährlich etwa 193 Milliarden Dollar für die Folgen des illegalen Drogenkonsums aus. Dieser Ansatz hat jedoch versäumt, die menschlichen Verhaltensweisen und Motivationen hinter dem Drogenkonsum zu berücksichtigen, wie das Streben nach Freude, Verbindung und Zugehörigkeit

Eine neue Perspektive entwickelt sich unter Forschern und Befürwortern der Schadensminderung, die vorschlagen, dass Drogenpolitiken mit einem Verständnis von Freude und nicht von Angst beginnen sollten. Dieser Ansatz, bekannt als 'Freudemanagement', zielt darauf ab, die Vorteile anzuerkennen, die Nutzer aus Substanzen ziehen, während gleichzeitig Wege gefunden werden, Risiken zu minimieren. Der von Daniel Bear und Kollegen vorgeschlagene Rahmen des Achtsamen Konsums und der Nutzenmaximierung (MCBM) betont, die Nutzer nach ihren Motivationen zu fragen und wie man die Vorteile, die sie suchen, bewahren kann, während man Schäden minimiert

Kulturelle und historische Kontexte unterstützen diesen Perspektivwechsel weiter. Zara Snapp vom Instituto RIA hebt hervor, wie psychoaktive Pflanzen in ganz Lateinamerika für spirituelle und soziale Zwecke verwendet wurden. Diese historische Nutzung unterstreicht die Vorstellung, dass Drogenkonsum nicht nur mit Risiken verbunden ist, sondern auch mit der Förderung von Verbindung und Einsicht. Ähnlich argumentiert Silvia Inchaurraga, Präsidentin von ARDA, dass Schadensminderung das Recht der Einzelnen auf Drogenkonsum anerkennen muss, während der Fokus auf der Reduzierung von Schäden liegt

Forschungsstudien zeigen, dass Freude ein bedeutender Faktor beim Drogenkonsum in verschiedenen Kontexten ist. So identifizierte eine Studie von Khary Rigg über afroamerikanische MDMA-Nutzer sexuelle Freude als primären Motivator, was im Gegensatz zu den empathiegetriebenen Erzählungen anderer Gruppen steht. Diese Vielfalt an Motivationen deutet darauf hin, dass Strategien zur Schadensminderung auf spezifische Gemeinschaften zugeschnitten werden müssen, um wirksam zu sein. In Orten wie Brooklyn und Lateinamerika haben Nutzer eigene Methoden entwickelt, um Freude mit Sicherheit in Einklang zu bringen, was einen proaktiven Ansatz für den Konsum demonstriert

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Drogenpolitik sind erheblich, wobei die meisten Mittel auf strafende Maßnahmen und nicht auf präventive Strategien gerichtet sind. Laut der Drug Policy Alliance verschärfen diese Politiken die Probleme, die sie zu lösen versuchen, insbesondere in marginalisierten Gemeinschaften. Befürworter wie Silvia Inchaurraga betonen, dass die Anerkennung der Motivationen hinter dem Drogenkonsum und die Unterstützung von Initiativen zur Schadensminderung zu erheblichen Kosteneinsparungen und besseren Gesundheitsresultaten führen können. Während einige Regierungen beginnen, das Konzept des Freudemanagements in ihre Politiken zu integrieren, gibt es Hoffnung auf effektivere und humanere Drogenregulierungen

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