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Forscher der Oregon State University schlagen ein standardisiertes Cannabis-Aroma-Lexikon vor
Cannabis Science Tech<![CDATA[New Study Proposes Common Vocabulary for Describing Cannabis Aromas]]>

Forscher der Oregon State University schlagen ein standardisiertes Cannabis-Aroma-Lexikon vor

Forscher der Oregon State University haben ein standardisiertes Vokabular zur Beschreibung von Cannabis-Aromen entwickelt, um das Verständnis der Verbraucher und die Markttransparenz zu verbessern

Key Points

  • 1OSU-Forscher schlagen ein standardisiertes Cannabis-Aroma-Vokabular vor
  • 2Die Studie umfasste 24 Teilnehmer, die 91 Cannabisproben bewerteten
  • 3Die Forschung hebt die Einschränkungen der Verwendung chemischer Zusammensetzung zur Aromaqualität hervor
  • 4Die Studie zielt darauf ab, Züchtungsbemühungen zu leiten und Produktionsmethoden zu optimieren
  • 5Zukünftige Studien werden das Lexikon erweitern und zusätzliche Variablen berücksichtigen

In einer bahnbrechenden Studie haben Forscher der Oregon State University (OSU) ein standardisiertes Vokabular zur Beschreibung der Aromen von Cannabis und Hanf vorgeschlagen. Diese Initiative zielt darauf ab, eine erhebliche Wissenslücke in der Cannabisindustrie zu schließen, in der das Aroma aufgrund von bundesstaatlichen Einschränkungen, die die Forschung begrenzen, weitgehend als Qualitätsmerkmal übersehen wurde. Traditionell wurde die Qualität von Cannabis anhand der Potenz bewertet, was potenzielle Gesundheitsrisiken birgt. "Aroma spielt eine Schlüsselrolle dabei, wie Verbraucher die Qualität von Cannabis beurteilen, doch bis jetzt gab es keine standardisierte Sprache, um es zu beschreiben", sagte Tom Shellhammer, Professor für Lebensmittelwissenschaft und -technologie an der OSU. Die Studie, die in PLoS One veröffentlicht wurde, bietet einen Rahmen für ein gemeinsames Vokabular, das sowohl Verbrauchern, Einzelhändlern als auch Züchtern zugutekommen könnte

Die Studie umfasste ein Panel von 24 Teilnehmern im Alter von 21 bis 70 Jahren, die das Aroma von 91 Cannabisproben bewerteten. Diese Proben wurden in Typ I (THC-dominant) und Typ III (CBD-dominant) kategorisiert und stammten aus drei verschiedenen US-Bundesstaaten und der Schweiz. Die Panelteilnehmer, die aus den sensorischen Bewertungsgremien der OSU und Cannabis-Einzelhändlern rekrutiert wurden, erhielten eine Schulung, um sich mit den Aromastandards vertraut zu machen, bevor sie die Proben bewerteten. Die Studie verwendete ein Lexikon von 25 beschreibenden Wörtern, wie fruchtig, holzig, muffig und chemisch, die ursprünglich aus Kommentaren von Juroren beim Cultivation Classic 2020, einem kommerziellen Cannabis-Wettbewerb, gesammelt wurden

Die Forschung umfasste auch eine detaillierte Analyse der Terpen- und flüchtigen Schwefelverbindungen (VSC). Während die Terpenanalyse von einem kommerziellen Labor durchgeführt wurde, fand die VSC-Analyse an der OSU statt. Die Studie hob die Einschränkungen hervor, die mit der ausschließlichen Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung zur Bewertung der Aromaqualität verbunden sind, und deutete darauf hin, dass ein standardisiertes Lexikon zu informierteren Beschreibungen von Sorten und einem transparenteren Markt führen könnte. "Diese Ergebnisse betonen die Einschränkungen der chemischen Zusammensetzung als Stellvertreter für die Aromaqualität", bemerkten die Forscher

Die Auswirkungen dieser Studie sind erheblich für die Cannabisindustrie, die sich von unregulierten zu legalen Rahmenbedingungen wandelt. Mit der Weiterentwicklung der Branche wird es zunehmend wichtiger, den Verbrauchern Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um die Produktqualität über die Potenz und den Terpengehalt hinaus zu bewerten. Die Forscher betonten die Notwendigkeit zukünftiger Studien, um das Lexikon weiter auszubauen und zusätzliche beschreibende Wörter wie grasig, kiefernartig und sandalholzartig zu integrieren. Sie schlugen auch vor, mehr Blütenproben einzubeziehen und Variablen wie Herkunft des Betriebs, Erntezeitpunkt, Trocknungsmethoden, Lagerung und Schnittstil zu berücksichtigen

Letztendlich tragen die Ergebnisse der Studie zu den laufenden Bemühungen bei, ein umfassendes Vokabular für Cannabis-Aromen zu entwickeln. "Wenn das hier vorgestellte Lexikon weiter ausgebaut und mit einem global repräsentativeren Probenumfang ergänzt wird, können die vorhandenen Attribute umfassender und repräsentativer für die breite Palette von Cannabis-Aromen werden", schlossen die Forscher. Solche Erkenntnisse werden voraussichtlich die Züchtungsbemühungen leiten und die Produktionsmethoden optimieren, um die aromatische und erfahrungsbezogene Qualität von Cannabisprodukten zu verbessern. Tom Shellhammer fügte hinzu: "Diese Arbeit legt den Grundstein dafür, den Verbrauchern Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um die Produktqualität über Terpene und THC hinaus zu bewerten."

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