
Frankreich bewegt sich auf ein Verbot von HHC-Produkten zu
Frankreich plant, HHC-Produkte aufgrund von Gesundheitsbedenken zu verbieten, wobei innerhalb von Wochen mit Maßnahmen zu rechnen ist, so Gesundheitsminister François Braun
Key Points
- 1Frankreich plant, HHC-Produkte aufgrund von Gesundheitsbedenken zu verbieten
- 2Gesundheitsminister François Braun erwartet innerhalb von Wochen Maßnahmen
- 3HHC ist nicht in den UN-Drogenkonventionen aufgeführt, was die Kontrolle erschwert
- 4Ermittlungen zu den Auswirkungen von HHC sind im Gange, Ergebnisse werden im Juni erwartet
- 5Bedenken betreffen Produktsicherheit und fehlende Rückverfolgbarkeit
Frankreich steht kurz davor, den Verkauf von Produkten, die Hexahydrocannabinol (HHC) enthalten, zu verbieten, wie Gesundheitsminister François Braun angekündigt hat. Am 15. Mai erklärte Braun, dass das Verbot innerhalb von Wochen umgesetzt werden könnte, was die wachsende Besorgnis der Regierung über die potenziellen Gesundheitsrisiken der Substanz widerspiegelt
HHC, eine psychoaktive Verbindung, die THC ähnlich ist und in Cannabis vorkommt, ist derzeit nicht in den Drogenkonventionen der Vereinten Nationen von 1961 und 1971 aufgeführt, was die Regulierung erschwert. Das Europäische Beobachtungszentrum für Drogen und Drogenabhängigkeit (EMCDDA) überwacht HHC als neue psychoaktive Substanz, aber die pharmakologischen und verhaltensbezogenen Auswirkungen auf den Menschen sind weitgehend unerforscht
Das potenzielle Verbot erfolgt, nachdem Länder wie Finnland, Österreich und die Schweiz bereits Schritte unternommen haben, um HHC zu kontrollieren. Anne Batisse vom Pariser Addictovigilance Centre weist darauf hin, dass Frankreich Substanzen normalerweise auf der Grundlage von Gesundheitskomplikationen klassifiziert, die Daten zu HHC jedoch weiterhin spärlich sind. Der Rechtsexperte Yann Bisiou schlägt vor, dass ein Verbot von HHC eine Einstufung als Betäubungsmittel erfordern würde, was langwierige Studien zur Nachweisführung von Gesundheitsrisiken für die Öffentlichkeit nach sich ziehen könnte
Das Gesundheitsministerium hat Ermittlungen über regionale Addictovigilance-Zentren eingeleitet, um die Auswirkungen von HHC zu bewerten, wobei erste Ergebnisse im Juni erwartet werden. Ein gemeldeter Fall psychoaktiver Wirkungen von mit HHC versetztem CBD hat bereits Alarm ausgelöst, so die Generaldirektion Gesundheit. Batisse warnt vor den Gefahren für uninformierte Nutzer, die fälschlicherweise glauben könnten, HHC sei eine sichere, legale Alternative zu Cannabis
Die Bedenken erstrecken sich über Gesundheitsrisiken hinaus und umfassen Fragen der Produktsicherheit und Transparenz. Verbände heben das Fehlen von Rückverfolgbarkeit und die potenzielle Kontamination mit Schwermetallen und Lösungsmitteln in HHC-Produkten hervor. Diese Argumente spiegeln frühere Debatten über die Regulierung von CBD wider und unterstreichen die Notwendigkeit einer strengen Aufsicht in aufkommenden cannabisbezogenen Märkten