
Frankreich sieht sich medizinischem Cannabis-Mangel gegenüber
Das medizinische Cannabisprogramm in Frankreich steht vor Herausforderungen, da wichtige Produkte ausgehen, was Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Programms und der Patientenversorgung aufwirft
Key Points
- 1Das medizinische Cannabisprogramm in Frankreich sieht sich Produktmängeln gegenüber
- 2Wichtige Cannabisöle, einschließlich CBD:THC 20:1, sind nicht verfügbar
- 3Gesundheitsfachkräfte äußern Bedenken hinsichtlich der Behandlungsoptionen
- 4DGS wird für administrative Verzögerungen bei Ausschreibungsprozessen kritisiert
- 5Bevorstehendes Treffen zur Behandlung von Legalisierungs- und Erstattungsfragen
Das Experimentierprogramm für medizinisches Cannabis in Frankreich steht aufgrund eines Mangels an wichtigen Cannabisprodukten vor erheblichen Rückschlägen. Der Mangel verschärfte sich am 19. April, als das CBD:THC 20:1-Öl, eine empfohlene Alternative, nachdem das meistverschriebene Produkt ausgegangen war, ebenfalls nicht mehr verfügbar wurde. Diese Entwicklung hat Bedenken hinsichtlich der Durchführbarkeit des laufenden Experiments aufgeworfen, das darauf abzielt, das therapeutische Potenzial von Cannabis zur Behandlung verschiedener Erkrankungen zu bewerten
Der Mangel hat die Gesundheitsfachkräfte in eine schwierige Lage gebracht, da sie Schwierigkeiten haben, effektive Behandlungsoptionen für Patienten bereitzustellen. Professor Authier, eine Schlüsselperson im Programm, äußerte seine Bedenken über die Situation und wies darauf hin, dass der Mangel an verfügbaren Produkten die Gesundheitsfachkräfte davon abhalten könnte, am Programm teilzunehmen. Besonders betroffen sind Patienten mit neuropathischen Schmerzen, die auf spezifische Cannabisformulierungen angewiesen sind
Die französische Generaldirektion für Gesundheit (DGS) wurde für ihr Vorgehen in dieser Situation kritisiert. Laut Professor Authier trugen administrative Verzögerungen bei der Ausschreibung neuer Lieferanten zur aktuellen Krise bei. Little Green Pharma, das australische Unternehmen, das die Öle liefert, entschied sich, seinen Vertrag nicht zu verlängern, nachdem es in den letzten zwei Jahren erhebliche Kosten verursacht hatte, was das Programm in einen prekären Zustand versetzte
Als Reaktion auf die Krise hat die DGS eine zweite Ausschreibung initiiert, um einen neuen Lieferanten für das CBD 50-Öl zu finden, mit einer möglichen dritten Ausschreibung für das 20:1-Öl. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Lieferkette zu stabilisieren und die Fortführung des Programms für medizinisches Cannabis sicherzustellen. Ein für den 21. April angesetztes Treffen wird den Status von medizinischem Cannabis, dessen Erstattung und mögliche Legalisierung in Frankreich behandeln
Der Mangel hat weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft von medizinischem Cannabis in Frankreich. Während das Land die Möglichkeit evaluiert, Cannabis in sein Gesundheitssystem zu integrieren, sind zeitnahe Entscheidungen notwendig, um weitere Rückschläge zu verhindern. Professor Authier betonte die Wichtigkeit, diese Probleme vor dem Sommer zu lösen, um die Einbeziehung von Cannabis in den nächsten Gesetzentwurf zur Finanzierung der sozialen Sicherheit zu erleichtern
In der Zukunft wird das Ergebnis des bevorstehenden DGS-Treffens entscheidend sein, um die Richtung des medizinischen Cannabis in Frankreich zu bestimmen. Die Beteiligten hoffen, dass die Regierung die administrativen Herausforderungen und Probleme in der Lieferkette angeht, um den Erfolg des Programms zu unterstützen. Die Situation verdeutlicht die Notwendigkeit effektiver Politik und Planung, um die Nachhaltigkeit der Initiativen für medizinisches Cannabis sicherzustellen