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Frankreich verschiebt Einführung von Cannabisstrafen auf Ende 2020 wegen technischer Probleme
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Frankreich verschiebt Einführung von Cannabisstrafen auf Ende 2020 wegen technischer Probleme

Die Einführung fester Geldstrafen für den öffentlichen Cannabisgebrauch in Frankreich wird aufgrund technischer Probleme auf Ende 2020 verschoben, was die Umsetzungspläne beeinträchtigt

Key Points

  • 1Frankreich verschiebt Cannabisstrafensystem auf Ende 2020 wegen technischer Probleme
  • 2Die CNIL äußerte Bedenken hinsichtlich der Datenaufbewahrung im Verarbeitungszentrum Rennes
  • 3Testphase für Cannabisstrafen soll bis Juni 2020 beginnen
  • 4Geldstrafen sollen sich auf Nutzer und nicht auf Händler konzentrieren, während Verstöße weiterhin aufgezeichnet werden
  • 5Die Verzögerung hebt Herausforderungen bei der administrativen Bereitschaft für neue Richtlinien hervor

Der Plan Frankreichs, ein System fester Geldstrafen für den öffentlichen Cannabisgebrauch, bekannt als "amende Poulliat", einzuführen, wird nun bis Ende 2020 verschoben. Ursprünglich für einen Rollout im Dezember 2019 in ausgewählten Städten vorgesehen, wird die Verzögerung auf technische Herausforderungen zurückgeführt, wie von JDD berichtet

Die Verzögerung resultiert aus Bedenken der CNIL bezüglich der Datenaufbewahrungspraktiken im Nationalen Verarbeitungszentrum in Rennes, das für die Bearbeitung dieser Geldstrafen verantwortlich ist. Dieses Zentrum war zuvor wegen seines Umgangs mit Daten von Verkehrsüberwachungskameras in die Kritik geraten, was eine Neubewertung seiner Prozesse erforderlich machte, bevor es mit cannabisbezogenen Verstößen umgehen kann

Trotz dieser Rückschläge wird erwartet, dass die Testphase für die Geldstrafen bis Juni 2020 beginnt. Philippe Astruc, der Staatsanwalt von Rennes, versicherte, dass alle notwendigen Vorbereitungen bis Ende des ersten Halbjahres abgeschlossen sein würden. Dieser Zeitrahmen ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Geldstrafen zur Eindämmung des öffentlichen Cannabisgebrauchs zu bewerten

Die Initiative zur Einführung von Geldstrafen für den Cannabisgebrauch wurde im November 2018 formalisiert, nach einer Studie von Robin Reda und Eric Poulliat. Die Geldstrafen sollen die Belastung der Strafverfolgung verringern, indem sie sich auf Nutzer statt auf Händler konzentrieren. Dennoch werden die Verstöße weiterhin im Strafregister vermerkt und die Möglichkeit einer Freiheitsstrafe oder zusätzlicher Geldstrafen bleibt bestehen

In Anbetracht der Zukunft ist der Erfolg dieses Programms entscheidend für die umfassendere Strategie Frankreichs gegen Drogenkonsum. Die Regierung hofft, dass durch eine effizientere Bestrafung des öffentlichen Cannabisverbrauchs Ressourcen umgeleitet werden können, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Die Verzögerung wirft jedoch Fragen zur Bereitschaft der Verwaltungssysteme auf, diese Initiative zu unterstützen

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