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Island erwägt Entkriminalisierung von Cannabis und anderen Drogen für Erwachsene
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Island erwägt Entkriminalisierung von Cannabis und anderen Drogen für Erwachsene

Die isländische Regierung schlägt die Entkriminalisierung von Cannabis und anderen Drogen für Erwachsene vor und verlagert den Fokus von Kriminalisierung auf öffentliche Gesundheit und Prävention

Key Points

  • 1Island schlägt die Entkriminalisierung von Cannabis und anderen Drogen für Erwachsene vor
  • 2Der Politikwechsel konzentriert sich auf öffentliche Gesundheit und Schadensminderung
  • 3Bürger können über eine Online-Plattform zur Regelung Stellung nehmen
  • 4Island hat die Drogen Gesetze schrittweise gelockert, einschließlich überwachten Konsumräumen
  • 5Cannabis bleibt in Island illegal, trotz früherer Legalisierungsversuche

Island steht vor einem bedeutenden Wandel in seiner Drogenpolitik, da die Regierung vorschlägt, Cannabis und andere Drogen für Erwachsene zu entkriminalisieren. Sollte der Vorschlag vom Parlament genehmigt werden, würde dies bedeuten, dass der Besitz und Konsum dieser Substanzen nicht mehr strafbar wäre. Dieser Vorschlag markiert einen Wandel im Ansatz des Gesundheitsministeriums, das Drogenkonsumenten nun als Patienten und nicht als Kriminelle betrachtet

Svandís Svavarsdóttir, Islands Gesundheitsministerin, betonte den globalen Wandel in den Einstellungen zu Drogen im letzten Jahrzehnt. Sie hob den wachsenden Skeptizismus gegenüber der Wirksamkeit traditioneller Drogenbekämpfung hervor und betonte die Bedeutung der Prävention und der öffentlichen Gesundheit. Die vorgeschlagene Politik zielt darauf ab, Schäden zu reduzieren und drogenbezogene Probleme durch einen gesundheitszentrierten Ansatz anzugehen, anstatt durch strafende Maßnahmen

Um diese neue Politik umzusetzen, plant das Gesundheitsministerium, eine Höchstmenge an Drogen festzulegen, die Erwachsene besitzen dürfen. Die isländischen Bürger werden die Möglichkeit haben, über eine Online-Plattform zu dieser Regelung Stellung zu nehmen. Die Regierung hofft, dass die Entkriminalisierung von Drogen auch Ressourcen umleiten wird, um marginalisierten Personen besser zu helfen, Zugang zu wichtigen Gesundheitsdiensten zu erhalten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind

Island hat in den letzten Jahren seine Drogen Gesetze schrittweise gelockert. Im Jahr 2018 eröffnete Reykjavík einen überwachten Konsumraum, um ein sichereres Umfeld für Drogenkonsumenten zu schaffen und das Risiko einer HIV-Übertragung zu verringern. Trotz dieser fortschrittlichen Schritte bleibt Cannabis in Island sowohl für den Freizeit- als auch für den medizinischen Gebrauch illegal, und frühere Versuche, medizinisches Cannabis zu legalisieren, sind ins Stocken geraten

In die Zukunft blickend könnte der Vorschlag zur Entkriminalisierung die Drogenlandschaft Islands erheblich verändern. Er steht im Einklang mit den breiteren Bemühungen des Landes, den Drogenkonsum unter Jugendlichen zu reduzieren, die in der Vergangenheit erfolgreich waren. Der Vorschlag spiegelt auch Islands historische Reise in der Regulierung von Substanzen wider, von der Alkoholprohibition zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zu seiner aktuellen Haltung zur Drogenpolitik

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