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Kanadische Regierung sieht sich Kritik wegen mangelnder Cannabisforschung nach Legalisierung ausgesetzt
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Kanadische Regierung sieht sich Kritik wegen mangelnder Cannabisforschung nach Legalisierung ausgesetzt

Die ehemalige kanadische Gesundheitsministerin Anne McLellan kritisiert das Fehlen von Cannabisforschung nach der Legalisierung und warnt vor möglichen rechtlichen Konsequenzen für die Regierung

Key Points

  • 1Ehemalige Gesundheitsministerin Anne McLellan kritisiert das Fehlen von Cannabisforschung
  • 2Die Legalisierung im Jahr 2018 führte nicht zu den erwarteten Forschungsinitiativen
  • 3Die Regierung könnte rechtlichen Schritten ausgesetzt sein, wenn Forschungsdefizite bestehen bleiben
  • 4Die letzte große Studie zu Cannabis wurde 2013 durchgeführt
  • 5Aufruf an die Regierung, Cannabisforschung und -politik zu priorisieren

In einer aktuellen Kritik äußerte Anne McLellan, ehemalige kanadische Gesundheitsministerin, ihre Enttäuschung über das Fehlen von Forschung nach der Legalisierung von Freizeit-Cannabis im Jahr 2018. Laut The Globe and Mail hob McLellan, die Teil der Arbeitsgruppe war, die die Grundlagen für die Legalisierung legte, hervor, dass sowohl die Regierungen als auch die Forscher nicht wie erwartet mobilisierten, um notwendige Studien durchzuführen. Dieses Fehlen von Initiative hat erhebliche Lücken im Verständnis der Auswirkungen des Cannabiskonsums hinterlassen, bemerkte sie

McLellan betonte die Notwendigkeit umfassender Forschung, um die Unbekannten über den Cannabiskonsum zu klären, die aufgrund von Einschränkungen während der Prohibition nicht untersucht wurden. Sie hatte gehofft, dass die Regierung die Beteiligung des privaten Sektors an der Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen von Cannabis fördern würde. Das Fehlen solcher Forschung, warnte sie, könnte rechtliche Konsequenzen für die kanadische Regierung haben, wenn sie keine Studien zu potenziellen Gesundheitsproblemen von Cannabisnutzern erleichtert

Die letzte umfassende Studie zu Cannabisverkäufen und -konsum wurde 2013 von Health Canada durchgeführt, was eine zehnjährige Datenlücke hinterlässt. McLellan schlug vor, dass die Regierung mit einer Sammelklage konfrontiert werden könnte, wenn sie diese Forschungsnotwendigkeit weiterhin ignoriert. Sie wies jedoch darauf hin, dass die Regierung noch Zeit hat, diese Situation zu korrigieren, bevor rechtliche Schritte unternommen werden

Der breitere Kontext dieses Themas spiegelt laufende Debatten über die Verantwortlichkeiten der Regierungen bei der Regulierung und Untersuchung legalisierter Substanzen wider. Das Untätigsein der kanadischen Regierung könnte einen Präzedenzfall schaffen, der nicht nur die öffentliche Gesundheitspolitik, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für aufkommende Cannabismärkte beeinflusst. Diese Situation unterstreicht die Bedeutung evidenzbasierter Politikgestaltung in der Cannabisindustrie

Im Hinblick auf die Zukunft dienen McLellans Kommentare als Aufruf zum Handeln für die kanadische Regierung, die Cannabisforschung zu priorisieren. Während sich die Branche weiterentwickelt, wird das Verständnis der gesundheitlichen Auswirkungen des Cannabiskonsums entscheidend für eine informierte Regulierung und Verbrauchersicherheit. Die Regierung hat die Möglichkeit, in diesem Bereich führend zu sein, indem sie Forschungsinitiativen unterstützt und finanziert, die wertvolle Einblicke in den Cannabiskonsum und dessen Auswirkungen bieten könnten

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