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Kandidaten für die Präsidentschaft Costa Ricas stehen vor der Debatte zur Cannabislegalisierung
High TimesCosta Rica’s Election Draws Near: What Are the Candidates’ Positions on Weed?

Kandidaten für die Präsidentschaft Costa Ricas stehen vor der Debatte zur Cannabislegalisierung

Die Präsidentschaftskandidaten Costa Ricas beschäftigen sich mit der Cannabislegalisierung, einem zentralen Thema vor der Wahl 2026, mit unterschiedlichen Vorschlägen zur Regulierung und gesellschaftlichen Auswirkungen

Key Points

  • 1Die Wahlen in Costa Rica 2026 heben die Debatte zur Cannabislegalisierung hervor
  • 2Das aktuelle Gesetz erlaubt medizinische Nutzung; Freizeit bleibt illegal
  • 3Kandidaten schlagen unterschiedliche Ansätze zur Cannabisregulierung vor
  • 4Das Thema Cannabis könnte die Wählerbeteiligung und Wahlergebnisse beeinflussen
  • 5Jüngere Wähler bevorzugen Regulierung und drängen Kandidaten, ihre Positionen zu klären

Während sich Costa Rica auf die Präsidentschaftswahlen am 1. Februar 2026 vorbereitet, ist das Thema der Cannabislegalisierung zu einem wichtigen Punkt unter den Kandidaten geworden. Das Land erlaubt derzeit Cannabis zu medizinischen und therapeutischen Zwecken gemäß Gesetz 10.113, während der Freizeitgebrauch illegal bleibt. Dieser rechtliche Rahmen hat eine breitere Debatte darüber ausgelöst, ob die Cannabisregulierungen auf den Freizeitgebrauch für Erwachsene ausgeweitet werden sollten

Der Cannabiskonsum in Costa Rica ist seit 1990 gestiegen, so das Institut für Alkoholismus und Drogenabhängigkeit. Kandidaten wie Juan Carlos Hidalgo von der Sozialchristlichen Einheitspartei erkennen diesen Trend an und plädieren für eine Legalisierung mit Regulierung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit. Hidalgo ist der Ansicht, dass die Legalisierung von Freizeit-Cannabis dazu beitragen könnte, das Stigma abzubauen und die Realitäten seines Gebrauchs in der Gesellschaft anzugehen

David Hernández Brenes von der Arbeiterklasse-Partei setzt sich für einen säkularen und wissenschaftlichen Ansatz in der Cannabispolitik ein und kritisiert die derzeitige Kriminalisierung sowie den Mangel an Bildungsinitiativen. Er argumentiert, dass der Staat es den Menschen ermöglichen sollte, informierte Entscheidungen über den Cannabiskonsum zu treffen, ohne Angst vor strafrechtlichen Maßnahmen haben zu müssen. Hernández Brenes betont die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Regulierung, um potenzielle soziale Auswirkungen zu mildern

Ariel Robles Barrantes von der Breiten Front sieht die Cannabislegalisierung als ein Mittel, um Drogenkartelle zu untergraben und staatliche Einnahmen für soziale Programme zu generieren. Er schlägt vor, dass die Einnahmen aus regulierten Cannabisverkäufen in Bildung, Gesundheit und Sicherheit reinvestiert werden könnten. Robles Barrantes' Kandidatur spricht insbesondere jüngere Wähler an, die die Regulierung von Cannabis stärker unterstützen

Trotz des Widerstands von konservativen und religiösen Sektoren gewinnt die Cannabisdebatte in Costa Ricas Wahllandschaft an Fahrt. Die Kandidaten werden gedrängt, ihre Positionen zu klären, wobei einige das Thema als Gelegenheit sehen, sich mit desillusionierten Wählern auseinanderzusetzen. Mit dem näher rückenden Wahltermin könnte die Haltung zur Cannabisfrage eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der nächsten Regierung und ihrer Politik spielen

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