
Kongress hebt THC-Schutz für Hanf auf und gefährdet Medicaid-CBD-Versorgung
Führende Kongressmitglieder haben den THC-Schutz für Hanf aus einem wichtigen Ausgabengesetz gestrichen und damit die von Präsident Trump versprochene Medicaid-Versorgung für CBD-Behandlungen sowie die Zukunft der US-Hanfbranche gefährdet
Key Points
- 1Der Kongress strich eine Passage, die ein Aufschieben des THC-Verbots für Hanf in einem wichtigen Ausgabengesetz vorsah
- 2Die US-Hanfbranche sieht sich ab November neuen THC-Grenzwerten von 0,4 Milligramm pro Verpackung gegenüber
- 3Bemühungen, das Verbot zu verschieben, wurden vom House Freedom Caucus blockiert
- 4Präsident Trump hatte Medicaid-Leistungen für CBD versprochen, deren Umsetzung nun ungewiss ist
- 5Branchenvertreter setzen sich für eine gesetzliche Lösung ein, bevor das Verbot Landwirte und Patienten beeinträchtigt
Führende Kongressmitglieder haben eine wichtige Passage aus einem großen Ausgabengesetz gestrichen, die ein vorübergehendes Aufschieben eines bundesweiten Verbots von THC-Produkten aus Hanf ermöglicht hätte. Dies schafft neue Unsicherheiten für die US-Hanfbranche und die Zukunft der Medicaid-Versorgung von CBD-Behandlungen. Der Wegfall dieser Schutzmaßnahmen, berichtet MJBizDaily, erfolgt just zu dem Zeitpunkt, als Präsident Donald Trump versprochen hatte, die Krankenversicherung auf nicht berauschende CBD-Produkte auszudehnen – ein Vorhaben, das nun aufgrund regulatorischer Unklarheiten erheblich verzögert wird
Der 28 Milliarden Dollar schwere US-Hanfsektor ist seit November in Alarmbereitschaft, als eine Regierungsfinanzierungsvereinbarung Hanf im Bundesrecht neu definierte und viele beliebte THC-Produkte aus Hanf faktisch wieder kriminalisierte. Nach den neuen Beschränkungen, die im November in Kraft treten sollen, dürfen Hanfprodukte nicht mehr als 0,4 Milligramm THC pro Verpackung enthalten – eine Grenze, die laut Befürwortern auch eine Vielzahl nicht berauschender CBD-Produkte kriminalisieren würde. Da das vorläufige Ausgabenpaket Ende Januar ausläuft, drängen Branchenvertreter den Kongress, eine Verschiebung des Verbots im nächsten Finanzgesetz zu verankern
Bemühungen, eine Schonfrist für THC-Hanfprodukte in das Ausgabengesetz einzufügen, hatten zunächst Fortschritte gemacht und parteiübergreifende Unterstützung von Abgeordneten wie Rep. Jim Baird (R-IN) und Rep. Angie Craig (D-MN) erhalten. MJBizDaily berichtet jedoch, dass der Widerstand des House Freedom Caucus unter Führung von Rep. Andy Harris (R-MD) – dem Architekten des ursprünglichen Verbots – erfolgreich war und die Verschiebung aus dem Gesetz gestrichen wurde. „Mit jedem Tag gewinnen wir im Kongress und bei anderen wichtigen politischen Akteuren mehr Unterstützung“, sagte Jonathan Miller, General Counsel der U.S. Hemp Roundtable. „Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir eine Verlängerung bekommen. Ich habe das Gefühl, wir haben viel Schwung, um in den nächsten Wochen vor der entscheidenden Zeit für unsere Landwirte mit ihren Pflanzentscheidungen eine Lösung zu erreichen.“
Die Unsicherheit betrifft nicht nur Hanfproduzenten. Am 18. Dezember kündigten Präsident Trump und der Administrator der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMMS), Mehmet Oz, Pläne an, Senioren eine Erstattung von bis zu 500 Dollar für CBD-Produkte zu ermöglichen, die lokalen und staatlichen Standards entsprechen, möglicherweise schon ab April. Diese Initiative, unterstützt vom Florida-Milliardär Howard Kessler, könnte dem CBD-Markt einen erheblichen Schub geben, falls sie umgesetzt wird. Weitere Details stehen jedoch noch aus, und Bundesbehörden zögern, ohne klare gesetzgeberische Vorgaben voranzuschreiten
Die Zukunft der Medicaid- und Medicare-Versorgung für CBD hängt nun davon ab, ob der Kongress bereit ist, die Klassifizierung von Hanfprodukten neu zu bewerten und deren rechtlichen Status zu klären. Branchenvertreter warnen, dass ohne ein Eingreifen der Gesetzgeber zur Verzögerung oder Überarbeitung des THC-Verbots sowohl Landwirte als auch Patienten mit Chaos und Störungen rechnen müssen. Laut MJBizDaily warten selbst Behörden wie das US-Landwirtschaftsministerium auf Anweisungen des Kongresses, bevor sie weitere Schritte zur Unterstützung der Branche unternehmen
Aus Sicht der Redaktion von OG Lab unterstreicht die Entscheidung des Kongresses, den THC-Schutz für Hanf aufzuheben, die Volatilität, der Cannabis- und Hanfbetriebe in den USA ausgesetzt sind. Das Ergebnis der laufenden legislativen Verhandlungen wird nicht nur über den Zugang zu CBD für Patienten entscheiden, sondern könnte auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für den gesamten Hanfsektor neu gestalten. Dies ist ein entscheidender Moment für Industrie und Verbraucher, und OG Lab wird die sich entwickelnde politische Debatte genau verfolgen


