
Marokko startet erste legale Cannabis-Anbausaison mit internationalen Samen
Marokko beginnt seine erste legale Cannabis-Anbausaison, verteilt internationale Samen an nördliche Provinzen und zielt darauf ab, die Branche zu regulieren und auszubauen
Key Points
- 1Marokko startet seine erste legale Cannabis-Anbausaison
- 2Internationale Samen werden an nördliche Provinzen verteilt
- 3Über 170 Landwirte sind an der Anfangsphase beteiligt
- 4Regierung plant, in der nächsten Saison auf 500 Landwirte zu expandieren
- 5Strenge Vorschriften regeln den Samenimport und die Verteilung
Marokko hat offiziell seine erste legale Cannabis-Anbausaison begonnen, was einen bedeutenden Meilenstein zwei Jahre nach der Verabschiedung eines Gesetzes zur Regulierung dieser weit verbreiteten Aktivität darstellt. Die Initiative zielt darauf ab, die Cannabisindustrie des Landes zu transformieren, indem ein rechtlicher Rahmen für den Anbau geschaffen wird, der traditionell ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Wirtschaft war, jedoch oft außerhalb des Gesetzes operierte
Die erste Charge von Cannabissamen, die aus Ländern wie der Schweiz, Uruguay, Ungarn, Bulgarien, Italien und den Vereinigten Staaten stammen, wurde an Landwirte und landwirtschaftliche Genossenschaften in den nördlichen Provinzen Al Hoceima, Chefchaouen und Taounate verteilt. Während die spezifischen Sorten nicht bekannt gegeben wurden, deutet die Herkunft der Samen darauf hin, dass sie für industrielle Zwecke bestimmt sind, mit THC-Gehalten zwischen 0,3 % und 1 %
Berichten lokaler Medien zufolge werden die für die Saison 2023 verteilten Samen 105 Hektar Land abdecken und mehr als 170 Landwirte einbeziehen. Die marokkanische Regierung hat Pläne angekündigt, diese Initiative erheblich auszubauen, wobei die Anzahl der lizenzierten Landwirte in der nächsten Anbausaison auf 500 steigen soll. Diese Expansion ist Teil einer umfassenderen Strategie, mehr Landwirte in den legalen Cannabis-Markt zu integrieren
Einer der Hauptinvestoren in dieser Initiative, der Samen aus der Schweiz importierte, äußerte sich optimistisch über das Potenzial des Projekts. Er stellte fest, dass die Verteilung von etwa 760.000 Samen die lokalen Landwirte belebt und ihre Teilnahme an diesem ehrgeizigen Vorhaben gefördert hat. Er betonte die strategische Bedeutung dieses Projekts für den Agrarsektor und hob die sorgfältige Planung und Studie hervor, die der Entscheidung, zu investieren, vorausging
Der Prozess des Imports von Cannabissamen nach Marokko ist streng reguliert und erfordert spezielle Genehmigungen sowohl vom Innenministerium als auch vom Landwirtschaftsministerium. Landwirte, die die Samen erhalten, müssen registrierte Mitglieder staatlicher landwirtschaftlicher Genossenschaften sein und sind verpflichtet, Quittungen zu unterschreiben, um die Verteilung nachverfolgen zu können. Dieser regulatorische Rahmen stellt sicher, dass der Anbau innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleibt und unterstützt die Bemühungen der Regierung, eine kontrollierte und nachhaltige Cannabisindustrie aufzubauen