
Nepal erwägt Cannabis-Anbau für medizinische Zwecke amid wirtschaftlichen Debatten
Nepal erkundet den Anbau von medizinischem Cannabis als potenziellen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Vorteil, während Regierungsbeamte sich für die Legalisierung inmitten laufender Debatten einsetzen
Key Points
- 1Nepal erwägt Cannabis-Anbau für medizinische Zwecke
- 2Finanzminister kündigt Erkundung während der Haushaltspräsentation an
- 3Ministerpräsident der Provinz Gandaki unterstützt die Behandlung von Cannabis als Medizin
- 4Historische Nutzung von Cannabis in der traditionellen Medizin und Ritualen
- 5Potenzielle wirtschaftliche und gesundheitliche Vorteile durch Legalisierung
Der Finanzminister Nepals, Prakash Sharan Mahat, hat kürzlich angekündigt, dass die Regierung das Potenzial des Anbaus von Cannabis für medizinische Zwecke erkundet. Diese Erklärung wurde während der Präsentation des Haushaltsplans für 2023-24 abgegeben, was einen möglichen Wandel in der Haltung des Landes zu Cannabis signalisiert, das seit 1976 illegal ist. Der Schritt steht im Einklang mit umfassenderen Diskussionen über die Nutzung von Cannabis zur Stärkung der Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen
Der Aufruf zur Legalisierung von Cannabis wurde von Surendra Raj Pandey, dem Ministerpräsidenten der Provinz Gandaki, unterstützt, der sich dafür einsetzt, Cannabis als Arzneimittel zu behandeln. Pandey argumentiert, dass die Legalisierung von Cannabis das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen könnte. Er betont die Notwendigkeit eines Dialogs mit der Zentralregierung, um geeignete Gesetze zu erlassen, und hebt das Potenzial von Cannabis und der lokalen Alkoholproduktion als wirtschaftliche Treiber hervor
Nepal hat eine reiche Geschichte mit Cannabis, bekannt für seine einheimischen Sorten und Produkte wie Charas, eine hochgeschätzte Form von Haschisch. Trotz des Verbots wurde Cannabis in der traditionellen ayurvedischen Medizin und als heiliges Opfer in hinduistischen Ritualen verwendet. Der frühere rechtliche Rahmen des Landes erlaubte staatlich genehmigte Cannabisgeschäfte, die Touristen in Gebiete wie die Freak Street anzogen, die in den 1960er und 70er Jahren bekannt war
Die Debatte über die Legalisierung von Cannabis in Nepal spiegelt breitere globale Trends wider, bei denen Länder ihre Cannabis-Politiken neu bewerten. Nepals Gesundheitsminister, Birodh Khatiwada, hat das derzeitige Verbot kritisiert und auf die negativen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften und den Anstieg der Korruption durch Schmuggel hingewiesen. Er argumentiert, dass Nepal den strengen Drogenpolitiken entwickelter Länder nicht folgen sollte, ohne den lokalen Kontext und die Bedürfnisse zu berücksichtigen
In der Zukunft könnte die potenzielle Legalisierung von Cannabis in Nepal erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Gesundheitssystem des Landes haben. Durch die Nutzung seiner natürlichen Ressourcen und traditionellen Wissens könnte sich Nepal als führend in der medizinischen Cannabisindustrie positionieren. Dies würde jedoch eine sorgfältige gesetzgeberische Planung und internationale Zusammenarbeit erfordern, um nachhaltige Entwicklung und die Einhaltung globaler Standards sicherzustellen