
Neue Bundesregelung in den USA verschärft THC-Grenzwerte für Hanfprodukte ab November
Ab November gelten in den USA strengere THC-Grenzwerte für Hanfprodukte, die viele bisher erlaubte Waren vom Markt verdrängen werden.
Key Points
- 1Ab November 2024 gilt eine THC-Grenze von 0,3% inklusive Delta-8-THC und THCA in Hanfprodukten.
- 2Die Gesamt-THC-Menge pro Produkt darf maximal 0,4 mg betragen.
- 3Synthetische und konvertierte Cannabinoide sind künftig verboten.
- 4Strenge Vorschriften führen zu wirtschaftlichen Einbußen in der Hanfbranche.
- 5Eine umfassende Gesetzesänderung zur Lockerung der Regelungen ist aktuell nicht zu erwarten.
Im November tritt in den USA eine neue Bundesregelung in Kraft, die den erlaubten THC-Gehalt in Hanfprodukten deutlich reduziert. Die gesetzliche Grenze von 0,3 Prozent THC bezieht sich künftig nicht nur auf Delta-9-THC, sondern umfasst auch Delta-8-THC und THCA. Zudem ist die Gesamtmenge an THC pro Produkt auf 0,4 Milligramm begrenzt, was viele bisher erlaubte Produkte faktisch vom Markt verdrängen wird.
Diese Verschärfung geht auf eine Gesetzesänderung aus dem Herbst letzten Jahres zurück, die vom US-Kongress verabschiedet wurde, ohne dass eine umfassende Regulierung für Hanfprodukte entwickelt wurde. Karen O’Keefe von der Marijuana Policy Project (MPP) erklärt: "Statt einer sinnvollen Regulierung hat der Kongress ab November praktisch ein Verbot für die meisten Hanfprodukte erlassen."
Die neuen Regelungen betreffen nicht nur Hersteller und Händler, sondern auch Konsumenten, die mit dem Besitz oder Verkauf von Hanfprodukten über den Grenzwerten strafrechtlich verfolgt werden können. Die MPP warnt vor einem starken Rückgang des Marktes und finanziellen Einbußen für Unternehmen, die auf THC-haltige Hanfprodukte spezialisiert sind.
Derzeit gibt es kaum Hoffnung auf eine Änderung der Vorschriften noch vor Inkrafttreten. Ein Gesetzesentwurf, der eine Lockerung bringen könnte, ist angekündigt, gilt aber als wenig aussichtsreich. Die Bundesregierung zeigt sich zwar offen für geringfügige Anpassungen, vor allem bei Getränken, doch eine umfassende Reform ist nicht zu erwarten.
Die Regelung schließt auch synthetische und konvertierte Cannabinoide aus dem erlaubten Bereich aus. MPP-Vertreter begrüßen diese Maßnahme, da die Wirkung dieser Stoffe wenig erforscht ist und eine unregulierte Verbreitung vermieden werden soll. Insgesamt fordert die Branche eine einheitliche, wissenschaftlich fundierte Cannabinoidpolitik, die Verbraucherschutz und Marktzugang vereint.


