
Neue Studie untersucht die Auswirkungen von osmotischem Stress auf Ertrag und Wachstum von Cannabis
Eine neue Studie zeigt die Herausforderungen und das Potenzial der Nutzung von osmotischem Stress zur Steuerung der Pflanzenhöhe und des Ertrags von Cannabis und hebt die Notwendigkeit weiterer Forschung zur genetischen Toleranz hervor
Key Points
- 1Studie untersucht die Auswirkungen von osmotischem Stress auf Ertrag und Wachstum von Cannabis
- 2Forschung durchgeführt an zwei medizinischen Cannabissorten, Trump und Cherry
- 3Osmotischer Stress reduziert die Pflanzenhöhe, senkt aber auch den Blütenertrag
- 4Cannabinoidkonzentrationen bleiben von osmotischem Stress unbeeinflusst
- 5Weitere Forschung zu Timing und genetischer Toleranz gegenüber Salinität erforderlich
Eine aktuelle Studie, veröffentlicht im Journal of Cannabis Research, hat die Auswirkungen von osmotischem Stress auf die Größe von Cannabispflanzen und den Blütenertrag beleuchtet. Die Forschung, die an zwei medizinischen Cannabissorten, Trump und Cherry, durchgeführt wurde, untersuchte, wie unterschiedliche Salinitätsniveaus das Pflanzenwachstum und den Ertrag beeinflussen. Diese Untersuchung über präzisen Wasserstress, auch bekannt als 'Crop Steering', zielte darauf ab, das Gleichgewicht zwischen der Reduzierung der Pflanzenhöhe und der Aufrechterhaltung des Blütenertrags zu bestimmen, ein entscheidender Faktor für die kommerzielle Cannabisproduktion
Die Studie nutzte drei Versuchsgruppen mit jeweils sechs Replikatpflanzen, die in Steinwolleblöcken angebaut wurden, um die Auswirkungen von osmotischem Stress zu isolieren. Die Kontrollgruppe wurde mit einer Nährlösung mit einer Konzentration von 4 mS cm−1 bewässert, während eine zweite Gruppe einem höheren osmotischen Stressniveau von 8 mS cm−1 ausgesetzt war. Eine Hybridgruppe erhielt in den ersten vier Wochen 8 mS cm−1, gefolgt von 4 mS cm−1 in den darauffolgenden vier Wochen. Diese strategische Bewässerung zielte darauf ab, die Auswirkungen von osmotischem Stress während verschiedener Wachstumsphasen zu bewerten, insbesondere in Bezug auf das Stängelwachstum und die Blütenentwicklung
Wichtige Ergebnisse der Studie zeigten, dass osmotischer Stress zwar effektiv die Pflanzenhöhe reduzierte, aber auch zu einem Rückgang des Blütenertrags führte. Wichtig ist, dass die Cannabinoidkonzentration, einschließlich der CBD- und THC-Werte, über alle Behandlungen hinweg unbeeinflusst blieb, was darauf hindeutet, dass osmotischer Stress das chemische Profil der Pflanzen nicht verändert. Die Forschung hebt die Komplexität hervor, die Pflanzenhöhe zu managen, ohne den Ertrag zu beeinträchtigen, und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen zur genetischen Toleranz gegenüber Salinität
Die Implikationen dieser Forschung sind bedeutend für die Cannabisindustrie, insbesondere für Züchter, die versuchen, die Pflanzenhöhe und den Ertrag zu optimieren. Die Studie legt nahe, dass Cannabispflanzen eine hohe Toleranz gegenüber osmotischem Stress aufweisen, die Herausforderung jedoch darin besteht, die Höhe zu kontrollieren, ohne die Blütenproduktion zu opfern. Diese Ergebnisse könnten zukünftige Anbau- und Zuchtstrategien informieren, die darauf abzielen, die Salinitätstoleranz zu erhöhen, insbesondere angesichts der vielversprechenden Ertragsresultate, die bei der Sorte Trump beobachtet wurden
Für die Zukunft plädieren die Forscher für zusätzliche Studien, die sich auf das Timing der Anwendungen von osmotischem Stress konzentrieren, um die Techniken des Crop Steering zu verfeinern. Sie betonen auch das Potenzial der genetischen Selektion zur Entwicklung salinitätstoleranterer Sorten, die die Anbaumethoden für Cannabis revolutionieren könnten. Während die Branche weiterhin wächst, ist solche Forschung entscheidend für die Entwicklung nachhaltiger und effizienter Produktionsmethoden, die den Anforderungen sowohl des medizinischen als auch des Freizeit-Cannabismarktes gerecht werden