
Neues US-Gesetz ermöglicht Bundesstaaten Ausstieg aus THC-Hanfverbot ab 2026
Ein neues US-Gesetz erlaubt Bundesstaaten, sich ab November 2026 vom bundesweiten THC-Hanfverbot auszunehmen und eigene Regeln zu erlassen.
Key Points
- 1Das Gesetz "Hemp Safety Enforcement Act" ermöglicht Bundesstaaten die Regulierung von Hanf-THC-Produkten trotz Bundesverbot.
- 2Voraussetzungen sind eine Mindestalterregelung und Meldung an das Landwirtschaftsministerium.
- 3Geplantes Bundesverbot limitiert THC-Gehalt auf 0,4 mg pro Verpackung, was die Industrie stark einschränkt.
- 4Interstate-Handel zwischen zustimmenden Bundesstaaten und Stammesgebieten wird erlaubt.
- 5Branchenvertreter sehen die Initiative als Schutz für Arbeitsplätze und Verbraucherzugang.
Ein neu eingebrachtes, parteiübergreifendes Gesetz im US-Senat sieht vor, dass Bundesstaaten künftig das geplante bundesweite Verbot von Hanfprodukten mit THC ablehnen können. Damit könnten sie weiterhin den Anbau und Verkauf von Hanf-THC-Produkten in ihrem Gebiet regulieren und erlauben, obwohl das Verbot auf Bundesebene ab November 2026 in Kraft treten soll.
Das Gesetz mit dem Namen "Hemp Safety Enforcement Act" erlaubt es Bundesstaaten und Stammesgebieten, durch eine offizielle Mitteilung an das US-Landwirtschaftsministerium ihre eigene Regulierungshoheit über Hanf und Hanf-THC-Produkte zu behalten. Voraussetzung ist, dass sie Mindestaltergrenzen für den Kauf festlegen, wobei das Gesetz keine genaue Altersgrenze vorgibt.
Die geplante Bundesregelung sieht vor, dass nur noch Hanfprodukte mit einem Gesamt-THC-Gehalt von maximal 0,4 Milligramm pro Verpackung legal sind. Kritiker warnen, dass diese Vorgabe die Hanfbranche stark beeinträchtigen und tausende Arbeitsplätze gefährden könnte. Senator Rand Paul betont: "Wir können die öffentliche Sicherheit schützen, ohne die Rechte der Bundesstaaten oder die Wahlfreiheit der Erwachsenen zu beschneiden."
Das Gesetz sieht auch die Erlaubnis für den Handel zwischen Bundesstaaten und Stammesgebieten vor, die das Verbot ablehnen. Branchenvertreter loben die Initiative, da viele Bundesstaaten bereits eigene umfassende Regelwerke eingeführt haben, die Alterskontrollen, Potenzgrenzen und Testanforderungen umfassen.
Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Hanfanbau in den USA eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielt und gleichzeitig Unsicherheit über die mögliche Bundesgesetzgebung besteht. So fragt sich etwa, ob Bauern in der laufenden Saison Hanf anbauen sollen, wenn die Bundesregelungen verschärft werden.


