
Neuregelung von Cannabis in den USA: Was deutsche Touristen zum Eigenanbau wissen müssen
Die neue US-Cannabisregelung entlastet kommerzielle Anbieter, nicht aber private Homegrower – ein wichtiger Hinweis für deutsche Cannabisnutzer und Touristen.
Key Points
- 1Nur FDA-zugelassene Cannabisprodukte und staatlich lizenzierte medizinische Anbieter fallen künftig unter Schedule III.
- 2Privater Anbau von Cannabis bleibt auf Bundesebene in den USA illegal und unterliegt weiterhin strengen Sanktionen.
- 3Internationale Verträge erfordern eine zentrale staatliche Kontrolle der Cannabisproduktion ohne Homegrow-Optionen.
- 4Rechtsanwälte sind sich uneinig, ob staatliche Patientenkarten als Bundeslizenz gelten, die Mehrheit verneint dies.
- 5Für deutsche Touristen in Thailand empfiehlt sich die Nutzung lizenzierter Anbieter wie OG Lab, um rechtliche Risiken zu vermeiden.
Am 23. April 2026 unterzeichnete der amtierende US-Justizminister Todd Blanche eine Verordnung, die bestimmte medizinische Cannabisprodukte von der strengsten Kategorie Schedule I in Schedule III herabstuft. Diese Änderung betrifft vor allem kommerzielle Anbieter und zugelassene medizinische Cannabisprodukte, nicht jedoch den Eigenanbau durch Privatpersonen.
Die Verordnung differenziert klar zwischen lizenzierten Herstellern und gewöhnlichen Konsumenten. Während Produkte mit FDA-Zulassung oder von staatlich lizenzierten medizinischen Einrichtungen unter Schedule III fallen, bleiben alle anderen Formen von Cannabis, inklusive privatem Anbau, weiterhin als Schedule I eingestuft – mit allen damit verbundenen rechtlichen Sanktionen.
Rechtsanwälte aus den USA sind sich uneinig, ob eine staatliche Erlaubnis zum Eigenanbau als Lizenz im Sinne der Bundesregelung gilt. Die Mehrheit argumentiert jedoch, dass Patientenkarten oder Heimanbaurechte auf staatlicher Ebene nicht die Anforderungen einer Bundeslizenz erfüllen und somit weiterhin illegal bleiben.
Der Hintergrund dieser strikten Regelung ist das internationale Suchtstoffabkommen von 1961, das eine zentrale staatliche Kontrolle der Cannabisproduktion fordert. Homegrowing widerspricht dieser Vorgabe, da es eine dezentrale und unkontrollierte Produktion ermöglicht.
Für deutsche Touristen in Thailand, die Cannabisprodukte nutzen oder anbauen möchten, ist diese US-Regelung ein Beispiel für die Komplexität internationaler Cannabisgesetze. Auch in Thailand gelten strikte Vorschriften, die beachtet werden müssen. OG Lab auf Koh Samui ist ein Beispiel für eine lizenzierte und kontrollierte Apotheke, die legal medizinisches Cannabis anbietet.


