
NFL-Spieler diskutieren über psychedelische Anwendungen zur Heilung jenseits des Spielfelds
NFL-Spieler teilen Einblicke in die Verwendung von Psychedelika zur Heilung auf der Psychedelic Science-Konferenz in Denver und heben einen kulturellen Wandel in der Behandlung psychischer Gesundheit hervor
Key Points
- 1NFL-Spieler diskutieren über die Verwendung von Psychedelika für die psychische Gesundheit auf der Konferenz in Denver
- 2Die NFL verzeichnete von 2019 bis 2023 692 Gehirnerschütterungen, was die Häufigkeit von Verletzungen unterstreicht
- 3Psychedelika könnten neue Ansätze zur Identität und Trauma für Athleten bieten
- 4Wissenschaftliche Beweise zu Psychedelika bei Gehirnverletzungen bleiben vorläufig
- 5Die kulturelle Akzeptanz alternativer Therapien wächst unter Athleten
In einer bahnbrechenden Diskussion auf der Psychedelic Science-Konferenz in Denver teilten die NFL-Spieler Jordan Poyer, Robert Gallery und Jon Feliciano persönliche Geschichten über ihre Erfahrungen mit Psychedelika. Das Panel mit dem Titel 'Heilung hinter den Highlights' hob das Potenzial von Psychedelika zur Bewältigung von psychischen Gesundheits- und Identitätsproblemen hervor, mit denen Athleten konfrontiert sind. Moderiert von Aubrey Marcus, befasste sich das Gespräch mit Themen wie Trauma, Heilung und der transformierenden Kraft von Substanzen wie Ayahuasca
Die physischen Anforderungen des Profifußballs sind enorm, wobei Spieler häufig unter Gehirnerschütterungen und anderen Kopfverletzungen leiden. Berichten zufolge verzeichnete die NFL zwischen 2019 und 2023 692 Gehirnerschütterungen, was die Häufigkeit solcher Verletzungen unterstreicht. Diese wiederholten Stöße können zu chronischer traumatischer Enzephalopathie (CTE) führen, einer schweren neurodegenerativen Erkrankung. Forschungen haben gezeigt, dass wiederholte Kopftraumata die kognitiven und Verhaltensfunktionen erheblich beeinträchtigen, was die Suche nach effektiven Behandlungen entscheidend macht
Während des Panels diskutierten die Spieler, wie Psychedelika ihnen geholfen haben, ihre Identität zu erkunden und ihre psychische Gesundheit zu verbessern. So teilten Jordan Poyer und Jon Feliciano mit, wie diese Substanzen eine tiefere Verbindung zu ihren Familien ermöglichten und halfen, den Alkoholkonsum zu steuern. Robert Gallery betonte ebenfalls die Rolle von Psychedelika in seinem Leben nach dem Fußball und hob ihr Potenzial hervor, Probleme anzugehen, die von der konventionellen Medizin oft übersehen werden
Trotz des wachsenden Interesses an Psychedelika bleibt die wissenschaftliche Evidenz über ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Gehirnverletzungen begrenzt. Vorläufige Studien deuten darauf hin, dass Verbindungen wie Psilocybin und DMT die Neuroplastizität fördern und Entzündungen reduzieren könnten, aber groß angelegte humanmedizinische Studien sind weiterhin erforderlich. Experten warnen, dass die Auswirkungen von Psychedelika durch den Kontext und die Rituale, die mit ihrer Anwendung verbunden sind, beeinflusst werden könnten, was die Bewertung ihrer tatsächlichen Auswirkungen kompliziert
Die Diskussion in Denver spiegelt einen breiteren kulturellen Wandel hin zur Akzeptanz alternativer Therapien unter Athleten wider. Öffentliche Persönlichkeiten wie Aaron Rodgers haben offen für die Vorteile von Psychedelika plädiert, was Debatten innerhalb der Sportgemeinschaft ausgelöst hat. Dieser Trend erstreckt sich über den Fußball hinaus, da auch Athleten aus anderen Sportarten Psychedelika zur Schmerzbewältigung und für die psychische Gesundheit erkunden. Während sich das Gespräch über diese Substanzen weiterentwickelt, hebt es die wachsende Schnittstelle zwischen Sport, Medizin und Selbstentdeckung hervor