
Niederländische Cannabis-Cafés beginnen mit dem Verkauf von Marihuana von lizenzierten Züchtern im Rahmen eines regulatorischen Experiments
Niederländische Cannabis-Cafés in 10 Gemeinden beginnen mit dem Verkauf von Marihuana von lizenzierten Züchtern, um die Auswirkungen auf Kriminalität und Gesundheit zu bewerten
Key Points
- 180 niederländische Cannabis-Cafés beginnen mit dem Verkauf von lizenziertem Marihuana
- 2Das Experiment läuft bis 2029 in 10 Gemeinden
- 3Ziel ist es, den Einfluss des illegalen Marktes zu verringern und die Sicherheit zu verbessern
- 4Anfänglicher Fokus auf Marihuana; Haschisch wird bis zum 10. Juni erwartet
- 5Teil eines Wandels von der 'gedogen'-Politik zur regulierten Produktion
Ab Montag werden 80 Cannabis-Cafés in 10 niederländischen Gemeinden ausschließlich Marihuana von lizenzierten Züchtern verkaufen, als Teil eines bedeutenden regulatorischen Experiments. Diese Initiative, die bis 2029 laufen wird, zielt darauf ab, die Auswirkungen der lizenzierten Cannabisproduktion auf die organisierte Kriminalität und die Gesundheit der Verbraucher zu bewerten. Zu den beteiligten Gebieten gehören Arnhem, Almere, Breda, Groningen, Heerlen, Maastricht, Nijmegen, Tilburg, Voorne aan Zee und Zaanstad
Das Experiment, das erstmals 2018 vorgeschlagen wurde, soll die niederländische Politik des 'gedogen' ersetzen, die den Verkauf von Cannabis in lizenzierten Geschäften erlaubt, jedoch die großflächige Produktion verbietet. Diese 'Vordertür, Hintertür'-Politik besteht seit den 1970er Jahren und unterscheidet zwischen 'weichen' und 'harten' Drogen. Die Regierung hofft, dass das neue System den Einfluss des illegalen Cannabismarktes verringern wird, indem die 'Hintertür' der illegalen Versorgung geschlossen wird
Zunächst werden die Cafés aufgrund von Versorgungsunsicherheiten keinen Haschisch anbieten, wie Justizminister David van Weel erklärte. Regierungsinspektoren werden die Cafés überwachen, um die Einhaltung der neuen Vorschriften sicherzustellen. Wenn die Bedingungen es zulassen, wird Haschisch ab dem 10. Juni legal erhältlich sein. Willem Vugs, ein Coffeeshop-Besitzer in Tilburg, äußerte Zustimmung zu der Verzögerung und betonte die Bedeutung von Qualität und Vielfalt in der legalen Cannabisproduktion
Der Bürgermeister von Breda, Paul Delpa, ein starker Befürworter eines regulierten Cannabis-Systems, hob die Sicherheitsbedenken hervor, die mit der aktuellen Politik verbunden sind. Er stellte fest, dass, obwohl Cannabis legal erworben werden kann, dessen Produktion illegal bleibt, was einen florierenden kriminellen Markt fördert. Das Experiment zielt darauf ab, diese Probleme anzugehen, indem eine transparente und legale Lieferkette für Cannabisprodukte geschaffen wird, um letztendlich die öffentliche Sicherheit zu erhöhen