
NY Post missinterpretiert Cannabis-Studie und schürt unbegründete Bedenken
Ein Artikel der New York Post missinterpretiert eine Cannabis-Studie und schürt unbegründete Ängste, während die Studie selbst mehr Forschung zu medizinischem Cannabis fordert
Key Points
- 1NY Post missinterpretiert Cannabis-Studie und schürt unbegründete Alarmbereitschaft
- 2Die von UCLA geleitete Studie fordert mehr Forschung, nicht Einschränkungen
- 3Die Ergebnisse unterstützen die Verwendung von Cannabinoiden in spezifischen medizinischen Kontexten
- 4Die Medien missinterpretieren oft Unsicherheit als Gefahr in der Cannabisforschung
- 5Die Studie hebt die Notwendigkeit verstärkter Forschungsanstrengungen im Bereich Cannabis hervor
Die New York Post veröffentlichte kürzlich einen Artikel, der eine Cannabis-Studie falsch darstellt und sie als Offenbarung versteckter Gefahren präsentiert. Die tatsächliche Studie, geleitet von UCLA und veröffentlicht in JAMA, bietet jedoch eine differenziertere Sicht. Sie hebt die Notwendigkeit umfassenderer Forschung hervor, anstatt zu suggerieren, dass medizinisches Cannabis von Natur aus riskant ist
Die Studie überprüfte über 2.500 Studien und konzentrierte sich auf etwa 120 hochwertige Arbeiten. Sie fand starke Beweise, die die Verwendung von von der FDA zugelassenen Cannabinoid-Medikamenten in bestimmten Fällen wie durch Chemotherapie induzierter Übelkeit und seltenen pädiatrischen Epilepsien unterstützen. Bei häufigeren Erkrankungen wie chronischen Schmerzen und Angstzuständen bleibt die Evidenz jedoch gemischt oder unzureichend, nicht widerlegt. Die Studie erwähnt auch potenzielle Risiken, die mit hochpotentem und häufigem Gebrauch verbunden sind, insbesondere bei Jugendlichen
Dr. Michael Hsu, der Hauptautor der Studie, betonte die Bedeutung weiterer Forschungen, um die Vorteile und Risiken von medizinischem Cannabis vollständig zu verstehen. Die Überprüfung selbst weist auf ihre Einschränkungen hin, einschließlich eines Mangels an systematischer Bias-Bewertung und der Abhängigkeit von Beobachtungsstudien. Dies unterstreicht die Notwendigkeit rigoroserer Forschung statt Panik oder Einschränkungen
Der Ansatz der New York Post spiegelt ein breiteres Muster wider, bei dem wissenschaftliche Unsicherheit oft als Beweis für Gefahr missinterpretiert wird. Dies steht im Gegensatz dazu, wie andere Substanzen mit ähnlicher Variabilität, wie Antidepressiva, in den Medien behandelt werden. Die Studie plädiert für standardisierte Praktiken zur Schadensminderung wie Screening und Patientenaufklärung, anstatt für alarmistische Reaktionen
Die wichtigste Erkenntnis der Studie ist der Aufruf zu verstärkten Forschungsanstrengungen, die durch die historische Unterfinanzierung und strukturellen Einschränkungen der Cannabisforschung motiviert sind. Forscher stehen vor Herausforderungen, diese komplexe Pflanze mit Methoden zu untersuchen, die für Einzelmolekül-Arzneimittel entwickelt wurden. Die Notwendigkeit robuster Forschung ist entscheidend, da der Cannabiskonsum weiter wächst und die aktuelle Evidenzbasis übertrifft