
Ohio, Texas und South Carolina führen unterschiedliche Hanfregulierungen im Zuge nationaler Marktveränderungen ein
Ohio, Texas und South Carolina haben jeweils unterschiedliche Hanfregulierungen eingeführt, von vollständigen Verboten bis zu gezielten Beschränkungen, und verändern damit die rechtliche Landschaft für Hanfunternehmen und Verbraucher in diesen Bundesstaaten
Key Points
- 1Ohio hat nach einem gescheiterten Referendum ein umfassendes Verbot berauschender Hanfprodukte, einschließlich THC- und CBD-Getränken, erlassen
- 2South Carolina verabschiedete ein Gesetz, das niedrig dosierte THC-Getränke unter strengen Einzelhandelsbeschränkungen erlaubt und ein vollständiges Verbot vermeidet
- 3Texas verbietet rauchbaren Hanf und THCA-Blüten und erhebt höhere Jahresgebühren für Hanfhändler und Hersteller
- 4In Ohio werden Rechtsstreitigkeiten und Geschäftsschließungen erwartet, wobei laut einem lokalen Hanfbauern über 6.000 Unternehmen betroffen sein könnten
Gesetzgeber in Ohio, Texas und South Carolina verfolgen stark unterschiedliche Ansätze zur Regulierung des Hanfmarktes, was eine neue Ära divergierender politischer Reaktionen auf berauschende Hanfprodukte signalisiert. Während Ohio ein umfassendes Verbot von Produkten wie THC- und CBD-Getränken erlassen hat, verfolgt South Carolina ein restriktives, aber nicht verbietendes Modell, und Texas zielt mit Verboten und erhöhten Gebühren auf die beliebte Kategorie rauchbarer Hanfprodukte ab. Diese Maßnahmen spiegeln einen wachsenden Konsens wider, dass die Schlupflöcher des Farm Bills von 2018 bezüglich berauschender Hanfprodukte zu bedeutend geworden sind, um ignoriert zu werden, doch der Konsens endet dort, da die Bundesstaaten ihre eigenen regulatorischen Wege einschlagen
In Ohio ermöglichte das Scheitern einer Referendumskampagne zur Blockierung des Senate Bill 56, dass am 20. März ein umfassendes Verbot berauschender Hanfprodukte in Kraft trat. Dieses Gesetz verbietet nicht nur eine Reihe von Hanf-basierten Getränken, sondern ändert auch den Rahmen für Marihuana im Bundesstaat und schafft, wie Beobachter beschreiben, einen Marktneustart. Laut lokalen Berichten befürchten Hanfbefürworter, dass das Gesetz Tausende von Unternehmen schließen und Arbeitsplätze vernichten könnte. Joey Ellwood, ein Hanfbauer aus Ohio, warnte, dass „etwa 6.000 Unternehmen in Ohio betroffen sein könnten.“ Rechtsstreitigkeiten sind bereits im Gange, wobei Unternehmen wie Saucy Seltzer und Uncle Arnie’s Notfallmaßnahmen ergreifen und die Vetoentscheidungen des Gouverneurs bezüglich THC-Getränken anfechten
South Carolina hat sich für einen weniger drakonischen Weg entschieden und will Hanf-THC-Produkte nicht vollständig verbieten, sondern kontrollieren. Der Senat des Bundesstaates genehmigte einen Kompromiss, der die Legalität bestimmter THC-Getränke mit niedriger Dosierung unter strengeren Verkaufsbeschränkungen beibehält. Diese Produkte, die auf 5 Milligramm THC oder weniger begrenzt sind, müssen nun hinter dem Ladentisch aufbewahrt und nur von lizenzierten Händlern verkauft werden. Produkte mit höherer Potenz werden in Spirituosengeschäfte verbannt, und der Verkauf vor Ort in Bars und Restaurants ist verboten. Dieser Ansatz ist laut lokalen Medien weder eine umfassende Legalisierung noch ein absolutes Verbot, sondern ein klarer Schritt, den Markt „zu lenken und zu kontrollieren“
Texas bereitet unterdessen einige der strengsten Maßnahmen vor, wobei der Fokus auf rauchbarem Hanf und THCA-Blüten liegt. Neue Regeln des Texas Department of State Health Services, die am 31. März in Kraft treten, verbieten den Verkauf dieser Produkte, indem die Messung von THC geändert wird – THCA wird nun in die Gesamtberechnung einbezogen. Dies ist ein erheblicher Schlag für Händler, da rauchbare Produkte bei vielen Unternehmen den Großteil der Verkäufe ausmachen. Ein Betreiber aus San Antonio sagte gegenüber KSAT, dass „70 % ihres Umsatzes von rauchbaren Produkten stammen.“ Neben Produktverboten erhebt der Staat auch hohe Jahresgebühren von bis zu 5.000 US-Dollar pro Einzelhandelsstandort und 10.000 US-Dollar pro Produktionsstätte, was über 9.100 registrierte Hanfhändler betrifft
Die kontrastierenden Strategien dieser drei Bundesstaaten unterstreichen einen breiteren nationalen Trend: Es gibt keine einheitliche Richtung für die Hanfregulierung in den USA, und der Markt wird zunehmend fragmentiert. Einige Bundesstaaten setzen auf Verbote, andere auf Kontrolle, und wieder andere zielen mit aggressiver Regulierung auf spezifische Kategorien ab. Aus der Sicht der OG Lab-Redaktion wird sich dieser Flickenteppich-Ansatz wahrscheinlich beschleunigen, da weitere Bundesstaaten mit den politischen und wirtschaftlichen Realitäten berauschender Hanfprodukte ringen. Branchenakteure sollten mit anhaltender Volatilität rechnen, da sich die regulatorischen Rahmenbedingungen schnell ändern und das Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Zugang und Marktfähigkeit weiterhin heftig umstritten bleibt