Oregons Cannabispreise erreichen Rekordtiefs bei anhaltendem Überangebot
MJBizDailyOregon cannabis prices fall to record low but consumer demand steady

Oregons Cannabispreise erreichen Rekordtiefs bei anhaltendem Überangebot

Die Cannabispreise in Oregon sind auf historische Tiefststände gefallen, trotz rekordverdächtiger Ernten bleibt die Verbrauchernachfrage stabil, während die Jahresumsätze leicht zurückgehen

Key Points

  • 1Die Cannabisverkäufe in Oregon sanken 2025 um 3,5 % auf 925,5 Millionen US-Dollar und setzen damit den Rückgang nach der Pandemie fort
  • 2Der Median-Einzelhandelspreis pro Gramm fiel auf 3,33 US-Dollar, den niedrigsten Wert in der Geschichte des Bundesstaates
  • 3Rekordernten 2025 führten zu Überangebot und starkem Preisdruck entlang der gesamten Lieferkette
  • 4Branchenexperten erwarten keine baldigen Preiserhöhungen und warnen vor anhaltendem finanziellem Druck auf Unternehmen
  • 5Der Markt in Oregon ist robuster als der in Kalifornien, wo die Verkäufe auf ein Fünfjahrestief gefallen sind

Der Cannabismarkt in Oregon verzeichnet aufgrund rekordverdächtiger Ernten einen beispiellosen Preisverfall im Einzelhandel, während die Verbrauchernachfrage robust bleibt. Laut Daten der Oregon Liquor & Cannabis Commission (OLCC) gingen die jährlichen Cannabisverkäufe im Jahr 2025 leicht auf 925,5 Millionen US-Dollar zurück, nach 960 Millionen US-Dollar im Jahr 2024, und setzen damit den Abwärtstrend seit dem Pandemie-Höchststand von 1,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 fort. Trotz dieser Verkaufszahlen sank der Medianpreis pro Gramm Cannabisblüte im Dezember auf nur 3,33 US-Dollar, verglichen mit 3,52 US-Dollar im Vorjahr, was den starken Preisdruck in der Branche verdeutlicht

Branchenexperten führen den Umsatzrückgang nicht auf nachlassendes Verbraucherinteresse zurück, sondern auf den anhaltenden Einbruch der Einzelhandelspreise infolge von Überproduktion. „Ich glaube nicht, dass wir bald Preiserhöhungen sehen werden“, sagte der in Portland ansässige Cannabis-Anwalt Vince Sliwoski gegenüber Oregon Public Broadcasting. „Tatsächlich könnten die Preise weiter fallen.“ Dieses anhaltende Überangebot zwingt Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette, mit immer geringeren Margen zu arbeiten, was erheblichen finanziellen Druck auf Züchter, Verarbeiter und Einzelhändler ausübt

Die Rekordernte im Freien im Oktober 2025 spielte eine Schlüsselrolle bei diesem Überangebot. Die Produzenten in Oregon erzeugten 2025 mehr als 13 Millionen Pfund Cannabis, gegenüber 12,3 Millionen Pfund im Vorjahr, was die größte je im Bundesstaat verzeichnete Ernte darstellt. David Alport, Inhaber der Bridge City Collective Einzelhandelsgeschäfte in Portland, hob die Auswirkungen der Pandemie hervor und erklärte, dass sich die Branche noch von einem temporären Konsumanstieg erholt. „Das hat zu einem Preisdruck geführt“, so Alport. „Es hat alle dazu gezwungen, entlang der gesamten Lieferkette Geld zu verlieren."

Marktbeobachter sehen die Fülle sowohl an Cannabisangebot als auch an Verkaufsstellen als zentral für die anhaltende Preisdrückung. Da zu viele Geschäfte um eine begrenzte Kundschaft konkurrieren und ein Überangebot an Produkt besteht, hofft man, dass Marktkräfte letztlich wieder ein Gleichgewicht herstellen. Im Vergleich dazu bleibt Oregons Markt gesünder als der von Kalifornien, wo eine temporäre Steuererhöhung den Umsatzrückgang verschärfte und die Quartalseinnahmen auf den niedrigsten Stand seit vor der COVID-19-Pandemie drückte. Kalifornische Einzelhändler meldeten im dritten Quartal 2025 knapp unter 940 Millionen US-Dollar Cannabisverkäufe, was einen deutlichen Rückgang gegenüber früher im Jahr darstellt

Das regulatorische Umfeld in Oregon hat eine schnelle Ausweitung von Anbau- und Einzelhandelslizenzen ermöglicht, was zum aktuellen Überangebot beigetragen hat. Während Verbraucher von niedrigen Preisen profitieren, steht die langfristige Rentabilität vieler Unternehmen infrage, da die Gewinnmargen schrumpfen. Branchenvertreter fordern Anpassungen bei Lizenzen oder Produktionsgrenzen, um den Markt zu stabilisieren und eine nachhaltige Zukunft für Betreiber auf allen Ebenen zu sichern

Aus der Sicht der OG Lab-Redaktion dient Oregons Erfahrung als warnendes Beispiel für andere aufstrebende Cannabismärkte. Wenn Bundesstaaten den legalen Zugang zu Cannabis ausweiten, wird das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage entscheidend sein, um gesunde Preise und Stabilität der Branche zu gewährleisten. Die anhaltenden Preisprobleme in Oregon deuten darauf hin, dass regulatorische Eingriffe oder Marktkonsolidierungen notwendig werden könnten, um weitere finanzielle Belastungen für Cannabisunternehmen zu verhindern

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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