
Prachachat-Partei verspricht Cannabis-Neueinstufung und Jugendschutz im Wahlkampf in Pattani
Der Vorsitzende der Prachachat-Partei, Tawee Sodsong, warb in Pattani für die Neueinstufung von Cannabis als Betäubungsmittel und setzte Prioritäten auf Jugendschutz und inklusive Politik
Key Points
- 1Die Prachachat-Partei warb im Saiburi-Distrikt von Pattani mit Fokus auf Jugend und Bildung
- 2Vorsitzender Tawee Sodsong setzte sich für die Neueinstufung von Cannabis und Kratom als Betäubungsmittel ein
- 3Vorschläge umfassen zollfreie Zonen und wirtschaftliche Unterstützung für lokale Landwirtschaft und Fischerei
- 4Die Partei betonte Inklusivität durch Treffen mit islamischen und chinesischen Gemeinschaftsgruppen
- 5OG Lab sieht im Wahlkampf ein mögliches Signal für eine strengere Cannabisregulierung im Süden Thailands
Im Wahlkampf im Saiburi-Distrikt von Pattani setzte Pol. Col. Tawee Sodsong, Vorsitzender der Prachachat-Partei, sich nachdrücklich für den Kandidaten seiner Partei, Abdulkoha Awaputeh, ein und legte klare politische Positionen dar, darunter den Aufruf, Cannabis und Kratom als Betäubungsmittel neu einzustufen. Laut Matichon betonte Tawee das Engagement der Partei für Inklusivität, indem er sowohl islamische Schulgemeinschaften als auch lokale chinesische Vereinigungen traf, um eine Plattform zu demonstrieren, die verschiedene Gruppen im Süden Thailands vereint
Während seines Besuchs an der Saiburi Islam Wittaya School hob Tawee die Bedeutung von Bildung als Instrument zur gesellschaftlichen Förderung hervor und nicht nur als profitorientiertes Unternehmen. Er erklärte: „Bildung ist eine Investition des Staates, kein Geschäft mit Gewinnabsicht“, und unterstrich damit die Absicht der Partei, die Schuldenlast der Studierenden zu verringern und Bildung zugänglicher zu machen. Dies fand sowohl bei Lehrern als auch bei ehemaligen Schülern Anklang und stärkte die Attraktivität der Partei für Jugendliche und Pädagogen in der Region
Bei einem anschließenden Treffen mit der örtlichen chinesischen Rettungsvereinigung bekräftigte Tawee die kulturübergreifende Vision der Partei und betonte, dass Prachachat keiner Religion verpflichtet sei, sondern eine Partei für alle Thailänder darstelle. Er schlug die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen und zollfreien Gebieten in den südlichen Grenzprovinzen vor, um Investitionen anzuziehen und die Produktionskosten für Fischerei und Landwirtschaft zu senken. Die Partei setzte sich zudem ehrgeizige Ziele zur Senkung der Kraftstoffpreise und zur Stabilisierung der Kautschukpreise, um lokale Bauern und Produzenten zu unterstützen
Ein zentrales Element von Tawees Wahlkampf war seine harte Haltung zur Drogenpolitik, insbesondere in Bezug auf Cannabis und Kratom. Er erklärte, dass die Prachachat-Partei, falls gewählt, daran arbeiten werde, diese Substanzen wieder auf die Liste der kontrollierten Betäubungsmittel zu setzen, angesichts wachsender Sorgen in der Gemeinschaft über die Jugendexposition. „Unsere Kinder müssen sicher sein. Heute zerstören Drogen alles. Wir werden nicht zulassen, dass wirtschaftliche Interessen die Zukunft unserer Jugend gefährden“, sagte Tawee und betonte eine Vision von ‚essbarem Frieden‘, unterstützt durch rechtliche Fairness und gleichen Schutz
Mit der Wahl am 8. Februar spiegeln Zeitpunkt und Botschaft des Wahlkampfs die verstärkte öffentliche Debatte über die sich entwickelnden Cannabisgesetze in Thailand wider. Die starke Anti-Drogen-Rhetorik der Partei und der Fokus auf Jugendschutz heben sie von liberaleren Positionen im nationalen Diskurs ab. Aus Sicht von OG Lab signalisiert diese Entwicklung eine mögliche Verschiebung der Cannabispolitik Thailands, wobei die südlichen Provinzen als Schauplatz für strengere Regulierung und gemeinschaftsorientierte Ansätze zur Drogenkontrolle hervortreten. Das Ergebnis dieser Wahl könnte die nationale Diskussion über Cannabis beeinflussen und zukünftige politische Rahmenbedingungen im ganzen Land prägen


