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Rick Doblin enthüllt, wie Ecstasy-Händler den Rechtsstreit gegen die DEA finanzierten
High Times[Watch] Rick Doblin: ‘We Taxed Ecstasy Dealers To Fund Our DEA Lawsuit’

Rick Doblin enthüllt, wie Ecstasy-Händler den Rechtsstreit gegen die DEA finanzierten

Rick Doblins Rechtsstreit gegen die DEA wurde durch eine unkonventionelle 'Steuer' auf Ecstasy-Händler finanziert, was die Schnittstelle zwischen Drogenpolitik und Macht hervorhebt

Key Points

  • 1Rick Doblin nutzte die 'Steuer' der Ecstasy-Händler zur Finanzierung der Klage gegen die DEA
  • 220.000 MDMA-Dosen unterstützten frühe Forschung und rechtliche Bemühungen
  • 3Pläne für eine spanischsprachige Therapeuten-Ausbildung in Mexiko-Stadt
  • 4Betont die Zugänglichkeit von MDMA in einkommensschwachen Regionen
  • 5Hervorhebung der Rolle von unterirdischen Therapeuten und der Tanzkultur

In einem offenen Interview mit Pato Liddle für El Planteo und High Times teilte Rick Doblin, Gründer der Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS), die unkonventionellen Ursprünge seines Rechtsstreits gegen die DEA. Bei LaPsyConf in Buenos Aires berichtete Doblin, wie er Ecstasy-Händler überzeugte, einen Fonds zu unterstützen, der darauf abzielte, die Notfall-Einstufung von MDMA durch die DEA anzufechten. Dieser mutige Schritt war entscheidend für die Finanzierung erster Toxizitätsstudien und rechtlicher Bemühungen und bereitete den Boden für das, was zu einem langwierigen Rechtskonflikt mit der US-Regierung werden sollte

Doblins Strategie war sowohl kühn als auch beispiellos. Bevor MAPS 1986 gegründet wurde, wandte er sich an Ecstasy-Verkäufer mit dem Vorschlag, eine 'Steuer' in Form von MDMA-Dosen zu zahlen, um einen Rechtsstreit gegen die DEA zu unterstützen. Diese Initiative führte dazu, dass Doblin 20.000 Dosen MDMA erhielt, die zur Finanzierung früher Forschung und rechtlicher Herausforderungen verwendet wurden. "So etwas gibt es nicht bei MAPS," stellte Doblin klar und betonte, dass MAPS selbst durch legale Spenden unterstützt wird. Seine Bemühungen waren Teil einer umfassenderen Kampagne, die die rechtliche Autorität der DEA in Frage stellte, MDMA zu verbieten, einen Schritt, den Doblin als Machtmissbrauch und nicht als Notwendigkeit für die öffentliche Gesundheit beschreibt

Der Rechtsstreit gegen die DEA war mit Herausforderungen behaftet. Doblin merkte an, dass das anfängliche Verbot von MDMA seiner Meinung nach illegal war, was eine Reihe von Gerichtsverfahren und Berufungen auslöste. Trotz des steinigen Weges blieb Doblin fest davon überzeugt, dass Drogenpolitik mehr mit Kontrolle als mit der Bekämpfung von Substanzmissbrauch zu tun hat. Seine Bemühungen haben auch die Notwendigkeit hervorgehoben, den Zugang zu MDMA-unterstützter Therapie zu erweitern, insbesondere in Regionen wie Lateinamerika, wo solche Behandlungen hinter den globalen Trends zurückbleiben. Doblin ist optimistisch in Bezug auf die Zukunft und erwähnt Pläne, innerhalb eines Jahres die erste vollständig spanischsprachige Therapeuten-Ausbildungssitzung in Mexiko-Stadt durchzuführen

Über die rechtlichen Auseinandersetzungen hinaus betonte Doblin die Bedeutung, MDMA-Therapie zugänglich und erschwinglich zu machen, insbesondere in einkommensschwachen Regionen. Er setzt sich dafür ein, dass MDMA ein Generikum in Afrika und Indien wird, wo Traumata verbreitet sind und die Gesundheitsbudgets begrenzt sind. Doblin erkennt auch den unterirdischen Therapeuten und der Tanzkultur an, die das therapeutische Potenzial von MDMA während der Prohibition am Leben gehalten haben. Er glaubt, dass ehrliche Aufklärung und die Gewährleistung der Reinheit von Drogen das Stigma und die Angst verringern können, sodass mehr Menschen Hilfe suchen. Seine Vision umfasst die Nutzung von Gruppentherapiemodellen, um die Kosten zu senken und die Zugänglichkeit zu erhöhen, was sein Engagement widerspiegelt, psychedelische Therapie für alle zu einer praktikablen Option zu machen

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