
Shantibaba: Der unbeabsichtigte Held der Cannabis-Genetik
Scott Blakey, auch bekannt als Shantibaba, hat eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der modernen Cannabis-Genetik gespielt, von seinen frühen Tagen in Australien bis zu seiner Pionierarbeit in Amsterdam und darüber hinaus
Key Points
- 1Scott Blakey, auch bekannt als Shantibaba, ist eine Schlüsselperson in der modernen Cannabis-Genetik
- 2Er ist Mitbegründer von CBD Crew, die sich auf hoch-CBD- und niedrig-THC-Sorten konzentriert
- 3Scotts Arbeit war entscheidend für die Entwicklung der legalen Cannabis-Industrie
- 4Er betont Qualität und Spezialisierung im sich entwickelnden Cannabis-Markt
- 5Scott bleibt weiterhin innovativ in der Cannabis-Genetik und betreut neue Züchter
Scott Blakey, in der Cannabis-Welt bekannt als Shantibaba, ist zu einer zentralen Figur in der Entwicklung moderner Cannabis-Genetik geworden. Ursprünglich aus Melbourne, Australien, begann Scott in den 1980er Jahren seine Reise, indem er seine Reisen nach Asien durch den Anbau und Verkauf von Cannabis finanzierte. Von diesen Reisen brachte er Samen aus verschiedenen Regionen mit, die er zur Entwicklung neuer Cannabissorten verwendete. Seine frühen Experimente im Guerilla-Anbau in den Wäldern von Mullumbimby, Australien, führten zur Schaffung von Mullumbimby Madness, einer Sorte, die in der australischen Cannabis-Szene ikonisch wurde
Scotts Leidenschaft für die Züchtung neuer Cannabissorten führte ihn in den 1990er Jahren nach Amsterdam, einer Zeit, in der die Stadt das Epizentrum der Cannabis-Kultur war. Hier schloss er sich mit anderen legendären Züchtern wie Nevil Schoenmakers und Rob Clark zusammen. Das rechtliche Umfeld in Amsterdam erlaubte es ihnen, offen zu arbeiten, ihre Kreationen in Coffeeshops zu verkaufen und in Techniken des Innenanbaus zu investieren. Dieser Wechsel vom Außen- zum Innenanbau ermöglichte es ihnen, mehrmals im Jahr zu ernten, was die Entwicklung und Verfeinerung der Cannabis-Genetik beschleunigte
Ein bedeutender Wendepunkt in Scotts Karriere war seine kurze Inhaftierung in der Schweiz, die ihn dazu brachte, legale Wege für seine Arbeit zu suchen. Diese Erfahrung inspirierte ihn zur Mitgründung von CBD Crew, einer Forschungsgruppe für Genetik, die sich auf die Entwicklung von hoch-CBD- und niedrig-THC-Sorten konzentrierte. Diese Sorten waren entscheidend für die aufstrebende CBD-Industrie und trugen zur Entwicklung von Produkten wie Epidiolex bei und unterstützten das Wachstum von hanfbasierten Unternehmen in den USA nach dem Farm Bill von 2018
Die Einführung von Labortests verwandelte die Landschaft der Cannabis-Züchtung und ermöglichte es Züchtern wie Scott, präzise Einblicke in die chemische Zusammensetzung ihrer Sorten zu gewinnen. Dieser wissenschaftliche Ansatz ersetzte die zuvor verwendeten Methoden des Ausprobierens, bei denen Züchter auf persönliche Erfahrungen angewiesen waren, um die Wirkungen ihrer Pflanzen zu beurteilen. Die Fähigkeit, spezifische Verbindungen wie THC und CBD zu messen, war entscheidend für den Fortschritt der medizinischen Cannabis-Industrie
Scott reflektiert über seine Reise, von der Wahrnehmung als 'Schlawiner' bis hin zu einem respektierten Cannabis-Genetiker. Die Legalisierung von Cannabis hat es ihm und anderen in der Branche ermöglicht, offen und selbstbewusst zu arbeiten. Scott betreut jetzt junge Züchter, teilt sein Wissen und lernt im Gegenzug von ihnen. Er glaubt, dass Cannabis selbst ein 'lebendiger Lehrer' ist, der Lektionen für diejenigen bietet, die es anbauen
Blickt man in die Zukunft, sieht Scott die Cannabis-Industrie in eine 'zweite Welle' eintreten, die durch spezialisiertere und qualitätsorientierte Unternehmen gekennzeichnet ist. Er betont die Bedeutung der Aufrechterhaltung hoher Standards und ist der Überzeugung, dass kleinere Betriebe aufgrund ihrer Fähigkeit, sich auf Qualität statt Quantität zu konzentrieren, überlegene Produkte anbieten können. Scott bleibt weiterhin tief in der Branche engagiert, führt mehrere Unternehmen und experimentiert mit neuen Sorten, was seine anhaltende Leidenschaft für Cannabis-Genetik demonstriert