
Steuerliche Behandlung von Cannabis-Tipps in den USA: Was deutsche Touristen wissen müssen
In den USA sind Trinkgelder an Cannabis-Verkäufer aktuell steuerlich nicht absetzbar, eine Änderung ist nur bei vollständiger Bundeslegalisierung möglich.
Key Points
- 1Trinkgelder an Cannabis-Verkäufer gelten laut IRS derzeit nicht als steuerlich absetzbare "qualifizierte Trinkgelder" wegen Bundesverbot.
- 2Die Regelung basiert auf der Einstufung von Cannabis als illegale Substanz nach Bundesrecht.
- 3Eine Änderung der steuerlichen Behandlung wäre nur nach bundesweiter Legalisierung möglich.
- 4Das Bundessteuergesetz 280E untersagt weiterhin Steuerabzüge für viele Ausgaben in der Cannabisbranche.
- 5Für deutsche Touristen ist wichtig, die unterschiedlichen Bundes- und Landesgesetze in den USA zu beachten, besonders bei Trinkgeldzahlungen.
Die US-Steuerbehörde IRS hat klargestellt, dass Mitarbeiter in der legalen Cannabisbranche derzeit keine steuerlichen Vorteile für erhaltene Trinkgelder beanspruchen können. Dies liegt daran, dass Cannabis nach Bundesrecht weiterhin als illegale Substanz eingestuft ist, wodurch entsprechende Dienstleistungen als Straftaten gelten und somit nicht als "qualifizierte Trinkgelder" gelten.
Der IRS-Entscheid basiert auf der Regelung, dass "qualifizierte Trinkgelder" nur dann steuerlich absetzbar sind, wenn die Tätigkeit legal und nicht strafbar ist. In dem offiziellen Regelwerk heißt es: "Arbeitnehmer in der Cannabisindustrie müssen die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen wie jeder andere Arbeitnehmer erfüllen, um für die Abzugsfähigkeit qualifizierter Trinkgelder infrage zu kommen."
Die Situation könnte sich ändern, wenn der US-Bundesstaat Cannabis vollständig legalisiert und die Bundesgesetzgebung entsprechend angepasst wird. Der IRS erklärte: "Wenn sich das Bundesrecht ändert und bestimmte Cannabis-bezogene Transaktionen legal sind, könnten Trinkgelder in diesen Fällen als qualifizierte Trinkgelder anerkannt werden, sofern alle weiteren Voraussetzungen erfüllt sind."
Darüber hinaus bleibt das Bundessteuergesetz 280E wirksam, das Unternehmen in der Cannabisbranche den Abzug von Steuern für bestimmte Ausgaben untersagt. Trotz laufender juristischer Auseinandersetzungen und politischer Initiativen hat der IRS betont, dass diese Regelung weiterhin gilt und Verstöße strafrechtliche Konsequenzen haben können.
Für deutsche Touristen, die in den USA legale Cannabisgeschäfte besuchen, bedeutet dies: Trinkgelder an sogenannte Budtender sind üblich, steuerlich jedoch derzeit nicht privilegiert. Zudem sollten sie sich bewusst sein, dass Bundesrecht und Landesrecht in den USA unterschiedlich sein können, was die Rechtssicherheit beeinflusst. "Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist für alle Arbeitnehmer in der Branche essenziell," so der IRS.
Die lizenzierte Apotheke und Farm OG Lab auf Koh Samui betont die Bedeutung von Compliance und Regulierung in der Cannabisbranche, was auch für internationale Standards und rechtliche Klarheit steht.


