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Studie bestätigt: Alkohol und Tabak schädlicher als Cannabis in Kanada
High TimesCannabis Isn’t the Most Harmful Substance. Alcohol and Tobacco Are. Duh. Science Says So, Again.

Studie bestätigt: Alkohol und Tabak schädlicher als Cannabis in Kanada

Eine kanadische Studie zeigt, dass Alkohol und Tabak schädlicher sind als Cannabis und fordert eine Neubewertung der Drogenpolitik basierend auf wissenschaftlichen Beweisen

Key Points

  • 1Alkohol und Tabak haben in einer kanadischen Studie höhere Schadenswerte als Cannabis
  • 2Die Studie verwendet eine mehrkriterielle Entscheidungsanalyse zur Bewertung von 16 Substanzen
  • 3Experten betonen die Notwendigkeit von Drogenpolitiken, die tatsächlichen Schaden widerspiegeln
  • 4Die Legalisierung von Cannabis hebt die Diskrepanz zwischen Politik und Wissenschaft hervor
  • 5Die Studie fordert eine ehrliche Bewertung der Schadenspotenziale von Substanzen

Eine aktuelle Studie, die im Journal of Psychopharmacology veröffentlicht wurde, zeigt, dass Alkohol und Tabak deutlich mehr Schaden für Einzelpersonen und die Gesellschaft anrichten als Cannabis. Die Forschung, die von einem internationalen Team von Wissenschaftlern durchgeführt wurde, nutzte eine umfassende mehrkriterielle Entscheidungsanalyse, um die Auswirkungen von 16 psychoaktiven Substanzen zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass Alkohol und Tabak in Bezug auf den Gesamtschaden an erster Stelle stehen, während Cannabis weit dahinter liegt

Die Studie umfasste ein Gremium von 20 Experten aus sechs kanadischen Provinzen, die jede Substanz in 16 Schadenskategorien bewerteten, darunter Sterberisiko, Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit sowie wirtschaftliche Kosten. Alkohol erwies sich als die schädlichste Substanz mit einer Punktzahl von 79, gefolgt von Tabak mit 45, während Cannabis lediglich 15 Punkte erzielte. Diese Ergebnisse spiegeln frühere internationale Studien wider und verdeutlichen den unverhältnismäßigen Schaden, den Alkohol und Tabak im Vergleich zu Cannabis verursachen

Die Forscher betonen, dass die Schadensbewertungen die Auswirkungen auf Bevölkerungsebene widerspiegeln und nicht die intrinsischen Gefahren jeder Substanz. Die hohe Punktzahl von Alkohol wird nicht nur seiner Toxizität zugeschrieben, sondern auch seiner weit verbreiteten Nutzung und sozialen Akzeptanz, gepaart mit schwacher Regulierung. Cannabis hingegen wird mit weniger gesellschaftlichen Schäden, wie Gewalt und tödlichen Unfällen, in Verbindung gebracht, was zu seiner niedrigeren Punktzahl beiträgt

Trotz seiner niedrigeren Schadensbewertung deutet die Studie nicht darauf hin, dass Cannabis risikofrei ist. Sie erkennt potenzielle Gesundheitsbedenken an, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die Forschung plädiert für Drogenpolitiken, die proportional zu den tatsächlichen Schäden sind, die durch Substanzen verursacht werden, anstatt von Tradition oder Stigmatisierung beeinflusst zu werden. Diese Studie liefert ein datenbasiertes Argument für die Neubewertung der aktuellen Drogenpolitik, insbesondere da die Legalisierung von Cannabis in Nordamerika voranschreitet

Die Implikationen dieser Studie sind tiefgreifend und heben eine Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Beweisen und der öffentlichen Politik hervor. Während Cannabisunternehmen strengen Vorschriften unterliegen, bleibt Alkohol trotz seiner Risiken tief in den sozialen Normen verwurzelt. Die Studie fordert eine ehrliche Bewertung der Schadenspotenziale von Substanzen, um sicherzustellen, dass die gesundheitspolitischen Maßnahmen tatsächlich die Daten widerspiegeln und nicht veraltete Wahrnehmungen

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