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Studie zeigt, dass Cannabiskonsum das Risiko von alkoholbedingten Lebererkrankungen verringern kann
Cannabis Science TechErin McEvoy

Studie zeigt, dass Cannabiskonsum das Risiko von alkoholbedingten Lebererkrankungen verringern kann

Eine neue Studie hebt das Potenzial von Cannabis, insbesondere CBD, zur Verringerung des Risikos alkoholbedingter Lebererkrankungen hervor und bietet Hoffnung auf neue Behandlungsmöglichkeiten

Key Points

  • 1Cannabiskonsum mit reduziertem Risiko für alkoholassoziierte Lebererkrankungen bei AUD-Patienten verbunden
  • 2Studie zeigt 40%ige Risikominderung für ALD, 17% für hepatische Dekompensation und 14% für Gesamtsterblichkeit
  • 3Forschung hebt das Potenzial von CBD hervor und fordert weitere Studien zu Dosierung und Behandlungsdauer

Eine kürzlich veröffentlichte Studie in Liver International hat die potenziellen Vorteile von Cannabis bei der Verringerung des Risikos alkoholassoziierter Lebererkrankungen (ALD) bei Personen mit Alkoholgebrauchsstörung (AUD) aufgezeigt. Die Forschung legt nahe, dass Cannabis, insbesondere Cannabidiol (CBD), schützende Eigenschaften gegen durch Alkohol verursachte Leberschäden bieten könnte. Diese Studie ist entscheidend, da ALD nach wie vor eine der Hauptursachen für leberbezogene Gesundheitsprobleme und Todesfälle weltweit ist, während nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen

Die Studie nutzte Daten aus dem TriNetX US Collaborative Network, einer umfassenden Gesundheitsforschungsplattform, die Informationen von 72 Gesundheitsorganisationen in den Vereinigten Staaten aggregiert. Die Forscher kategorisierten erwachsene Patienten mit AUD in Gruppen basierend auf ihrem Cannabiskonsum: solche mit einer Cannabiskonsumstörung (CUD), Cannabiskonsumenten ohne CUD (CU) und Nicht-Konsumenten (non-CU). Diese Kategorisierung ermöglichte es den Forschern, potenzielle Dosis-Wirkungs-Muster im Zusammenhang mit dem Cannabiskonsum und dessen Auswirkungen auf die Lebergesundheit zu untersuchen

Wichtige Ergebnisse der Studie zeigen, dass Cannabiskonsum mit einer signifikanten Verringerung des Risikos verbunden ist, bei AUD-Patienten ALD zu entwickeln. Konkret berichtete die Studie von einer 40%igen Verringerung des Risikos für zusammengesetzte ALD-Ergebnisse, einschließlich alkoholassoziierter Steatose, Hepatitis, Fibrose und Zirrhose. Darüber hinaus gab es eine 17%ige Verringerung der hepatischen Dekompensation und einen 14%igen Rückgang der Gesamtsterblichkeit. Die Forscher stellten fest, dass die Risikominderung in verschiedenen Stadien der ALD konsistent war, wobei ein Gradienten-Effekt zwischen den Gruppen CU und CUD beobachtet wurde, was auf eine Dosis-Wirkungs-Beziehung hindeutet

Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse erkennt die Studie bestimmte Einschränkungen an, wie das Fehlen direkter Messungen der Cannabiskonsumgewohnheiten. Darüber hinaus, während sich die Studie allgemein auf den Cannabiskonsum konzentrierte, hoben die Forscher präklinische Beweise hervor, die die potenziellen schützenden Effekte von CBD auf die Leber unterstützen. Sie wiesen jedoch auch darauf hin, dass einige Studien erhöhte Leberenzymwerte im Zusammenhang mit CBD-Konsum berichtet haben, was die Notwendigkeit weiterer Forschung unterstreicht

Die Autoren der Studie plädieren für umfassendere Forschungen zum therapeutischen Potenzial von Cannabinoiden, insbesondere CBD, zur Behandlung von ALD. Sie betonen die Bedeutung zukünftiger Studien, die sich auf Dosierung und Behandlungsdauer konzentrieren, um die Wirksamkeit und Sicherheit von CBD in diesem Kontext besser zu verstehen. Die Ergebnisse eröffnen die Möglichkeit für die Entwicklung neuer pharmakologischer Therapien, die auf Cannabinoid-Rezeptoren abzielen, was die Behandlung von ALD revolutionieren und die Patientenergebnisse verbessern könnte

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