
Target weitet Verkauf von THC-Hanfgetränken in US-Bundesstaaten aus – trotz bevorstehendem Bundesverbot
Target erweitert den Verkauf von THC-Hanfgetränken in mehreren US-Bundesstaaten trotz eines angekündigten Bundesverbots ab November 2026.
Key Points
- 1Target erweitert THC-Hanfgetränke auf über 300 Filialen in Florida, Texas und Illinois.
- 2Bundesverbot ab 13. November 2026 limitiert THC-Gehalt auf 0,4 mg pro Produktbehälter.
- 3Target plant mögliche Lagerabschreibungen bei Inkrafttreten des Verbots.
- 4Unterschiedliche steuerliche Behandlung von Hanfprodukten und lizenziertem Cannabis führt zu Wettbewerbsverzerrungen.
- 5Die Gesetzeslage ist unsicher, Verbraucher und Händler müssen aktuelle Regelungen genau beachten.
Der US-Einzelhändler Target baut sein Sortiment an berauschenden THC-Hanfgetränken deutlich aus und bietet sie nun in über 300 Filialen in Florida, Texas und Illinois an. Diese Expansion erfolgt nur sechs Monate vor einem bundesweiten Verbot, das ab dem 13. November 2026 die meisten dieser Produkte vom Markt nehmen würde.
Die gesetzliche Neuregelung im Bundeshaushaltsgesetz definiert ab diesem Datum legale Hanfprodukte streng mit maximal 0,4 Milligramm THC pro Behältnis. Die aktuellen Produkte von Target überschreiten diese Grenze größtenteils, sodass ein Verkaufsstopp droht. Trotz dieses Risikos scheint Target bewusst auf kurzfristigen Gewinn und Marktvorsprung zu setzen.
Experten vermuten, dass Target mit dieser Strategie kalkuliert: Sollte das Verbot wie geplant in Kraft treten, plant das Unternehmen im Oktober Lagerbestände abzuschreiben und zu reduzierten Preisen abzubauen. Die finanziellen Verluste wären für einen Konzern dieser Größe minimal, während der Vorteil durch frühzeitige Marktdaten und Kundenbindung erheblich sein könnte.
Diese Vorgehensweise zeigt auch die Diskrepanz in der Regulierung und Besteuerung von Cannabisprodukten: Während staatlich lizenzierte Cannabis-Fachgeschäfte enorme steuerliche Belastungen tragen müssen, profitiert Target von regulären Unternehmenssteuersätzen. "Target setzt darauf, dass die Kosten eines Fehlers geringer sind als die Kosten, zu spät zu sein", heißt es in Branchenkreisen.
Die Entwicklung signalisiert, dass die Gesetzgebung im Bereich Hanf- und THC-Produkte weiterhin im Fluss ist und große Handelsunternehmen auf mögliche Änderungen spekulieren. Für Verbraucher und Anbieter bedeutet dies Unsicherheit und die Notwendigkeit, sich über aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen genau zu informieren.


