
Thailand verpflichtet Ärzte in Cannabisgeschäften zur Sicherstellung der medizinischen Compliance
Thailand verpflichtet Cannabisgeschäfte, Ärzte einzustellen und den Fokus auf medizinische Nutzung zu verlagern, um öffentliche Bedenken über unregulierten Cannabiskonsum anzugehen
Key Points
- 1Thailand verlangt von Cannabisgeschäften, Ärzte zur medizinischen Compliance einzustellen
- 2Neue Vorschriften zielen darauf ab, den Cannabiskonsum angesichts steigender öffentlicher Bedenken zu kontrollieren
- 3Nur autorisierte Ärzte können Cannabis unter den neuen Regeln verschreiben
- 4Cannabis muss aus standardisierten, genehmigten Lieferanten bezogen werden
- 5IT-Systeme und Telemedizin-Dienste werden entwickelt, um eine bessere Regulierung zu gewährleisten
Die Cannabisindustrie in Thailand steht vor bedeutenden regulatorischen Veränderungen, da die Regierung vorschreibt, dass alle Cannabis-Einzelhändler zu Gesundheitseinrichtungen umgewandelt werden. Ab Ende dieses Jahres müssen diese Geschäfte einen Arzt vor Ort haben, um Cannabis abzugeben, was einen Wechsel von Freizeit- zu medizinischem Gebrauch markiert. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen des Ministeriums für öffentliche Gesundheit, die öffentlichen Bedenken hinsichtlich des unregulierten Gebrauchs von Cannabis seit dessen Entkriminalisierung anzugehen
Auf einer kürzlichen Pressekonferenz kündigte Thanakrit Jit-areerat, Sekretär des Ministers für öffentliche Gesundheit, die Einführung des Cannabis-Verschreibungssystems durch die Abteilung für thailändische traditionelle und alternative Medizin (DTAM) an. Diese Initiative wurde mit 50 Patienten getestet und zielt darauf ab, die Cannabisverteilung durch ein kontrolliertes Verschreibungssystem zu formalisieren. Thanakrit betonte die Notwendigkeit von Kontrollmaßnahmen aufgrund eines zehnfachen Anstiegs der Beschwerden über den Cannabiskonsum, der nun 1,5 Millionen Menschen betrifft
Unter der neuen Bekanntmachung zur Kontrolle von Heilkräutern (Cannabis) 2025 dürfen nur Ärzte aus sieben bestimmten medizinischen Fachrichtungen Cannabis verschreiben. Die Regelung schreibt vor, dass sämtliches verkaufter Cannabis aus standardisierten und genehmigten Quellen stammen muss, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten. Einzelhändler müssen sich darauf einstellen, Cannabis nur an Kunden mit gültigen Rezepten zu verkaufen, und die DTAM hat bereits ein offizielles Rezeptformular zu diesem Zweck herausgegeben
Dr. Somruek Chungsaman, Generaldirektor der DTAM, erklärte, dass die neuen Vorschriften die Cannabisgeschäfte in Gesundheitseinrichtungen verwandeln würden, sobald sie in Kraft treten. Das Ministerium plant, die erste Gruppe von 1.000 Ärzten der traditionellen Medizin bis zum 16. Juli auszubilden, um den Verschreibungsprozess zu erleichtern. Darüber hinaus wird ein IT-System entwickelt, um Einzelhändlern zu helfen, Rezepte und Cannabiskonsum zu verfolgen, wobei auch Pläne für Telemedizin-Dienste in Krankenhäusern und Kliniken in Arbeit sind