
Trump-nahe Republikaner in Arizona unterstützen Abschaffung von Freizeit-Cannabisverkäufen
Trump-nahe Republikaner in Arizona unterstützen eine Kampagne zur Abschaffung von Freizeit-Cannabisverkäufen und bereiten damit eine Abstimmung vor, die den 1,2-Milliarden-Dollar-Markt des Bundesstaates erschüttern könnte
Key Points
- 1Die Republikaner Andy Biggs und Paul Gosar aus Arizona unterstützen eine Maßnahme zur Abschaffung von Freizeit-Cannabisverkäufen
- 2Die vorgeschlagene Abschaffungsinitiative in Arizona wird von Smart Approaches to Marijuana (SAM), einer nationalen Anti-Legalisierungsgruppe, finanziert
- 3Der legale Cannabismarkt in Arizona erzielte 2024 Umsätze von 1,2 Milliarden US-Dollar, wobei Freizeitverkäufe seit 2021 erlaubt sind
- 4Befürworter der Abschaffung müssen bis Juli 2026 fast 256.000 Unterschriften sammeln, um für die Abstimmung im November 2026 zugelassen zu werden
- 5Ähnliche Anti-Freizeit-Cannabis-Kampagnen laufen in Massachusetts und Maine, ebenfalls unterstützt von SAM
In einem Schritt, der die Cannabislandschaft in Arizona neu gestalten könnte, haben zwei hochrangige republikanische Abgeordnete, die mit dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump verbunden sind, öffentlich ihre Unterstützung für eine Initiative zur Abschaffung der Freizeit-Cannabisverkäufe im Bundesstaat bekundet. Laut MJBizDaily haben die US-Abgeordneten Andy Biggs und Paul Gosar beide ihre Zustimmung zu einem vorgeschlagenen Gesetzesentwurf geäußert, der den Verkauf von Freizeit-Cannabis abschaffen und nur medizinisches Marihuana beibehalten würde. Diese Position stellt sie in Gegensatz zu Trumps jüngsten Bemühungen zur bundesweiten Umklassifizierung von Cannabis und zeigt eine bemerkenswerte Spaltung innerhalb der Partei in der Marihuana-Politik auf
Die vorgeschlagene Initiative mit dem Titel „Sensible Marijuana Policy Act for Arizona“ ist Teil einer größeren Kampagne, die von der nationalen Anti-Legalisierungsgruppe Smart Approaches to Marijuana (SAM) finanziert wird. Sollte sie erfolgreich sein, würde Arizona sich Massachusetts und Maine anschließen, wo ähnliche von Wählern initiierte Bemühungen darauf abzielen, die Legalisierung von Freizeit-Cannabis zurückzudrehen. Die Initiative in Arizona wird vom politischen Berater Sean Noble geleitet, wobei die Kampagnenfinanzierung direkt von SAM stammt, einer undurchsichtigen Non-Profit-Organisation, die für ihre Ablehnung von Freizeit-Cannabis bekannt ist
Die legale Cannabisindustrie Arizonas hat sich zu einer bedeutenden wirtschaftlichen Kraft entwickelt, wobei die Umsätze aus Freizeit- und medizinischem Cannabis im Jahr 2024 laut den neuesten verfügbaren Daten 1,2 Milliarden US-Dollar erreichen. Die Abschaffung der Freizeitverkäufe wäre ein erheblicher Schlag für den Markt, der seit 2021 nach der Zustimmung der Wähler operiert. Um sich für die Abstimmung im November 2026 zu qualifizieren, müssen die Befürworter der Abschaffung bis Juli 2026 fast 256.000 Unterschriften sammeln – eine herausfordernde, aber angesichts der finanziellen und organisatorischen Unterstützung keine beispiellose Aufgabe
Sowohl Biggs als auch Gosar haben ihre Ablehnung sowohl der Freizeitverkäufe als auch der bundesweiten Umklassifizierung bekräftigt. Gosar, der die Abschaffungsinitiative in Arizona unterstützt, sagte gegenüber Marijuana Moment, er hoffe, „den Präsidenten zu bitten, die Umklassifizierung von Marihuana zu überdenken.“ Er kritisierte zudem die Branche und behauptete, sie habe „sich mit allen Mitteln gegen die Vorschriften gewehrt.“ Biggs äußerte ähnliche Ansichten und erklärte, er sei „geneigt, den Abschaffungsgesetzesentwurf zu unterstützen“ und äußerte Bedenken, dass Cannabiskonsumenten eher auf Sozialleistungen angewiesen seien
Die Abschaffungsinitiative in Arizona spiegelt ähnliche Kampagnen in Massachusetts und Maine wider, die ebenfalls von SAM finanziert werden und mit rechtlichen und verfahrenstechnischen Herausforderungen konfrontiert sind. In Massachusetts wurde eine kürzliche Betrugsvorwurf gegen die Kampagne von der staatlichen Wahlgesetzkommission abgewiesen, was die Unterschriftensammlung fortsetzen ließ. Während diese Initiativen an Fahrt gewinnen, verschärft sich die Debatte über die Zukunft von Freizeit-Cannabis in Arizona und darüber hinaus, mit erheblichen Auswirkungen auf Unternehmen, Verbraucher und Regulierungsbehörden
Aus Sicht der OG Lab-Redaktion signalisiert dieser hochkarätige Widerstand in Arizona einen möglichen Wendepunkt in der nationalen Debatte über die Cannabispolitik. Die Bereitschaft prominenter, Trump-naher Republikaner, sowohl lokale als auch bundesweite Cannabisreformen in Frage zu stellen, könnte ähnliche Bewegungen in anderen Bundesstaaten ermutigen. Für Branchenakteure wird das Ergebnis dieser Abschaffungskampagnen – insbesondere in einem Milliardenmarkt wie Arizona – genau beobachtet werden, da es als Gradmesser für die Widerstandsfähigkeit der Legalisierung von Freizeit-Cannabis angesichts koordinierter politischer Opposition dient


