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UN-Experten fordern Ende des globalen Kriegs gegen Drogen, betonen Gesundheit und Menschenrechte
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UN-Experten fordern Ende des globalen Kriegs gegen Drogen, betonen Gesundheit und Menschenrechte

UN-Experten fordern ein Ende des globalen 'Kriegs gegen Drogen' und plädieren für gesundheits- und menschenrechtsorientierte Politiken anstelle von Kriminalisierung

Key Points

  • 1UN fordert das Ende des globalen 'Kriegs gegen Drogen', um sich auf Gesundheit und Menschenrechte zu konzentrieren
  • 2Aktuelle Drogenpolitiken betreffen überproportional marginalisierte Gemeinschaften
  • 3Experten empfehlen, Mittel von der Strafverfolgung auf Gesundheitsprogramme umzuleiten
  • 4Europäische Länder erkunden neue Cannabisregulierungen, während Frankreich strenge Politiken beibehält

Eine aktuelle Erklärung von Vertretern der Vereinten Nationen und Menschenrechtsexperten fordert ein Ende des globalen 'Kriegs gegen Drogen' und drängt auf einen Wandel hin zu gesundheits- und menschenrechtsorientierten Politiken. Die Erklärung wurde anlässlich des Internationalen Tags gegen Drogenmissbrauch und illegalen Handel veröffentlicht und plädiert für eine Transformation der globalen Drogenpolitik, die von der Kriminalisierung abkehrt

Die Experten heben hervor, dass die aktuellen Drogenpolitiken überproportional marginalisierte Gruppen betreffen, darunter ethnische Minderheiten, Frauen und die LGBTIQ+-Gemeinschaft. Sie argumentieren, dass der 'Krieg gegen Drogen' weitgehend ein Krieg gegen Menschen war, insbesondere gegen diejenigen, die in Armut leben und systemischer Diskriminierung ausgesetzt sind. Die Erklärung weist darauf hin, dass strafende Maßnahmen oft als eine Form der rassistischen Kontrolle dienen, anstatt die Drogenmärkte effektiv zu reduzieren

In den Vereinigten Staaten beispielsweise sind schwarze Personen signifikant wahrscheinlicher mit strafrechtlicher Verfolgung wegen Cannabisbesitz konfrontiert als ihre weißen Mitbürger. Ähnlich ist es in Australien, wo Aborigines häufiger wegen cannabisbezogener Straftaten angeklagt werden. Die UN betont, dass die Kriminalisierung den Zugang zu notwendiger Gesundheitsversorgung und Unterstützung verhindert, wobei nur einer von acht Personen mit Substanzgebrauchsstörungen eine angemessene Behandlung erhält

Der Aufruf zur Reform der Drogenpolitik wird durch aktuelle Daten des Europäischen Überwachungszentrums für Drogen und Drogenabhängigkeit unterstützt, die Cannabis als die am häufigsten verwendete illegale Droge in Europa zeigen. Angesichts steigender cannabisbezogener Straftaten und dem Auftreten neuer synthetischer Cannabinoidprodukte plädieren Experten wie Kenzi Riboulet-Zemouli für präventive und schadensmindernde Ansätze anstelle von strafenden Maßnahmen. Er schlägt vor, öffentliche Mittel von der Strafverfolgung auf gesundheitsorientierte Programme umzuleiten

Mehrere europäische Länder, darunter Deutschland und die Schweiz, erkunden neue regulatorische Ansätze für den Freizeitgebrauch von Cannabis. Diese Bemühungen stehen im Einklang mit den Empfehlungen, gesundheitsorientierte Vorschriften und Bildungsstrategien zu übernehmen. Im Gegensatz dazu verfolgt Frankreich strenge Drogenpolitiken, trotz hoher Konsumraten von Cannabis, was eine Divergenz in den politischen Richtungen in Europa verdeutlicht

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