Unterstützung für regulierte psychedelische Therapie und Forschung in den USA stark gestiegen
Marijuana MomentTom Angell

Unterstützung für regulierte psychedelische Therapie und Forschung in den USA stark gestiegen

Eine neue Umfrage der UC Berkeley zeigt, dass die Unterstützung US-amerikanischer Wähler für regulierte psychedelische Therapie und Forschung in zwei Jahren deutlich gestiegen ist, während eine breite Entkriminalisierung unbeliebt bleibt

Key Points

  • 1Unterstützung für verschreibungspflichtige psychedelische Nutzung stieg von 29 % im Jahr 2023 auf 41 % im Jahr 2025
  • 2Zustimmung zur wissenschaftlichen Forschung an Psychedelika stieg auf 63 %
  • 3Nur 28 % der Wähler unterstützen die Entkriminalisierung von persönlichem Gebrauch und Besitz von Psychedelika
  • 4Mehrheiten befürworten regulierten therapeutischen Zugang für Veteranen, Menschen mit Depressionen und Suchterkrankungen
  • 5Bundesbehörden und der Kongress arbeiten daran, Forschung und regulierten Zugang zu psychedelischen Therapien auszubauen

Eine neue landesweite Umfrage des University of California, Berkeley Center for the Science of Psychedelics (BCSP) zeigt eine deutliche Veränderung der amerikanischen Einstellung gegenüber psychedelischen Therapien und Forschungen. Laut der Umfrage ist die Unterstützung für legalen, regulierten Zugang zu Psychedelika zu therapeutischen Zwecken in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen, was eine zunehmende öffentliche Offenheit für alternative Behandlungen im Bereich der psychischen Gesundheit widerspiegelt. Die im April 2025 durchgeführte Umfrage umfasste Antworten von 1.577 US-Wählern und hat eine Fehlermarge von +/- 2,5 Prozentpunkten

Die Daten zeigen, dass die Unterstützung für die Verschreibung von Psychedelika von 29 Prozent im Jahr 2023 auf 41 Prozent im Jahr 2025 gestiegen ist, ein Anstieg um 12 Punkte. Ebenso stieg die Zustimmung zur legalen therapeutischen Nutzung im gleichen Zeitraum von 36 auf 46 Prozent. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Unterstützung für die Ausweitung der wissenschaftlichen Forschung zu Psychedelika auf 63 Prozent, nach 49 Prozent vor zwei Jahren. Der BCSP-Bericht stellt fest: „Wähler scheinen sich für Psychedelika als medizinische Behandlungen innerhalb regulierter medizinischer und therapeutischer Rahmenbedingungen zu erwärmen.“

Trotz dieser Fortschritte zeigte die Umfrage, dass die öffentliche Begeisterung für die Entkriminalisierung von Psychedelika begrenzt bleibt. Nur 28 Prozent der Befragten unterstützten die Abschaffung strafrechtlicher Sanktionen für den persönlichen Gebrauch und Besitz – ein deutlicher Gegensatz zur breiten Unterstützung der Entkriminalisierung im Bereich der Marihuana-Politik. Der Bericht legt nahe, dass die Wähler zwar zunehmend neugierig auf das medizinische Potenzial von Psychedelika sind, aber weiterhin Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit bestehen. „Trotz eines Anstiegs lokaler Gesetze, die den persönlichen Besitz entkriminalisieren, beobachteten wir nur verhaltene Unterstützung der Wähler für diese Art von Politik“, so die Autoren

Die Unterstützung für regulierten therapeutischen Zugang war bei bestimmten Gruppen deutlich höher, etwa bei Militärveteranen (56 Prozent), Personen mit Depressionen (60 Prozent) und Menschen mit Suchterkrankungen (54 Prozent). Im Bereich der Sterbebegleitung befürworteten 48 Prozent den regulierten Zugang und 38 Prozent die Entkriminalisierung. Die Wahrnehmung der Sicherheit bleibt jedoch vorsichtig: 37 Prozent der Befragten betrachteten die überwachte Anwendung von Psychedelika als „ziemlich“ oder „äußerst“ sicher, während ein kleinerer Anteil glaubte, dass Psychedelika sicherer seien als Tabak (20 Prozent) oder Alkohol (18 Prozent)

Die sich wandelnde Landschaft spiegelt sich auch in der Bundespolitik wider. In den letzten Monaten hat eine parteiübergreifende Gruppe von Gesetzgebern Gesundheitsbehörden aufgefordert, die Prüfungen psychedelischer Therapien zu beschleunigen, und die FDA sowie das HHS haben neue Maßnahmen angekündigt, um den therapeutischen Zugang für Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen zu beschleunigen. HHS-Sekretär Robert F. Kennedy Jr. betonte das Engagement der Regierung und erklärte, dass die Verantwortlichen „sehr darauf bedacht“ seien, Wege für psychedelische Therapien zu schaffen, insbesondere für Veteranen und Personen mit PTSD oder Depressionen. Der Kongress erwägt zudem Gesetzgebungen zur Finanzierung von „Exzellenzzentren“ in VA-Einrichtungen, um den Zugang für Veteranen zu erweitern

Aus der Sicht der OG Lab-Redaktion könnte dieser Anstieg der Unterstützung für regulierte psychedelische Therapie und Forschung die Landschaft der psychischen Gesundheit in den Vereinigten Staaten neu gestalten. Die Präferenz der Öffentlichkeit für kontrollierte, evidenzbasierte Rahmenbedingungen gegenüber einer umfassenden Entkriminalisierung unterstreicht ein vorsichtiges, aber wachsendes Vertrauen in das therapeutische Potenzial dieser Substanzen. Mit zunehmendem politischen Schwung und Fortschritten in der Forschung sollten Akteure sowohl im Cannabis- als auch im Psychedelikasektor regulatorische Veränderungen und neue Chancen im Markt für alternative Medizin genau beobachten

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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