
US-Einzelhändler Target erweitert Verkauf von THC-Hanfgetränken trotz drohendem Bundesverbot
Der US-Händler Target weitet trotz eines drohenden Bundesverbots den Verkauf von THC-Hanfgetränken aus und bereitet sich auf regulatorische Herausforderungen vor.
Key Points
- 1Target erweitert THC-Hanfgetränke-Verkauf in Illinois, Florida und Texas.
- 2Getränke enthalten bis zu 10 mg THC pro Portion, doppelt so viel wie zu Beginn.
- 3Bundesgesetz plant Verbot von Hanfprodukten mit mehr als 0,4 mg THC pro Portion ab November.
- 4Target plant mögliche Lagerbestandsreduktion vor Inkrafttreten des Verbots.
- 5Konsumenten sehen THC-Getränke als gesündere Alternative zu Alkohol.
Der US-Einzelhandelsriese Target weitet den Verkauf von THC-haltigen Hanfgetränken in drei bevölkerungsreichen Bundesstaaten aus: Illinois, Florida und Texas. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Minnesota plant das Unternehmen nun den Vertrieb in über 300 Filialen, obwohl ein bundesweites Verbot für solche Produkte im November in Kraft treten soll.
Die Getränke enthalten THC-Mengen von bis zu 10 Milligramm pro Portion, was doppelt so viel ist wie bei der ursprünglichen Produktpalette in Minnesota. Laut einem Unternehmenssprecher verfolgt Target die Strategie, "neue Wege zu erkunden, um den sich wandelnden Präferenzen der Kundschaft gerecht zu werden" und setzt dabei auf eine sorgfältige Produktauswahl.
Derzeit gibt es Unsicherheiten bezüglich der rechtlichen Zukunft von THC-Hanfgetränken, da der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet hat, das den Verkauf von Produkten mit mehr als 0,4 Milligramm THC pro Portion verbieten will. Bemühungen zur Verschiebung des Verbots scheitern bislang an der politischen Führung.
Ein Branchenbericht nennt, dass Target sich auf mögliche Marktveränderungen vorbereitet und erwägt, die Bestände im Oktober zu reduzieren, falls keine regulatorische Lösung gefunden wird. Dies zeigt, wie Unternehmen auf die sich schnell ändernde Rechtslage reagieren müssen.
Marktforschungen zeigen, dass viele Konsumenten THC-Getränke als gesündere Alternative zu Alkohol sehen und die Legalisierung von Cannabis in allen US-Bundesstaaten innerhalb der nächsten fünf Jahre erwarten. Auch andere Großunternehmen wie Amazon und Home Depot passen ihre Cannabis-Politik an, um auf diese Entwicklung zu reagieren.


