
US-Regierungsstillstand endet mit umstrittener Neudefinition der Hanfregulierungen
Der US-Senat hat ein Gesetz verabschiedet, das den Regierungsstillstand beendet und eine umstrittene Neudefinition der Hanfregulierungen einführt. Die neuen Regeln könnten erhebliche Auswirkungen auf die Hanfindustrie haben, indem sie strengere THC-Grenzen festlegen
Key Points
- 1US-Senat beendet den Regierungsstillstand mit neuen Hanfregulierungen
- 2Gesetz definiert Hanf neu und begrenzt den THC-Gehalt auf 0,4 mg
- 3Branchenführer äußern Bedenken hinsichtlich Innovation und Verbraucherwahl
- 4Versuche, die Sprache des Gesetzes zu ändern, waren erfolglos
- 5Hanfindustrie steht vor einem entscheidenden Jahr, um zukünftige Gesetzgebungen zu beeinflussen
Der US-Senat hat ein Gesetz verabschiedet, das den längsten Regierungsstillstand des Landes beendet, jedoch nicht ohne Kontroversen. Eingebettet im Haushaltsgesetz für Landwirtschaft FY26 befindet sich eine Bestimmung, die Hanf neu definiert und eine neue Schwelle für den Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) festlegt. Diese Neudefinition verbietet Hanfprodukte, die mehr als 0,4 Milligramm Gesamt-THC enthalten, ein Schritt, der erhebliche Auswirkungen auf die Hanfindustrie haben könnte. Das Gesetz, das von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde, soll in einem Jahr in Kraft treten und gibt der Branche ein kurzes Zeitfenster, um sich an die neuen Vorschriften anzupassen
Die Bestimmung zur Neudefinition von Hanf wurde von Senator Mitch McConnell unterstützt und hat Besorgnis unter Branchenvertretern und Organisationen ausgelöst. Laut NORML beschränkt das Gesetz bundesrechtlich legale Hanfprodukte auf solche mit nicht mehr als 0,3 Prozent oder 0,4 Milligramm THC oder ähnlichen Cannabinoiden wie THCA. Die Gesetzgebung kriminalisiert auch intermediäre, hanfbasierte Cannabinoidprodukte, die direkt an Verbraucher vermarktet werden, insbesondere solche, die durch chemische Synthese hergestellt werden, wie Delta-8-THC-Produkte. Diese Änderungen haben innerhalb der Branche Alarm ausgelöst über mögliche Verbote von hanf-basierten CBD-Produkten, die oft Spuren von THC enthalten
Die Bemühungen, die umstrittene Sprache aus dem Gesetz zu ändern oder zu streichen, wurden von Senator Rand Paul geleitet, scheiterten jedoch letztendlich. Seine Versuche, die Hanfindustrie vor diesen restriktiven Maßnahmen zu schützen, fanden im Senat nicht genügend Unterstützung. Branchenvertreter befürchten, dass die neuen Vorschriften Innovation und Verbraucherwahl im aufstrebenden Hanfmarkt ersticken könnten. Trotz der Rückschläge bleiben die Branchenführer entschlossen, sich für einen regulatorischen Rahmen einzusetzen, der Wachstum und Verbrauchersicherheit unterstützt
Die weitreichenden Auswirkungen dieser legislativen Änderung haben eine Debatte über die Zukunft von hanf-basierten Produkten in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Viele sehen die neuen THC-Grenzen als einen Rückschritt für eine Branche, die seit dem Farm Bill von 2018 erhebliches Wachstum und Akzeptanz erfahren hat. Kritiker argumentieren, dass die Rekriminalisierung bestimmter Hanfprodukte die Verbrauchernachfrage nicht verringern wird, sondern diese Produkte möglicherweise in den Untergrund drängt, was die Verbrauchersicherheit gefährden könnte. Die Hanfindustrie sieht sich nun der Herausforderung gegenüber, sich durch diese neuen Vorschriften zu navigieren und gleichzeitig die Gesetzgeber über die Vorteile von Hanf aufzuklären
Branchenführer wie Kim Sanchez Rael, CEO von Azuca, haben Bedenken hinsichtlich der potenziellen negativen Auswirkungen auf Innovation und Verbraucherwahl geäußert. Rael betont die Notwendigkeit eines intelligenteren regulatorischen Rahmens, der Zugang und Sicherheit über Verbote priorisiert. Der US Hemp Roundtable, eine prominente Interessenvertretung der Branche, hat ebenfalls Enttäuschung über die Entscheidung des Kongresses geäußert und die Bedeutung der Selbstregulierung sowie die Rolle guter Akteure in der Branche hervorgehoben, um das Vertrauen und die Sicherheit der Verbraucher aufrechtzuerhalten
Mit Blick auf die Zukunft bereitet sich die Hanfindustrie auf ein entscheidendes Jahr vor, während sie versucht, zukünftige Gesetzgebungen zu beeinflussen. Der US Hemp Roundtable setzt sich dafür ein, den Kongress über die Realitäten des Hanfmarktes aufzuklären und für Vorschriften zu werben, die sowohl die Verbraucher als auch die Branche schützen. Führungspersönlichkeiten wie Jonathan Miller, General Counsel des US Hemp Roundtable, sind optimistisch hinsichtlich des Potenzials für positive Veränderungen und betonen die Bedeutung verantwortungsvoller Vorschriften, die den wahren Wert von Hanf widerspiegeln. Während sich die Branche auf diese neuen Herausforderungen vorbereitet, bleibt der Fokus darauf, eine nachhaltige Zukunft für Hanfbauern und Unternehmen zu sichern
Die Neudefinition von Hanf im neuesten Gesetz hat die anhaltenden Spannungen zwischen Regulierung und Innovation in der Cannabisindustrie hervorgehoben. Während einige die neuen Beschränkungen als notwendig für die Verbrauchersicherheit ansehen, betrachten andere sie als Hindernis für den Fortschritt. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, während die Branchenvertreter daran arbeiten, die Zukunft der Hanfregulierung in den Vereinigten Staaten zu gestalten und sicherzustellen, dass die Branche gedeihen kann, während sie hohe Standards für Sicherheit und Qualität aufrechterhält