
US-Senat bewegt sich, um THC-Produkte aus Hanf bis 2026 zu verbieten
Der US-Senat hat ein Gesetz verabschiedet, das nahezu alle THC-Produkte aus Hanf bis Ende 2026 verbieten wird, indem "Hanf" neu definiert wird, um berauschende Produkte auszuschließen. Die Entscheidung geht nun zur Prüfung ins Repräsentantenhaus
Key Points
- 1US-Senat verabschiedet Gesetz, das THC-Produkte aus Hanf bis 2026 verbietet
- 2Das Gesetz definiert "Hanf" neu, um Produkte mit mehr als 0,3% THC auszuschließen
- 3Senator Rand Paul warnt, dass die Gesetzgebung die Hanfindustrie zerstören könnte
- 4Der Schritt wird von der regulierten Marihuana-Industrie und Alkohol-Lobbys unterstützt
- 5Die Hanfindustrie sieht sich Unsicherheiten gegenüber, während das Gesetz auf eine Abstimmung im Repräsentantenhaus wartet
In einem bedeutenden legislativen Schritt hat der US-Senat ein Gesetz verabschiedet, das nahezu alle THC-Produkte aus Hanf bis Ende 2026 illegal machen wird. Diese Entscheidung war in Ausgabengesetze eingebettet, die darauf abzielen, die langwierige Regierungsstilllegung zu beenden. Die Neudefinition von "Hanf" schließt eine Vielzahl von berauschenden Hanfprodukten aus, die seit dem Farm Bill von 2018 weit verbreitet sind. Das Gesetz wurde mit 60 zu 40 Stimmen verabschiedet, trotz der Bemühungen von Senator Rand Paul, den aktuellen Status quo aufrechtzuerhalten. Paul beschrieb die Gesetzgebung in seiner Rede im Senat als eine Form der "Prohibition"
Das Verbot, das nun in das Repräsentantenhaus geht, ist Teil des Landwirtschafts-, ländlichen Entwicklungs-, Lebensmittel- und Arzneimittelverwaltungsgesetzes sowie verwandter Agenturen. Dieses Gesetz definiert "Hanf" neu, um nur Cannabis sativa und seine Derivate mit einer THC-Konzentration von nicht mehr als 0,3 Prozent auf trockener Gewichtsgrundlage einzuschließen. Diese Änderung zielt darauf ab, die THCA-Schlupflöcher zu schließen, die es Händlern ermöglicht haben, THCA-Blüten außerhalb staatlich regulierter Marihuana-Kanäle zu verkaufen. Der Markt für THCA-Blüten allein wird auf mehrere hundert Millionen Dollar jährlich geschätzt, was die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen dieser legislativen Änderung verdeutlicht
Senator Rand Paul, ein lautstarker Gegner des Gesetzes, warnte, dass die Gesetzgebung die Hanfindustrie in den USA effektiv zerstören würde. "Jede (Hanf-) Pflanze im Land muss zerstört werden", erklärte Paul. Das Inkrafttreten des Gesetzes hat Besorgnis bei den Akteuren der Hanfindustrie ausgelöst, wobei Anwalt Seth Goldberg Unternehmen riet, sich auf den möglichen Verlust des sicheren Hafens unter dem Farm Bill von 2018 vorzubereiten. Diese Entwicklung könnte sowohl kleine Unternehmen als auch große Einzelhändler wie Total Wine & Spirits und Circle K betreffen, die derzeit Produkte aus Hanf verkaufen
Der gesetzgeberische Druck zur Neudefinition von Hanf hat seit dem Sommer an Dynamik gewonnen, unterstützt von wichtigen Persönlichkeiten wie dem republikanischen US-Abgeordneten Andy Harris aus Maryland und dem republikanischen Senator Mitch McConnell aus Kentucky. Die Initiative wurde von einer Koalition von 39 Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten und großen Lobbygruppen der Alkoholindustrie gestärkt, die alle für die Schließung des Hanfschlupflochs eintreten. Die regulierte Marihuana-Industrie betrachtet dies als einen Sieg, da es den Wettbewerb durch weniger regulierte Hanfprodukte verringert. "Die regulierte Cannabisindustrie kann jetzt zurückkehren, um Cannabis zu normalisieren", sagte Trent Woloveck, Chief Strategy Officer von Jushi
Das bevorstehende Verbot wird jedoch voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf kleine Brauereien und Unternehmen haben, die Hanf-THC-Getränke in ihr Angebot integriert haben. Omar Ansari, Präsident von Surly Brewing Co., äußerte seinen Unmut und sagte: "Der Boden wurde uns einfach unter den Füßen weggezogen." Der Schritt wird als seltener bundesweiter Erfolg für große multistaatliche Marihuana-Betreiber angesehen, die sich für strengere Vorschriften für THC-Produkte aus Hanf einsetzen. Diese Betreiber argumentieren, dass das Verbot helfen wird, "schlechte Akteure" zu beseitigen, die das Schlupfloch des Farm Bill ausnutzen
Hanf-Befürworter haben ihre Frustration zum Ausdruck gebracht und beschuldigen größere Industrien, den Hanfsektor unfair zu attackieren. Steven Brown, CEO von Nothing But Hemp, kritisierte den legislativen Prozess und sagte: "Was passiert ist, war heimlich, und so sollte dieses Land nicht funktionieren." Die Hanfindustrie, die auf 28,4 Milliarden Dollar geschätzt wird und Hunderttausende beschäftigt, sieht sich nun einer ungewissen Zukunft gegenüber. Während das Gesetz auf eine Abstimmung im Repräsentantenhaus wartet, wird das Ergebnis das Schicksal von THC-Produkten aus Hanf im ganzen Land bestimmen
In der Zukunft muss die Hanfindustrie den potenziellen Wandel im regulatorischen Umfeld navigieren. Unternehmen werden ermutigt, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und alternative Strategien zu erkunden, um sich an diese Veränderungen anzupassen. Die bevorstehenden rechtlichen Anpassungen unterstreichen die Notwendigkeit für die Beteiligten, den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern zu suchen, um für ausgewogene Vorschriften zu plädieren, die das Wachstum der Branche unterstützen und gleichzeitig gesundheitliche Bedenken der Öffentlichkeit ansprechen. Die kommenden Monate werden entscheidend für die Akteure der Branche sein, um Strategien zu entwickeln und die Auswirkungen dieses legislativen Wandels zu mildern