
Wichtige Änderungen bei THC-Hanfprodukten in Ohio: Rechtliche Ausnahmen für Händler
In Ohio erlaubt ein Gericht vorübergehend den Verkauf von THC-Hanfprodukten, trotz des neuen strengen Verbots im Senate Bill 56.
Key Points
- 1Ohio Senate Bill 56 verbietet seit März 2024 niedrige THC-Hanfprodukte und verschärft Marihuana-Grenzwerte.
- 2Richterliche Ausnahme erlaubt zwei Händlern, bestehende Produkte weiter zu verkaufen.
- 3Verkauf nur an Personen ab 21 Jahren, Produkte dürfen nicht wie Süßigkeiten aussehen.
- 4Strenge Transport- und Aufbewahrungsvorschriften, Nichtbeachtung kann zu schweren Strafen führen.
- 5Bundesweite THC-Grenzwerte für Hanfprodukte werden ab November 2024 weiter verschärft.
In Ohio hat ein Richter im Franklin County eine vorläufige Aussetzung des Verbots für bestimmte Hanfprodukte verfügt, um zwei betroffenen Geschäften den Verkauf ihrer Lagerbestände zu ermöglichen. Das Verbot betrifft seit dem 20. März Produkte mit niedrigem THC-Gehalt, die durch das neue Senate Bill 56 verboten wurden, welches die Marihuana-Gesetze des Bundesstaates erheblich verschärft.
Die Richterentscheidung gewährt den Läden Happy Harvest und Get Wright Lounge eine Übergangsfrist, um ihre Bestände an THC-Hanfprodukten an Kunden über 21 Jahren abzusetzen. Dabei gilt eine strenge Regelung, dass die Produkte nicht wie Süßigkeiten oder Ähnliches aussehen dürfen, um insbesondere den Schutz von Minderjährigen sicherzustellen.
Das Senate Bill 56 reduziert unter anderem den maximal erlaubten THC-Gehalt in Marihuana-Extrakten von 90 auf 70 Prozent und begrenzt den THC-Gehalt in Blüten auf 35 Prozent. Zudem ist das Rauchen von Marihuana an den meisten öffentlichen Orten verboten. Ferner regelt das Gesetz die Aufbewahrung und den Transport von Marihuana streng, beispielsweise muss es im Auto im Kofferraum gelagert werden.
Die rechtlichen Vorgaben sind strikt und die Nichteinhaltung kann zu schweren strafrechtlichen Konsequenzen führen, darunter Anklagen wegen Drogenhandels. "Wenn Sie das Produkt nicht vor Inkrafttreten des Gesetzes aus dem Bundesstaat transportieren, sind Sie praktisch festgesetzt", warnt der Anwalt der Kläger, Scott Pullins.
Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen für Händler, die vor dem Verbot große Investitionen getätigt haben und nun um ihre Existenz bangen. "Der Richter zeigt Verständnis für die Händler, die große Lagerbestände haben und diese nicht verkaufen oder transportieren können", so Pullins. Eine endgültige Entscheidung wird in einem Anhörungstermin in den kommenden Wochen erwartet.
Neben Ohio gibt es auch in anderen Landesteilen gerichtliche Aussetzungen, die den Verkauf von Hanfprodukten weiterhin erlauben. Bundesweit sollen ab November neue Regelungen des US-Kongresses in Kraft treten, die THC-Grenzwerte für Hanfprodukte weiter verschärfen.


